Post-Recycling II

Der amaaaaaazing-Teil der Woche war der gleiche wie letzte: Nach dem Kurs noch beim Pferd der Kollegin, das war zwar krank, aber für Therapie taugte es trotzdem. Danach noch ein Bad im See und selbst die 1,5 Stunden Heimweg haben nicht mehr genervt…

🙂

Ach, und der Chef macht tatsächlich Nägel mit Köpfen: Nächste Woche kommt ein Bewerber. Man darf gespannt sein…

Bedienungsanleitung

… für Darf man das?

War am Samstag nach dem Kurs noch mit zwei Leidensgenossinnen beim Pferd der einen.

Und ich, die ich den ganzen Tag müde und schlecht gelaunt auf dem Stuhl gehangen hatte, war plötzlich hellwach, hoch motiviert und freudestrahlend.

Pferdegeruch, grüne Wiesen, Wald, schnatternde Schwalben… herrlich.

Das Pferd hat sich von meiner Laune direkt anstecken lassen, woraufhin es erst recht eine Freude war, mit ihm zu arbeiten.

Und eines der Mädels stellte fest: Wenn ich gewusst hätte, dass man aus diesem „ich hasse die Welt und auf eine Zitrone gebissen hab ich auch“-Gesicht so leicht ein „rosa Herzen und Wolken“-Gesicht  machen kann, hätten wir sie schon vor Wochen hierhergeschleppt.

Erst als wir wieder im Auto saßen, stellte ich fest, wie viel Stress und Anspannung von mir abgefallen waren.

Hinterher waren wir noch pferdestinkig im Restaurant, haben den Kellner in den Wahnsinn getrieben und Tränen gelacht. Schön.

Morgen fahr ich wieder mit ❤

Amaaaaaazing.

Die Entzauberung

… setzt sich fort.

No. 3 fragt mal wieder, ob er nach meinem Feierabend noch vorbeikommen kann.

Ich sage mal wieder, dass er mir dann eventuell beim Schnarchen zugucken muss.

Und er wirft erneut ein, dass wir dann halt nur kuscheln.

Nun gut.

Ich bin noch am Zähneputzen, da liegt er schon splitterfasernackt in meinem Bett.

Und natürlich dauert es nicht lange, bis ich seinen Schwanz im Mund habe.

Er braucht eine Weile, bis er wieder ganz da ist und ich denke, jetzt kann ich endlich schlummern und dann fängt er an zu plappern. Und plappert und plappert. Erzählt mir von seinen jüngsten Erlebnissen und seiner neuen Arbeit. Ist das süß, wie begeistert er davon noch ist. Sein erster richtiger Job. So war ich auch mal. Vor Jahren. Ich wünsch ihm ja, dass es dabei bleibt. Im Gegensatz zu mir hat er schließlich auch was Vernünftiges studiert…

Er lässt sich über Fantasien aus, was er gerne noch mit mir machen will… Ich bin skeptisch.

Wir überlegen laut, was wir uns so für die Zukunft vorstellen. Das liegt weit auseinander. Ich habe meine Vorstellungen auch sehr geändert. Ich spüre seine Überraschung und einen Hauch Enttäuschung. Die gemeinsame Zukunft in seiner Heimat scheint wohl kein Thema mehr so zu sein 😉

Trotzdem fände er es weiterhin wundervoll, wenn ich zum Arbeiten nach Berlin käme.

Bäh, Berlin. Nur, wenns der Megatraumjob is.

Und er stellt schon von selbst ganz ernüchtert fest: Du kommst sowieso nicht nach Berlin.

Und schiebt mir wieder seinen Schwanz in den Mund.

In seinem weggetretenen Zustand danach stellt er den Wecker auf 7:15 Uhr statt 6:15 Uhr. Und springt zwei Minuten nach Abfahrt des Pendler-ICEs fluchend aus meinem Bett. Die nächsten Stunden gibts nur noch Regiobahnen…

Ich glaub, so schnell kommt er nicht wieder auf den Gedanken, herzukommen…

Und mein Bett riecht wieder komisch. Ich muss Wäsche waschen…

Von Aliens entführt

Der Chef sinniert über die Einstellung eines weiteren Mitarbeiters. Da er den Job selbst nich mehr so mache, wie er sich das wünsche.

Dann könne man auch meine Stunden reduzieren…

Vielleicht auch ein Sturz aus großer Höhe…

Well, that escalated quickly

Ich sitze im Büro und muffe.

Der Chef platzt in meinen Missmut und bittet mich zum Gespräch.

Seltene Sache, klar, dass ihm was quer sitzt.

Naaa, wie geeeeht’s?, fragt er, immer diese Kackfangfrage.

Sag einfach, was du sagen willst, muffe ich.

Nee, sag mal, drängelt er.

Ich brummele etwas vom üblichen Sommerlochfrust (laaangweilig) und mit den Arbeitszeiten bin ich immer noch unzufrieden.

Mein Timing war schon immer sensationell.

Er übergeht das gekonnt und mault wegen neulich. Als ich einfach pünktlich Feierabend machte. Als dieses wichtige Ereignis anstand. In SEINER Schicht.

Ich WOLLTE ja eine Schichtübergabe machen. Der Herr war allerdings aushäusig und telefonisch nicht erreichbar.

Habe dann aus lauter Nettigkeit die 6 Cent investiert und ihm noch mal ne SMS geschickt. Dass das da ansteht, wie bereits seit Wochen bekannt. Meldungen habe ich auch vorbereitet. Und den Kollegen informiert.

Und bin gegangen. Pünktlich. Weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich da noch circa ne Stunde gesessen hätte. Dafür brenne  ich nicht mehr genug für den Job.

Der Chef zählt selbst x Male auf, bei denen ich unaufgefordert länger blieb. Bei denen im Übrigen überraschend was anstand. Nicht etwa etwas seit Wochen Bekanntes. Einfach, weil ich so nett bin.

Aber dieses eine Mal ging ich einfach. Weil ich dem Chef eins auswischen wollte, weil ich frustriert bin. Unterstellt er mir.

Woanders müsse man auch dauernd Überstunden machen. Sagt er der Frau mit den knapp 100 Überstunden auf dem Zettel.

Ich bin kurz vor der Kernschmelze.

Weise ihn auf x Male hin, bei denen er mir bei vorher bekannten Ereignissen nach meinem Feierabend sagte, er könne nich, und ob ich eventuell länger bleiben könnte. Habe noch nie nein gesagt. Weise ihn darauf hin, dass er uns x Mal gesagt hat, dass er nicht von uns erwartet, dass wir nach Feierabend erreichbar sind. Und dass das verdammt noch mal nicht überraschend kam.

Aber schön, dass ich jetzt als das faule, unmotivierte, egoistische Arsch dastehe.

Wir starren.

Wer zuerst die Kündigung ausspricht…

 

Machtwort

Der Busch bleibt!

Habe mir eindeutig zum letzten Mal die Muschi entpelzt.

Das nervt. Meine Haut findet das nicht witzig. Mir fällt Besseres für die Zeit ein, die ich mit dem Mist verbringe.

Mir kann auch niemand erzählen, dass er gereizte Haut und eingewachsene Haare sexy findet. Das sieht einfach scheiße aus. Nach meinem Dafürhalten ist ein schöner schwarzer Busch eh viel weiblicher.

Wer’s nicht mag, muss ja nicht hingucken. Wer sich beschwert, darf gerne mal meinen Epilierer ausleihen.

So.