Verfrühter Abschiedsschmerz

Ich werde nostalgisch.

Seit ich für mich die Entscheidung getroffen habe, dass ich die Zelte hier abbrechen werde, wenn mein Arbeitsvertrag ausläuft, habe ich Abschiedsschmerz. Und das, obwohl ich es hier gar nicht so toll finde. Die Entscheidung noch nicht offiziell verkündet ist. Noch sieben Monate bleiben. (Wenn man bedenkt, dass ich mich in den sechs Jahren bevor ich herkam maximal sechs Monate am Stück am selben Ort aufgehalten habe, ist das eine Ewigkeit.)
Eigentlich war mir von Anfang an klar, dass ich hier nicht bleiben möchte. Dass das nur eine Übergangslösung ist. Ich habe mir dennoch immer die Möglichkeit offen gelassen, doch zu bleiben.Nach den beschissenen letzten Wochen steht mein Entschluss jedoch fest. Und damit die Nostalgie.

Das wird toll, wenn ich im nächsten Jahr im Arbeitsamt sitze und mich frage, warum ich so dusseldoof war, das Übernahmeangebot meines Chefs auszuschlagen….

6 Kommentare zu “Verfrühter Abschiedsschmerz

  1. Ich hab’s ja sozusagen gerade hinter mir … egal wie jetzt … aber in einer Sache kann ich Dich schon jetzt beruhigen: Die „Agentur für Arbeit“ (AfA) („Arbeitsamt“ gibt es nicht mehr) wird Dich nicht (!) nach dem Übernahmeangebot fragen, sondern wissen wollen, wie Deine Bewerbungsmappe aussieht und welche Kompetenzen Du hast und ob es für Dich OK ist, dass Du mindestens 5 Bewerbungen pro Woche schreiben musst, damit Du die Bezugsansprüche nicht verlierst …
    Und noch was Grundsätzliches: Job ist Lebenszeit!

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      • Das wusste ich nicht. Dann bist Du also, wie ich, „vom Fach“ bei der AgA.
        Tief durchatmen dann (falls Du bis dahin nix Neues hast, ich meine, Du kannst ja jetzt schon loslegen) und immer schön an Hölderlin denken: „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“.

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        • Naja, ich hatte nur kurz das Vergnügen. Nachdem man dort sehr hartnäckig insisterte: Sie haben Schwachsinn studiert, also müssen Sie auch als Schwachsinnige arbeiten! hatte ich ein großen Haufen Glück und fand etwas, das zwar Blödsinn ist, mir im Gegensatz zu Schwachsinn aber Spaß macht. 😉
          Ich hoffe auf ein neues Quäntchen Glück, damit ich auch in Zukunft Blödsinn machen kann. Auch wenn ich weiß, dass Blödsinnige nicht gerade verzweifelt gesucht werden…

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          • Ich sag nur eins: Laß Dich mal beraten / coachen / rückmelden was Dein Ding ist. Wie weit bist du bereit dich im Job zu prostituieren? Inwieweit bist Du käuflich? Was geht gar nicht?
            Ich kenn Dich jetzt seit ein paar sehr wenigen Wochen über Dein Blog und die Rückschlüsse, die ich daraus ziehe bewegen sich auf sehr sandigem Grund. Aber, wenn ich jetzt einen Eindruck von Dir schildern sollte in Hinischt Job, dann: Du hast Energie, bist aufgeschlossen, überzeugt von Dir, kannst, auch heftige, Kritik vertragen, willst aber selber gestalten können, d.h. brauchst gewisse Freiräume (Beamtenlaufbahn wäre ne Idee für ein lebenslange Devot-Projekt), komplizierte Arbeiten haben einen Reiz für Dich, Du denkst auch gerne mal um die Ecke und stellst dich neuen Dingen, von denen Du nicht weißt, wie man damit umgehen muss / kann / soll.
            Mein Tipp: Arbeite das mit Leuten aus, denen Du vertraust – und ein paar Fragen stellen sich danach einfach nicht mehr.

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            • Ein sehr passendes Bild, das du da von mir gezeichnet hast… Nur bin ich nicht überzeugt von mir. Und ich denke, da liegt ein großer Teil des Problems. Eigentlich weiß ich, was ich will und das letzte Jahr hat mich darin bestätigt, Blödsinn ist super.
              Mir fehlt nur der Arsch in der Hose, um mich da wirklich reinzustürzen…

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