Vom Vermissen

Ich bin Tausende Kilometer gefahren in den vergangenen Wochen (warum wollte ich noch gleich kein Auto?). Tausende Kilometer Zeit, meine Haare zu dem guten alten Indie-Punk aus den 2000ern zu schütteln. Und an die gute alte Zeit mit No. 3 zu denken, die irgendwie untrennbar mit derlei Musik verbunden ist.

Und ich muss gestehen, dass ich ihn vermisse. Aber nur die No. 3 von damals. Nicht die Arschkrampe von heute.

Ich würde gern Zeit mit der alten No. 3 verbringen. Wild und leidenschaftlich und verzweifelt vögeln.

Aber mir ist klar, dass die alte No. 3 unwiederbringlich verloren ist. Nur noch in der Erinnerung existiert. Dass ich das, was ich vermisse, nicht bekomme, wenn ich die Arschkrampe von heute treffe.

Er jault derweil mein Handy voll. Weil ich mich nicht melde. Wenn ich keinen Kontakt mehr wolle, solle ich ihm das sagen. Stimmt, ich will keinen Kontakt mehr. Aber ich muss mich noch ein wenig an der alten No. 3 festhalten, bis ich soweit bin, der neuen No. 3 sagen zu können, dass sie endgültig aus meinem Leben geflogen ist.

20 Kommentare zu “Vom Vermissen

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