Wann bin ich bloß falsch abgebogen?

Es ist alles still und heimlich verschwunden.

Sozialleben
Erfolg
Spaß
Motivation
Ziele

Etwa in der der Reihenfolge.

Mein Lebenstraum – zebröselt und im Wind verteilt.

Ich mache nur noch Dienst nach Vorschrift. Und danach reicht meine Energie grad noch für ein paar Serien.

Die einzigen Gespräche von Angesicht zu Angesicht, die ich noch führe, sind die zehn Minuten Schichtübergabe jeden Tag. Und auch das wird bald der Vergangenheit angehören, wenn das Goldkind vom Chef ins Home Office geht. Etwas, was ich seit einem Jahr immer wieder anrege. Für mich. Damit ich diese Stadt endlich verlassen kann.

Der kleinste Scheiß bringt mich zum Heulen.

Und wann immer ich mich aufrappel, um etwas zu ändern, passiert… nichts.

Ich fühl mich wie in einer Gummizelle…

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17 Kommentare zu “Wann bin ich bloß falsch abgebogen?

  1. Nimm dir mal eine Auszeit und werd dir darüber klar, was du genau willst. Formuliere (realistische und konkrete!) Ziele in allen Bereichen, wo du etwas ändern möchtest, und schreibe sie auf. Und dann denkst du darüber nach, was du brauchst, um diese Ziele zu erreichen. Und daaaaaaann.. Attacke!

    Das Schwerste ist tatsächlich, sich darüber klar zu werden, was man will, welche konkreten Ziele man erreichen will. Nicht selten sind wir nämlich relativ ziellos, treten deshalb auf der Stelle und werden unzufrieden.

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    • Das Problem ist, dass ich weiß, wo ich hinwill, ich nur feststelle musste, dass ich dort nicht hinKOMME.
      Ich habe alles ausprobiert, was ich dachte, dass ich könnte und stellte fest: I don’t have it in me.
      Meine Optionen sehe ich derzeit bei: Kassiererin bei Aldi. Klofrau.
      Sowas.

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      • Wenn du merkst, dass du da nicht hinkommst, weil du zuvor stecken bleibst, musst du dieses Steckenbleiben ändern. DAS ist das nächste konkrete und notwendige Ziel, um dorthin zu kommen, wo du eigentlich hinwillst. Schritt für Schritt für Schritt. Mit viel Geduld.

        Und wenn du es so meinst, dass du da nicht hinkommst, weil dir gewisse Fähigkeiten fehlen, die genetisch oder persönlichkeitsbedingt sind, bleibt nur die Möglichkeit, deine Route zu ändern. Wer nicht singen kann, wird in der Regel kein Sänger, aber er ist vielleicht ein begnadeter Klavierspieler?

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            • auf die Gefahr hin, jetz nervig zu sein 😉
              wie gesagt: Ich hab schon alles ausprobiert, was ich dachte, was ich könnte…. Meine vermeintlichen Stärken sind aufgebraucht.
              Ein Versager auf der ganzen Linie :/

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              • Auf die Gefahr hin, jetzt anmaßend zu sein 😉

                Was du brauchst, ist keine Eigenüberlegung, sondern eine Fremdspiegelung deiner Fähigkeiten. Dafür gibt es Persönlichkeits-/Potenzialworkshops. Sind ziemlich bereichernd, öffnen nämlich in vielerlei Hinsicht die Augen.

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      • Du fokussierst hier sehr stark auf das Berufliche. Wie steht es denn mit Zielen in Richtung Spaß, Motivation und Sozialleben? Denn die können, überspitzt gesagt, auch Klofrauen haben – und umsetzen.

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        • Naja, Spaß und Motivation fehlen mir gerade auch besonders bei der Arbeit. Das Problem ist, dass mich die Arbeit derzeit sehr runterzieht. Und da ich im Prinzip eine 110%-Stelle habe, macht das doch einen großen Teil meines Lebens aus.
          Und ich kenne mich: Egal, was für einen Job ich anfange, irgendwann finde ich das Haar in der Suppe und/oder fange an, mich zu langweilen. Und/oder ich habe viel zu hohe Ansprüche an mich selbst und fühle mich total inkompetent. Das nervt. Und zieht mich tierisch runter.
          Aber ja, auch abgesehen davon, auch mein Privatleben ist tierisch den Bach runtergegangen und es bildet sich eine gewaltige Abwärtsspirale. Dazu kommt, dass ich feststellen musste, dass ich offensichtlich auf die falschen Leute gesetzt habe, das hilft mir auch nicht grad auf die Füße.
          Wenn schon alles scheiße is, dann richtig.

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          • Ja, da ergibt sich gerade eine Spirale, das sehe ich ein. Ich würde jetzt auch lügen, wenn ich sagen würde, dass das alles schon wieder vorbei geht, dass du nur lang und viel genug versuchen musst, usw. usf. Dafür kenne ich das selber gut genug.

            Aber wie wäre es denn, wenn du trotzdem für jeden deiner Punkte versuchst, kleine Strategien, kleine Änderungen in Angriff zu nehmen. Und die 110% ein wenig runter zu schrauben. Das mag manchmal schwer aussehen, geht aber eigentlich immer. Es ist, gerade beim Arbeitspensum, oft eine Frage der Einstellung. Schaff dir Freiräume!

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  2. Hab‘ auch kein (Patent)Rezept auf Lager. Aber manchmal muss man einen großen Schritt tun, als viele kleine hintereinander. Will heißen: Manchmal muss man einfach auch hinschmeißen, weil man merkt, das funktioniert so nicht. Das heißt zwar auch mit Unsicherheit leben, aber das heißt auch, wieder ‚ich‘ sein.

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