Unberauschend

Ich bin ja nicht so für Alkohol. Aus diesen und jenen Gründen und auch, weil sich mir dieser Hype um den „Rausch“ nicht erschließt. Die Wirkung von Alkohol auf mich: Mein Hirn wird papsig, jeder Gedanke kostet irre viel Mühe, finde ich anstrengend. Mir ist nicht richtig schwindelig, aber angenehm ist das nicht. Und ich werde UN-FASS-BAR müde.

Ich kann das noch und nöcher erklären: Man glaubt mir nicht und versucht mich immer wieder vom Spaß mit Alkohol zu überzeugen.

Der Nerd wollte nun wissen: Wenn sie schon nüchtern den ganzen Tag so anzügliches Zeug spricht, wie isses denn, wenn sie Promille hat? und lud mich zum Weinchen. Mit wer weiß was für Plänen darüber hinaus.

Ich bin ja mehr für Bier, aber der Rosé ist gar nicht mal so schlecht, ein bisschen prickelnd, ein bisschen zu süß, zack, zwei Gläser weg, Watte im Kopf. „So, nu bin ich betrunken“, verkünde ich nach etwa einer Stunde gemeinsamen Abendessens. Glaubt er mir nicht. Ich habe ja noch nichts Versautes gesagt. Und der Satz war schließlich auch am Stück formuliert.

Was er nicht weiß: Das war das letzte geistige Aufbäumen. Weitere Äußerungen möchte ich nicht tätigen, so sehr kriege ich meine Gedanken nicht zusammengerissen.

Ich räume noch kurz – hoppla – den Couchtisch ab, dann sinke ich aufs Sofa, verkünde noch – den Sonntagsdienst im Hinterkopf: Weck mich um halb acht, und zack ist halb acht.

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5 Kommentare zu “Unberauschend

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