Tag zu verschenken

Es gibt so Tage…

Dass mein dummes Dienst-Ei-Fon den Geist aufgegeben hat, hat mich alles andere als betrübt. Jedes tote Ei-Fon ist ein gutes Ei-Fon. Dass dann aber der IT-Mensch mit einem neuem ankam und von den Konfigurationsproblemen berichtete, dann mich wegen der Passwörter brauchte und dann erst recht so rein gar nichts klappte, DAS killte die Laune.

Zwei Stunden meiner Dienstzeit habe ich auf den Dreck verschwendet, viel geflucht und am Ende die Hälfte gelassen, weils eh nicht klappte. Hey, wofür brauch ich auf dem Diensttelefon das Firmen-Telefonverzeichnis, vor dem nächsten Wochenenddienst lern ich einfach alle Nummern auswendig.

Harrr, grummel.

Und dann ist da die Barbie.

Dass irgendwann eine Frau eingestellt würde und mir meine Machorunde zerkloppen würde, das war ja nur eine Frage der Zeit. Die neue Volontärin ist aber… speziell. Blondiert, geglosst, gesilikont, unbekannt aus dem Trash-TV kichert sie sich durch die Redaktion und kommentiert alles – wirklich geistreich.

Einige wenige Kollegen rollen mit den Augen, der Rest schart sich um sie und erklärt ihr auch zum 100sten Mal das Redaktionssystem. Und sie himmelt. Und den Jungs beult sich in der Buxe, was im Kopf aussetzt. Und mein Hirn schmilzt, während ich mir diese Gespräche anhören muss…

Vor allem der Nerd-Kollege sonnt sich im Strahlen von Gloss und Glitzer und wird direkt superzickig, als ich ihn auf eine stilistische Unfeinheit in einem seiner Text hinweise. Es gab mal Zeiten, da konnten wir da wie Erwachsene drüber diskutieren und am Ende lachen. Aber jetzt muss ich wohl ooooh und aaaaah sagen, sobald er etwas äußert, wenn ich noch zivilisiert behandelt werden möchte.

Aber so erledigen sich die Dinge doppelt. Das ist sehr unsexy. Und ich bin sehr froh, dass ich nur noch einen Tag bis zum Urlaub überstehen muss.

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19 Kommentare zu “Tag zu verschenken

  1. In die Opferrolle eh nicht. Ich bin ganz das laute, muffelige, ironische Ich, das ich immer bin. Dass mir grad alle auf den Sack gehen, vor allem Barbie, hat noch keiner gemerkt. Und ich hoffe, während ich im Urlaub bin, kriegen sich alle wieder ein.
    Wenn man direkt und normal als Frau ohne Beule in der Hose spricht, kann man sie sogar ertragen. Sie ist nicht die hellste Kerze am Leuchter und arg gekünstelt, aber eigentlich ne ganz toughe, die Willens ist, was zu lernen. Kann man mit arbeiten. Das Problem sind wirklich eher die Typen… Wenn die auf einmal nich mehr denken können und mit meinem Ton nicht mehr klar kommen, dann ist das nicht mein Problem.

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  2. Naja, mal sehen, wie lange die Volontärin denn bleibt.
    Darüber hinaus: Viele Menschen sind sapiosexuell, die interessanten zumindest. Da spielt so jemand keine Rolle.

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