Olfaktorisches Gedächtnis

Es ist Januar und verschwitzt vom… ehem… „Sport“ sitze ich am Küchentisch und will Kaffee mahlen. Ich schütte die südamerikanischen Bohnen in die Mühle und mein Nase steht ganz oben auf der Abschussliste.

In meinem Kopf ist es Juli, einer dieser heißen, schweren Sommertage, an denen die Luft und das Licht schon das Gewitter ankündigen. Ich sitze verschwitzt im offenen Fenster, draußen riesige Bäume mit dschungelhaften dunklen, saftig-grünen Blättern und unten das Innenstadttreiben. Drinnen ist auch alles dunkel, die Holzdielen, seine Bilder an der Wand, die Bettwäsche, seine Bücherwand, das Modell auf dem Regal, die Kaffeebohnen im Glas auf der Truhe, mit denen ich ihn bewerfe, weil ich ich bin. Erst eine nach der anderen und irgendwann kippe ich das ganze Glas über ihm aus, wir gackern und er küsst mich plötzlich wild. Er rieft nach Kaffee und nach Kippen und nach Schweiß und so nach IHM. Ich wehre mich ungefähr 30 Sekunden und dann bin ich verloren.

Damals, da war ich noch so unschuldig…

Wenn man nicht mal mehr Kaffee machen kann, ohne an No. 3 zu denken.

OARRR!!!!

11 Kommentare zu “Olfaktorisches Gedächtnis

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