Boar Schnipsel!

Die liebe Schnipsel hat mir ELF schwierige Fragen gestellt, über die ich mir ganz schön das Hirn ausquetschen musste… Ich bin im Urlaub! Manno…
Aber gut, wenn man mich was fragt, antworte ich in der Regel auch und ich fühle mich ja auch gebauchkitzelt, wenn man was von mir wissen will 😉

Allora:

1. Was kannst du deiner Meinung nach besser als die meisten deiner Freunde?
Also, ich glaube, mein nicht existierendes Selbstbewusstsein ist schon ab und an mal durchgeschimmert…. Also, ich kann schon mal gar nix. Das dann aber tatsächlich besser als meine supertollen Freunde ^^
Hm, also, wenn ich mich ganz doll anstrenge: Im Kreise meiner Freunde bin ich wohl die beste Entertainerin. Ich kann noch die blödeste Sache so darstellen, dass alle drüber lachen müssen.
Und ich habe am meisten Selbstdisziplin (oder auch getriebene Selbstgeißelung). Daher arbeite ich Dinge, die einfach gemacht werden müssen, meistens schneller und besser ab als alle anderen.

2. Welche zwei Komplimente bekommst du am häufigsten zu hören?
Komplimente? Ich? Hallo, ich habe einen Sack über dem Kopf! Sollte tatsächlich jemand mal ein Kompliment auf mich loslassen, kommt es nicht an. Meine Ohren sind positiven Äußerungen gegenüber taub, sag was Negatives und es kommt an und wird sich lebenslang gemerkt.
Hmm, also mal überlegen. Meine Sex-Performance wird oft gelobt, vor allem meine Blowjobs, zählt das? 😉
No. 2 betont mehrfach am Tag, wie wunderschön er mich findet, aber da er mit dieser Meinung ganz offensichtlich alleine dasteht, habe ich ihm einen Sehfehler bescheinigt und ignoriere ihn.
Ansonsten nehme ich den Neid, mit dem viele sehen, dass mir vieles zufällt und geistige Anstrengungen für mich eher die Ausnahme sind, gern als Kompliment. Ühü. Ich bin ja oft nicht zufrieden mit den Ergebnissen der Gen-Lotterie, über den überdurchschnittlichen IQ beschwere ich mich aber sicher nicht…
Boar, ich eingebildete Kuh… (und jetzt schon drei Sachen genannt, was bin ich selbstverliebt).

3. Auf welchen Luxus könntest du am ehesten verzichten?
Ich leiste mir generell selten Luxus. Ist derzeit nicht so drin. Mein Luxus ist, morgens lange im Bett zu liegen und ein Käffchen zu schlürfen. Auf den könnte ich notfalls verzichten. Bald erreiche ich dann den Zustand der Askese.

4. Welche Drogen würdest du konsumieren, wenn sie keine Nebenwirkungen hätten?
Hm, ich habe wenig Erfahrung mit Drogen. In meinem Umfeld wird geraucht, getrunken und maximal gekifft. Wir sind ja alle so brav. Hat mich auch alles nicht so angesprochen, habe ich nie mitgemacht. Ich habe so eine geringe Toleranz, dass ich nach einem Glas Bier hinüber bin.
In meiner Jugend fand ich Ecstasy irgendwie spannend, was man darüber so las halt (war damals voll hip). Das fände ich schon mal interessant…

5. In welchem Punkt belügst du dich selbst?
Wird schon! (Ach echt? Wann, wie und wo?)

6. Was hast du von deinem Vater in Bezug auf Männer gelernt?
… Mein Vater ist ein eher untypisches Exemplar. Vielleicht am ehesten: Nicht von Papa auf andere schließen. Und: Offenheit beim Sex zahlt sich aus und macht Spaß (Gott, waren mir diese Tischgespräche damals peinlich, aber irgendwie habe ich wohl doch davon profitiert. Langfristig zahlen sich peinliche Hippie-Eltern wohl aus.)

7. Was haben deine Eltern falsch gemacht?
Ich kann meinen Eltern beim besten Willen nix vorwerfen. Ihre Erziehung war geprägt von der Abwesenheit von Erziehung. Bei meinem Bruder ging das gewaltig in die Hose, ich habe davon maximal profitiert. Die einzigen Dinge, die reglementiert waren, waren Süßigkeiten und Fernsehen. Damals hielt ich das für eine schreiende Ungerechtigkeit und holte den vermeintlichen Mangel bei einer Freundin nach, heute bin ich mit diesen Regelungen ganz einverstanden. Würde ich auch so machen.
Ansonsten spielte meinen Eltern in die Hände, dass ich in einer Landidylle mit allerlei Getier aufwuchs. Da gab’s erstens nicht so viele Möglichkeiten, über die Stränge zu schlagen und zweitens waren am Ende des Tages irgendwie keine Zeit und Energie mehr dafür übrig. Und meine unendliche Tierliebe hinderte mich daran, andere Prioritäten zu setzen und wie mein Bruder in den Moloch der Stadt zu flüchten.
Für ihre psychischen Probleme, die mich doch sehr negativ geprägt haben, können meine Eltern wenig. Fällt mir schwer, ihnen das vozuwerfen. Man hätte natürlich früher was machen können, aber dafür muss man sie auch erkennnen…

8. Welche Art Mann/Frau steht typischerweise auf dich?
Sollte der seltene Fall eintreten, merke ich es meist nicht. Das erfahre ich dann durch Hörensagen, wenn’s irgendwie schon zu spät ist. Und dann komme ich nicht mehr dahinter, was das für ein seltsames Wesen war.
Wenn ich mir meine Nummern so anschaue… 3 von 7 sind Latinos, obwohl ich nach No. 1 schwor, mir nie wieder so einen anzulachen. Allerdings entspricht keiner der drei dem gängigen Klischee und außer, dass sie aus Hispanoamerika kommen, haben sie auch nicht viel gemeinsam. 5 von 7 sind so Intello-Typen, das ist aber mehr meine Auswahl… Sonst weiß ich nicht, was ich mit denen reden soll. No. 6 hat mich zu Tode gelangweilt und eigentlich habe ich keine Ahnung, was ich immer mit No. 2 rede… Sie sind echt alle ziemlich unterschiedlich.
Also, ich sage mal: Ich ziehe keine bestimmten Typen an.

9. Woran glaubst du, obwohl du es nicht beweisen kannst?
Sowas wie Karma: Sei gut, tu Gutes, dann erfährst du auch Gutes. Warum auch immer ich an diesem Glauben festhalte. Man könnte es auch als Naivität oder verblödeten Idealismus bezeichnen. Oder Trotz, wer weiß. (MANNO, es sollen aber alle nett zueinander sein. Doofe Idioten!)

10. Was ändert sich, wenn du stirbst?
Gar nicht mal so viel, glaube ich. Ein paar Leute (die sich an zwei Händen abzählen lassen) würden mich wohl vermissen, mein Chef müsste sich ein neues Arbeitstier suchen, keiner würde meinen Pferden mehr den Bauch kraulen. Und das war’s eigentlich. Mein Fußabdruck ist winzig…

11. Was stirbt, wenn du dich änderst?
Kommt drauf an: Ist es eine bewusste oder unbewusste Veränderung?
Könnte sein, dass meine Pläne und die damit verbundenen Veränderungen, wenn sie denn eintreten, der „Beziehung“ zu No. 2 den Todesstoß verpassen.
Und wenn ich ganz hart an mir arbeite und vielleicht sogar Hilfe in Anspruch nehme (LACH) und alles super läuft, könnten vielleicht auch die Dysmorphophobie und ihre Freunde verrecken.

Genau die richtigen Fragen für so eine wie mich… Schon irgendwie fiese, hinterhältige Absicht, Schnipsel, hmm?!?

Neue Fragen und Nominierungen werden bei Gelegenheit und Eingebung nachgeholt. Jetzt schalte ich erstmal wieder in Urlaubsmodus….

5 Kommentare zu “Boar Schnipsel!

  1. 😀

    Ich mag deine Antworten. 🙂 Und ich weiß, die Fragen sind schwer. Ich habe sie auch alle schon mal beantwortet, da muss man doch recht stark überlegen und reflektieren. Jetzt darfst du dir deinen wohlverdienten Urlaub weiter gönnen. 🙂

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    • Meine Mama war in unserem spießigen Dorf damals wegen ihres Laissez-faire als mega Rabenmutter verschrien… Wenn ich mir die anderen Kinder von damals heute so angucke, kann sie sich mal ganz ordentlich auf die Schulter klopfen. Da bin ich doch wirklich gut geraten 😉 Und mein Bruder hat auch irgendwann die Kurve gekriegt…

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