Es ist ernst

Einen nach dem anderen erwischt es. Dieses Erwachsenenleben. Diese Verantwortung. Dieses Hamsterrad.

Mit der Pandemie geht auch diese andere ansteckende Krankheit um sich, die meinen Bekanntenkreis deutlich dezimiert: Schwangerschaft.

Bläh.

Ich habe No. 1a daran verloren. Ich habe die Gattin des Ex-Arbeitsgatten, die – Ironie des Schicksals – in den gelockdownten Wintermonaten mein Knuffelkontakt war, daran verloren.

Und weil er nun also Vater wird, zieht der Ex-Arbeitsgatte nun in ein Reihenhaus in einer noch kleineren Stadt. Hat schon einen Rasenmäher gekauft, wie sich das gehört. Hat sich einen Job in einer spießigen Institution gesucht, bei dem er nicht mehr so irre Schichten arbeiten muss (eine weitere Kündigung, die ich meinem Ex-Arbeitgeber sehr, sehr gönne, muhahaha). Hat sein Auto verkauft!

DAS Auto. SEIN Auto! Die 70000-PS-Schleuder, die man durch die halbe Stadt röhren hörte. DAS AUTO!!!

Es ist das Ende einer Ära. Mein Weltbild ist erschüttert. Bin ich bald die einzig übriggebliebene Geistig-13-Jährige? Bin ich bald die Einzige, die an kindisch-unrealistischen Träumen festhält und sich nicht im Traum von Dingen trennt, die kein Stück vernünftig sind und einfach Spaß machen?

Und dabei mache ich schon viel zu wenig Dinge, die einfach Spaß machen, weil ich selber viel zu fest in diesem Hamsterrad stecke.

Erwachsen sein ist doof. Und es macht noch viel weniger Spaß, wenn alle um einen rum so dolle erwachsen werden.

5 Kommentare zu “Es ist ernst

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