Von Tropfen und Fässern

Wow, diese Woche endete in einem Debakel. Ziemlich unamaaaaaazing.

Die Nummer vom Chef… Der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Nach monatelangem Desinteresse nun also der Arschlochmove.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, was ich eigentlich noch hier mache. Ich frage mich, wie man mich überhaupt noch erträgt: Ständig motze ich über die Arbeit.

Die Arbeitszeiten und der Wunsch nach Reduzierung auf ein „normales“ Maß, der beim Chef auf taube Ohren stößt. Wenigstens mehr Urlaubstage? Nein. Wie wärs denn stattdessen mit einem angemessenen Gehalt? Auch nicht. Kriegen wir wenigstens einen Verzicht auf arbeitsrechlich nicht so okee Dienstplanakrobatik hin? Nur so teilweise.

Und ob ich nun Einsatz bringe oder nicht: egal. Ich erwarte ja nicht, dass man mir permanent erzählt: „Das hast du aber fein gemacht“. Aber wenn es egal ist, ob ich mich voll reinhänge, Dienst nach Vorschrift mache oder sogar grobe Fehler fabriziere, weil einfach null Rückmeldung kommt – eben auch keine negative – und den Dienst nach Vorschrift mitunter auch ein dressierter Affe machen könnte, dann nagt das schon gewaltig an der Motivation. Und das nicht nur bei mir. Die Stimmung bei uns ist mies, alle sind frustriert. Dass der einzig vernünftige Kollege genau deswegen jetzt seinen Hut genommen hat, machts nicht besser.

Der Volontär gab den Todesstoß. Der Typ ist einfach unerträglich. Alle hassen ihn, aber es stört ihn nicht. Er hält sich für ultra-wichtig und allen überlegen. Und Frauen erst recht. Ich habe schon mehrfach mit dem Chef über das total inakzeptable Verhalten dieses Idioten gesprochen. „Jaaa, stimmt, aber er kann was. Das zählt.“ Ja, er kann was. Habe ICH ihm beigebracht. Und er ist faul. Ist egal. Aber Hauptsache, ICH krieg den Anschiss, wenn ich einmal pünktlich nach Hause gehe.

Ach, und ich verlange ja keine plüschige Kuschelecke und nen Kickertisch und nen Pool oder so, aber einmal die Woche könnte ne Putzfrau übers Klo gehen, oder? Ach, zu teuer, können wir auch selber machen? Hmhm. Genau.

Und für den Job bin ich in eine Stadt gezogen, die mich überhaupt nicht reizt. In der ich auch nach mehreren Jahren nichts lebenswertes gefunden habe.

Ich habe echt Schiss vor der Arbeitslosigkeit. Aber ich glaube, es ist Zeit für einen Schnitt. Im Grunde lasse ich mir schon viel zu lange viel zu viel gefallen.

+++

In other News und weils hier um den amaaaaaazing Scheiß der Woche gehen sollte: Ich habe auch mit etwas Spaßigem begonnen.

Meine Oma (nicht die mit dem Leibeigenen, die andere) hat ich vor einiger Zeit dazu bequatscht nächstes Jahr mit ihr nach Norwegen zu kommen, einmal will sie noch, aber alleine traut sie sich nicht. Das wird anstrengend, aber is ja schlimm, wenn man zu einer Reise eingeladen wird 😉

Ich war vor ein paar Jahren schon mal mit ihr in Norwegen und schon da hat mich gestört, dass ich allerhand verstanden hab, aber über mehr als ein bisschen Geradebreche nicht herauskam. Deswegen gönnte ich mir nun einen Norwegisch-Kurs. Kann ja so schwer nicht sein, ist ja praktisch wie Plattdüütsch mit Schweizer Aussprache, sprach sie und kämpfte schon in Lektion zwei mit der Grammatik.

Ich habe Spaß 🙂

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4 Kommentare zu “Von Tropfen und Fässern

  1. O. k., du willst weg, du musst weg.

    Den Wechsel in die Arbeitslosigkeit halte ich gleichwohl für nicht zielführend. Löse dich von dem Gedanken, dass du von deinem Job, deinen Chef und deinen Kollegen weg möchtest und suche dir ein Ziel; beispielsweise: ich möchte in ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter Honorierung durch das Bereitstellen eines Kickers zeigt. Und dann suche dir genau dieses Unternehmen.

    • Mein Ziel ist im MOment: Wohnen in einer Stadt, in der ich mich wohlfühlen kann, damit wenigstens die Zeit nach Feierabend stimmt. Wenn das bedeutet, dass ich erst mal irgendwo hinterm Tresen stehe, dann ist das so.

  2. Pingback: Stopptaste | Begrabt mich mit dem Gesicht nach unten

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