Schäume

Langsam macht die Pandemie auch mir die Birne weich. Ausgerechnet ich sehne mich nach menschlicher Aufmerksamkeit. Die Katze ist flauschig und süß und so, aber ich könnte halt auch ein bisschen – uneigennützige – Zuwendung vertragen.

Neulich Nacht habe ich von einem Mann geträumt. Keine Ahnung, wer das war, nie gesehen. In meinem Traum war er mir aber sehr vertraut. Deutlich älter als ich, enorm attraktiv, definitiv weit außerhalb meiner Liga. Aus einem Grund, den ich vergessen habe, der rational absurd war, mir aber im Traum total logisch erschien, hatte sich der Typ fünf Jahre lang in seinem Hotelzimmer eingeschlossen. Irgendwie haben eine Hotelangestellte und ich ihn da rausgelockt (mit Lakritzkaffeebohnen? Alles absurd!), und wir haben uns umarmt und geküsst – sehr intensiv geküsst, mit Zunge und so, ausgerechnet ich – und es war warm und vertraut und geborgen und definitiv etwas, was ich nie mit einem Mann hatte.

Seit diesem Traum laufe ich rum wie ein Zombie. Mein ganzer Körper schreit nach Umarmungen und meine Seele nach Zuneigung und Geborgenheit und alles in mir – nicht nur die Eidechse – will Wärme.

Ich sag ja: Mir wird die Birne weich!

11 Kommentare zu “Schäume

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