Lass uns Freunde bleiben, bittebitte

Es war ja abzusehen, dass meine windelweiche Ansage an No. 3 nicht so unendlich lange vorhalten würde. Es hat genau zwei Tage gedauert, bis er fragte, ob ich denn immer noch nicht mit ihm reden wolle. Ganz normal, ohne den Ficken-Anteil. Ich habe ihn ne knappe Woche lang ignoriert, bis ich dem Rat von Herrn Zimmermann folgend (wenn es von einem Mann kommt, ist es vielleicht verständlicher als mein Frauengebrabbel?) schrieb: Sorry nee, ich habe weder Lust noch Platz in meinem Leben für Leute, mit denen ich den Kontakt nur noch als negativ empfunden habe. Und sorry, aber mit dir fühle ich mich nicht mehr wohl.

Und ja, ich konnt mir nicht verkneifen noch nachzubitchen: Du hast ja auch selbst schon festgestellt, dass es sich nicht mehr lohnt.

Ich dachte eigentlich, dass er direkt zurückzickt. Wie das so seine Art ist. Und dann irgendwann angekrochen kommt.

Stattdessen kam er gleich angekrochen. Er möchte doch einfach nur, dass wir Freunde sind. Bittebitte. „Ich verlange gar nichts von dir“ und „Ich verspreche, dass ich dich nicht unter Druck setzen werde“.

Er hat Redebedarf. Hat seinen Job gekündigt. (Hab ich ja geahnt, dass seine Begeisterung nicht lange halten würde, aber dass das so schnell geht…) Da sieht man mal, dass 550 Facebook-Freunde auch nichts heißen. Und redet der eigentlich nicht mit seiner Freundin?

Egal. Notmyfuckingproblem.

Wobei ja doch was in mir nagt. Er war auch mal ein guter Freund, als ich ihn brauchte.

Aber dann nicht mehr so.

Notmyfuckingproblem!

11 Kommentare zu “Lass uns Freunde bleiben, bittebitte

  1. Bei solchen „war mal ein guter Freund“-Dilemma macht es manchmal Sinn, eine simple Strichliste aufzumachen:

    war für mich da / hat mein Leben verkompliziert

    Die höhere Anzahl gewinnt. Und nein, ich sage nicht, dass ich das besonders gut kann 😉 .

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  2. … und wieder einmal geht das Bundeszimmermannium für Kommunikation der Frage nach, wieviel Prozent der geleisteten Kommunikationsarbeit überhaupt vom Gegenüber tatsächlich auch verstanden wird – mit durchaus erschreckenden Ergebnissen. Warum zum Zark (die Frage drängt sich wirklich auf) will das Männlein mit einer befreundet sein, die ihm klipp und klar mitgeteilt hat, dass sie sich mit ihm weder wohlfühlt noch positive Gefühle für ihn hegt? Aus Eigeninteresse? (Motto: vielleicht wirds mal wieder was mit uns, wenn nur bloß der Kontakt nicht abreisst …)

    Dann böte sich doch durchaus an, das eigene Eigeninteresse über das der No 3 zu stellen: nein heißt nein. Was bitte gibt es daran noch misszuverstehen?🙄

    Gib mir mal seine Nummer, dann teile ich ihm gelegentlich mal mit, du seiest gestorben.

    … zumindest mal für ihn. 😇

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  3. Ha püüüüh… Der Knabe wär mir ja schon zu anstrengend durch das, was ich nur hier lese.😁
    Ich glaube, die „guter Freund“- Nummer ist nun eh durch, oder? Egal, was mal war, es würde doch nicht mehr so werden. Schade (vielleicht?) aber jemand, der sich darauf beruft, wenn Du ihm deutlich schreibst, dass Dir der Kontakt nicht guttut, hat es meiner Meinung nach nicht länger verdient an Deinem Leben teilzuhaben. Und such gar kein ehrliches Interesse daran… 😑

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