Wir unterbrechen das Programm für einen Servicehinweis

Ich will mich hier nicht aufspielen, aber ja, auch Journalisten sind systemrelevant. Irgendjemand muss ja die Infos unters Volk streuen. Sie so aufbereiten, dass sie auch Leute verstehen, die sich nicht 24/7 mit dem Thema befassen. Daten zugänglich machen. Und so.

Und auch und gerade während einer Krise muss irgendjemand weiter den Mächtigen und denjenigen, die sich dafür halten, auf die Finger schauen.

Aber: Tut euch den Gefallen und schaltet in den kommenden Wochen einfach die Knallpresse stumm. Ihr wisst schon. Die üblichen Verdächtigen. Und alles, was aus der Feder meiner Chefs gerülpst kommt.

Danke für die Aufmerksamkeit.

9 Kommentare zu “Wir unterbrechen das Programm für einen Servicehinweis

      • Ich werde nicht angemessen bezahlt, bekomme aber auch kein Dankeschön. Weil alle die Versorgung mit Nachrichten als komplett selbstverständlich erachten.
        Dafür werden wir regelmäßig heftiger beschimpft als Verkäufer*innen in einem Supermarkt ohne Klopapier. Nur wenigstens nicht persönlich, sondern feige auf Facebook.

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        • Habe ich sicherlich noch nicht erwähnt: Ich finde Journalismus auf jeden Fall systemrelevant! Vor allem den Versuch, die Leute darüber irgendwie zur Vernunft zu bringen. Und es gibt da sicherlich sehr brauchbare Aktionen.

          Außerdem finde ich Unterhaltung unglaublich systemrelevant!!! Ich finde es wichtig, dass viele Sender, trotz fehlendem Publikum, weiter machen, denn der Mensch braucht auch mal einen anderen Input, als nur Corona, sonst drehen die nachher alle am Rad.

          Also meinen Beistand hast du!

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  1. An so etwas ähnliches musste ich denken, als ich die „Kommentare“ unter Heribert Prantls Kommentar gelesen habe.
    So viel Haß bei einem Kommentar, welcher besagte – aus meiner Sicht vollkommen zurecht – was der neue Kaiser da mache, sei ziemlich nahe an den Grenzen der Verfassung.
    Man mag anderer Meinung sein, aber es ist wichtig, eine öffentliche Gegenposition zu haben, die den Namen auch verdient.

    Die Law and Order Idioten, welche sich schon unter blauweiß gegen die Preußen marschieren sehen, haben mal wieder Kommentare von sich gegeben, das mir hören und sehen verging.
    Irgendwie wünsche ich mir die Zeit zurück, in der es die SZ nur auf Papier gab.
    Da konnte sich diese „Zeitung“ in Dicke und Umfang eines Buches einfach nicht jeder leisten und diese sozialen Medien, in der jeder meint, seine Ahnungslosigkeit als Meinung kundtun zu müssen … lassen wir das.
    Ich bin zwar dagegen, aber was ich da so lese, lässt mich an die Klarnamenpflicht in Social Media denken.

    Auf jeden Fall „Danke“ von einem nicht-Systemrelevanten.
    Dieses Wort scheint synonym zu sein mit „braucht man zwar unbedingt, bezahlen wir aber erst recht schlecht“.

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