Ich kann nicht kommen…

Meine Vagina ist schon wieder kaputt.

Es ist nicht so, dass ich keine Lust hätte. Im Gegenteil, ich könnt andauernd. Und es ist geil und ich bin immer so kurz davor, zu kommen. Wirklich gleich, jede Sekunde. Und dann ist der Ofen plötzlich aus. Ohne, dass ich gekommen wäre. Ganz egal, ob ich klassischen Sex habe – so mit Penetration halt, ob ich es mir selber mache, oder ob mich jemand leckt – eigentlich ein Orgasmus-Garant.

Aber: Ich kann einfach nicht kommen. Arrrg!

Deswegen heute ganz züchtig…My beautiful picture

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Arbeitseheleben

Der Arbeitsgatte und ich sitzen bei einer Fortbildung. Schreiben derweil aber gemeinsam an Nachrichten. Denn es ist langweilig.

Ich weise ihn auf etwas reichlich Offensichtliches hin, das er mindestens genauso gut weiß wie ich – und das schon länger als ich. Er sagt: Danke, Mammi. Ich sage: Gerne, mein Schatz. Er boxt mich in den Arm. Ich kraule seinen Bart. Aus Gründen. Er droht mit Stockhieben. Ich schnurre: Heißßß. Er guckt plüschig.

Wir teilen uns die Tasse Kaffee.

Wir tauschen die Laptops, weil an meinem der Rechtsklick nicht funktioniert und ich so nix exportieren kann und weil er an seinem mit der Tastatur nicht klarkommt und lauter Tippfehler fabriziert. Dann ist das auch irgendwie falsch. Am Ende sitzen wir eng aneinandergekuschelt da und unsere Arme sind ganz verknotet, weil wir halt beide an beide Laptops müssen.

In der Pause füttert er mich mit seinem Salat. Ich beende seine Witze.

Am Ende der Fortbildung weist mich eine Kollegin schmallippig darauf hin: Der hat schon eine Freundin, das weist du, nä?

Ja, sage ich. Die is nett.

Dings ehm… erwachsen

Vor einiger Zeit erreichte mich Leserpost (YEAY, Leserpost! 📭). Der junge Mann schrieb (Ich hoffe, er verklagt mich jetzt nicht wegen Datenschutz und Urheberrecht): „Es ist einfach interessant Blogs auf WordPress zu finden von Menschen, die richtig im Leben stehen und sich aber trotzdem immer noch bisschen mit Kleinigkeiten in Sachen Beziehung und Sexualität abmühen.“

Gnihhihihi. Hihi. „Richtig im Leben stehen“. Ich. Haaaach. *Tränenwegwisch* Ich erfreue mich seit Wochen an diesen Worten. In diesem Sinne: Herzlichen Dank dafür.

Die Frau, die wochenlang mit der Anschaffung eines Autos haderte, weil ihr das zu erwachsen war (bin im letzten Monat übrigens mehr als 4000 Kilometer gefahren – und das ausschließlich an den Wochenenden und im Urlaub -, alles Strecken, die ich eh gemacht hätte, nur eben deutlich langwieriger mit der Bahn…), die Frau, die mit eingebildeten Freunden spricht, nicht weiß, was sie werden soll, wenn sie groß ist, ihren Haushalt nicht ordentlich führen kann, die steht also richtig im Leben. Hmhmm.

Aber daran sieht man mal, wie bereichernd der Austausch mit den Lesern so ist: In den vergangenen Wochen habe ich mir immer mal gesagt: Er findet, du stehst richtig im Leben. Eine richtig im Leben stehende Frau macht sowas. Und dann mache ich das.

Irre.

Der Pressespiegel

Wie immer: Liebevoll für euch zusammengestellt.

Man kanns ja nicht oft genug sagen: Ohne Dings kein Bums. Und kein Fisch. Und kein Suff.

Und weil das mit dem Dings und dem Bums viel zu oft vernachlässigt wird (tststs), ist das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren, in den vergangenen Jahren gestiegen. Deswegen wird der Deutschen Sex nun vermessen. „Wie oft hatten Sie in den letzten vier Wochen Sex?“, fragt man mich besser nicht. „Welche sexuellen Wünsche haben Sie?“ Wie viel Zeit habt ihr?

1+ für Komposition:
BLÖD
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich blöd.de ausschließlich aus beruflichen Gründen aufrufe, niemals privat. Und dann die Frage: Versteht der durchschnittliche Blöd-Leser das Wort „Signifikanz“? Und der Autor des Teasers?

Und dann noch das:

Ich hab das wirklich immer falsch gemacht! Die Kollegen versprachen bereits mehrere Flaschen Schampus…

Erinnerungsfetzen

Facebook spült mir irre viel Zeugs zum Día de los muertos in die Timeline. Und ich denke: Aha, it’s that time of the year. Schulterzucken. Auf Twitter finden sich viele Tweets, in denen sich Leute an ihre toten Angehörigen erinnern. Alles sehr zärtlich, sehr berührend. Das ist mir vorher noch nie aufgefallen, dass das in Deutschland so zelebriert wird, mir Heidenkind aus protestantischen Gefilden. Finde ich gar nicht verkehrt.

Und während ich so sinniere, fällt mir ein, dass das in meiner vierten Heimat Chile ein schön-fröhliches Fest ist. Das ich ganz vergessen hatte. Man gedenkt den Toten, bringt ihnen Essen ans Grab, verbringt einen schönen Tag mit noch mehr Essen mit der Familie und teilt schöne Erinnerungen an die Verstorbenen. Und dann wird noch mehr gegessen.

Und plötzlich erinnere ich mich an Valparaíso. Wo ich vor acht Jahren einen lecker Typen aus Québec traf, der grade frisch in diesem schönen, verrückten und manchmal ein bisschen gefährlichen Chile eingetroffen war und alles irre aufregend fand. Und abends unbedingt noch weggehen wollte, während ich abwinkte – auch weil ich morgens ziemlich früh einen Termin hatte. Geschlafen habe ich dann nur mit einem Auge, weil er die ganze Nacht verschwunden blieb. Da habe ich mir so ein bisschen Sorgen gemacht.

Wir sind dann ineinandergerumpelt, als ich im Morgengrauen – reichlich unausgeschlafen – das Haus verließ. Er war mit einer chilenischen Familie auf einen Friedhof gegangen. Um dann all sein Essen mit einem kleinen Jungen zu teilen, dessen Grab niemand besucht hat. Das war sehr süß…

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Valpo-gris

Was kosten eigentlich grad so die Flugtickets? Langsam wirds auch weiter südlich Sommer…

Tiefschürfende Erkenntnisse infolge des Konsums von Schmonzettenfernsehen

Jaja, das mit dieser Liebe, das lässt mich irgendwie nicht los.

Ich frage mich immer noch, wie das kommt, dass ich noch nie jemanden geliebt habe. Stimmt da was nicht mit meinen Hormonen? Mit meinen zwischenmenschlichen Kompetenzen? Lasse ich es einfach nicht zu? Oder sind es halt doch falsche Erwartungen? Von allem etwas?

Nun habe ich zuletzt vermehrt Schmalz konsumiert und weniger schmalziges in meinem Kopf zu Schmalz verarbeitet. War ein bisschen neidisch auf all den Schmalz. Sieht ja von außen betrachtet ganz nett aus, diese „Liebe“.

Jetzt sind im Fernsehen ja immer alle schlau, schön und edel. Das wäre durchaus Material, mit dem ich auch arbeiten könnte. Also so beziehungsmäßig. Das will im richtigen Leben aber erst mal gefunden sein.

Ich bilde mir ein, solchen Leuten sogar schon begegnet zu sein. Und sie sehr toll gefunden zu haben.

Doof nur, dass ich selber nur so mittelschlau und gar nicht schön bin. Und edel meistens auch nicht.

Was will man also erwarten, wenn man seinen eigenen Erwartungen nicht gerecht wird…

Kinnlade -> Fußboden

No. 3 schreibt. Mehr als einem Monat, nachdem er mich saudumm sitzen ließ.

All die Wochen war ich schon ein bisschen neugierig, was er wohl für ne Ausrede präsentieren würde – sollte ich ihn fragen. Ich habe mich understanden, das zu tun!

Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass irgendwann sowas kommt wie: Warum meldest du dich gar nicht?

Oder möglicherweise sogar ein Vorwurf, so nach dem Motto, warum ich denn nie nachgefragt habe, ob alle in Ordnung ist. Ist ihm zuzutrauen.

Aber es kommt nichts von alledem. Es kommt ein schnödes: „Na, wie geht’s?“

Keine Erklärungen, keine Fragen, nichts. Und ich bin ein bisschen fassungslos. Und dann zucke ich mit den Schultern, drücke die Nachricht weg und flausche lieber mein Pony.