Harter Arbeit Lohn

Die Erwachsenen (zu denen ich mich ja nun ganz offiziell nicht mehr zählen muss), arbeiten am Haus, mir drückt man unterdessen die Kinder auf. Immerhin alt genug, um schon was mit ihnen anzufangen.

Ich beordere die armen Stadtpflanzen zum Pferdestriegeln ab, als Lohn gibt’s zwei Stunden Reitunterricht; ja, es ist normal, wenn jeder Muskel schmerzt, weitermachen!

Die Kleine und der Große drehen ihre Runden im Sattel, ich setze mich auf den Zaun und denke noch, hui, keine besonders stabile Angelegenheit, da setzt sich die Große dazu und es rummst. Im Augenwinkel sehe ich, wie ihr Kopf einem Haufen Pflastersteine gefährlich nahe kommt. Noch bevor ich mit dem Gesicht in den Sand klatschen kann, werden Mutti-auf-Zeit-Superkräfte wach und ich befreie meine Beine aus dem Lattensalat und springe ihr bei. Ihr Kopf hat die Steine knapp verfehlt, am Ende nur ein verknackster Fuß und ein freundlicher Gruß vom Steißbein. Ein Blick auf den Rest der Bande, kein Pferd durchgegangen, kein Kind im Sand. Erst dann merke ich, dass mir das Blut durch die Jeans sickert.

Alle Kinder von den Pferden gesammelt, die Große bandagiert, mich gepflastert, die Zaunlatten wieder angeschraubt. Den Großen von den Katzen weggezerrt und mit seinem Antiallergikum gefüttert.

Sack Flöhe!

Harte Stallarbeit macht hungrig, ich lade die Gören auf den Pick-up – auf dass ihnen Wind und Erntestaub um die Nase wehe – und rumple zum Supermarkt. Wir kaufen jede Menge Schweinkram und EINE Flasche schlumpfblaues, bierartiges Getränk mit geringem Alkoholgehalt für die Große (in Deutschland dürftest du schon…).

Ich erteile dem Großen die Oberaufsicht über das riesige BBQ-Dings-Monster (als Fleischverweigerer habe ich ja keine Ahnung) und spiele mit der Kleinen und den Hunden Fangen – wer hätte gedacht, dass ich so viel humpelrennen kann…

Dann müssen wir testen, wie viele Arschbomben es braucht, um den (wirklich schweinekalten) Pool leerzukriegen. (Mehr als wir machen wollen…)

Nach dem Essen noch kurz über alberne You-Tube-Videos gelästert und dann meine drei neuen Fans – müde von Bier, Pillen und Gerenne – auf die Gästebetten verteilt.

Mit dem Rest vom Schlumpfbier werfe ich mich aufs Sofa, um meine Wunden zu lecken. Der Wochenendpapa setzt sich mit richtigem Bier dazu und erkundigt sich, wie’s so war (Tranquiiiille! *hüstel*). Plötzlich sitzt der wirklich gut riechende, ausgesprochen attraktive Wochenendpapa ziemlich dicht bei mir, bedankt sich freundlich für’s Aufpassen und rutscht noch ein bisschen dichter. Drei Kinder machen ja nicht wirklich sexy, aber er ist wirklich nett und sieht gut aus und… ach, einfach genießen…

🙂 hmmm, schnurrr….

Ein Kommentar zu “Harter Arbeit Lohn

  1. Pingback: Sweet 17 | Leben mit nem Sack überm Kopf

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