Und der Tag ist noch lange nicht vorbei…

Wieder mal 1000 Stunden mit der Bahn unterwegs, allerdings ganz planmäßig, die Bahn braucht halt einfach irre lange. Die Muddi ruft mich an, sie muss ins Krankenhaus, hoffen wir mal, dass der Bus ins Heimatdorf tatsächlich fährt, der Vaddi kann nicht Taxi spielen, der ist unterwegs.

Nun gut.

In den Bus ins Heimatdorf gestiegen, während der Ferien muss man allerdings im Kaff vor den Toren der Stadt umsteigen.

Früher als das noch nen Kaiser gab als ich noch zur Schule ging, stand da genau ein Bus, in den man umsteigen konnte. Heute auch. Bin ich also eingestiegen. Dass der nicht abbog, wo er damals abzubiegen pflegte, machte mich erst mal nicht stutzig, da die Straße derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt ist.

Als er dann in die völlig falsche Richtung abbog, dachte ich: Äääh, falsch? Aber gut viele Wege führen nach Rom.

Er bewegte sich dann in Richtung des 2. Dorfes vor der Stadt und dann in Richtung des 3. Dorfes vor der Stadt und ich dachte: Komische Route, aber die grobe Richtung stimmt. Wenn er jetzt rechts abbiegt… Tat er. 4. Dorf, nochmal rechts? Links. Orks, scheiße. Und natürlich keine Haltestelle weit und breit. 6 Kilometer lang. Und zack sind wir wieder im 2. Dorf vor der Stadt.

Schluss mit Rundfahrt, ich steige aus, zurück in die Stadt fahre ich sicher nicht. Ich telefoniere rum. Natürlich sind alle bei der Arbeit.

Also mit dem guten alten Daumen zurück ins 4. Dorf. Anderen Bus genommen. 3 Euro für 4 Haltestellen, günstig dieses Landleben. Dorf 5, Dorf 6, Ende der Fahrt. Immer noch 4 Kilometer bis nach Hause. Kind der Bekannten ist zu Hause, immerhin kann ich endlich strullen.

Dann kommt doch der Vaddi to the rescue, er ist mittlerweile auf dem Rückweg. Erzählt mir so nebenbei, er sei beim Notar gewesen, er habe sich ein Haus gekauft, weil mit der Muddi, das geht halt so gar nicht mehr.

Hätte ich ihm auch schon vor 25 Jahren sagen können. Scheiße ist es trotzdem.

Und die Muddi ist immer noch inne Klinik…

21 Kommentare zu “Und der Tag ist noch lange nicht vorbei…

  1. Äh … entweder ist dein Vater furztrocken oder der Meister der Sensibilität. Und einen passenden Tag hat er sich, in Bezug auf Muddi, auch ausgesucht.

    Nee, mit sowas rechnet keiner, wenn er morgens aufsteht. Da war die Irrfahrt mit dem ÖPNV ja fast noch das Highlight des Tages.

    Ich drücke Muddi die Daumen, dass sie schnell wieder gesund wird, Vaddi, dass er vielleicht irgendwo doch noch ein wenig Einfühlungsvermögen zusammenkratzt und vor allem dir, dass dich das alles nicht so mitnehmen wird.

    Nee, Vaddi … *kopf schüttel*

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