Una copa de vino tinto

Heute hätte J. Geburtstag.

Es stürmt und regnet und ich brauche so sehr das Mittelmeer im Herzen. Nach Barcelona wollten wir eigentlich eine Geburtstag-am-Mittelmeer-Tradition schaffen. 2020 wollten wir nach Griechenland. Aber da kam was dazwischen… Wir haben das Mittelmeer im Herzen, haben wir gesagt. Nächstes Jahr, haben wir gesagt. Und jetzt ist nicht nur immer noch Pandemie, jetzt isse auch noch tot.

Ich sauf trotzdem una copa de vino tinto auf dich, meine Alte. Du bist ja offensichtlich angerudert auf deiner Schlechtwetterwolke! Und nächstes Jahr vielleicht wieder am Mittelmeer. Salud.

Erdnussmomente

Am Ende bin ich doch zu der Beerdigung gefahren. Weil es immer noch unvorstellbar ist, dass J. wirklich tot sein soll. Weil ich gehofft habe, dass es vorstellbarer wird, wenn ich sehe, wie sie beerdigt wird. Und weil man mir gnädigerweise mitteilte, dass die erlaubte Personenzahl erhöht wurde, wir müssen uns nur alle mit nem Stäbchen in der Nase rumfummeln lassen. Wie das so ist in diesen Tagen.

Auch der Dresscode wurde durchgegeben. Dass kein Schwarz gewünscht ist, war klar, wir kennen doch unsere J. Doch nicht nur das: Erbeten werden Pink, Glitzer und Pailletten. Da kann ich beim besten Willen und aller Liebe nicht mit dienen. Mein Schrank bietet in erster Linie: fröhliches Schwarz.

Also stehe ich vor der Kapelle in fröhlich schwarzer Jeans und wegen der allen Liebe in weißen Turnschuhen – denn sie hat jahrelang versucht mich von Turnschuhen zu überzeugen und triumphiert als ich mir fürs Segeln welche anschaffte (und nur fürs Segeln!) – und in dem Pinkähnlichsten, das ich meinem Schrank entlocken konnte – auch wenns keiner sieht: dem rosa Tanga. J. hat nie verstanden, warum ich Tangas nicht mag. „Auch nicht im Sommer?!“ Nee, grad nicht im Sommer! Es gibt elegantere Gesten als sich den zwackenden Krustenkratzer, wie die Québécois sagen (nutzlose Vokabeln, die ich auch dann nicht vergessen werde, wenn ich schon meinen Namen nicht mehr weiß), aus der Arschritze zu klauben.

Ich bin in strahlendem Sonnenschein losgefahren, doch kurz vor dem Ziel kommt J. auf ihrer Schlechtwetterwolke angerudert und macht maximales Drama. Wie üblich. Erdnuss gefällig? Doch als der Typ mit der pinken Krawatte auftaucht, verzieht sie sich.

Der Typ mit der pinken Krawatte ist ein stadtbekannter Politiker einer bundesweit bekannten Partei mit C wie Zukunft und ist gelegentlich durch J.s Bett gerutscht. Aber eigentlich schon vor langer Zeit mit Schimpf und Schande davongejagt worden. Das hatte einfach keine Cukunft. Ich ziehe mir eilig die Maske übers Grinsen und am Prusten hinter mir erkenne ich die andere J., die ich bisher nur vom Telefon kannte.

Es ist eine kurze, pinke, formlose Zeremonie mit deutlich weniger Personen als das Drama erahnen ließ, die andere J. schummelt noch die Urne von Kater Paul mit in die Urne und irgendjemand muss mir mal erklären, wie man das mit dem Rotz unter der Maske machen soll.

Am Ende stehen wir unter einem Baum und man schmeißt pinke Rosenblätter in ein Loch. Der Bestatter hält mir das pinke Körbchen hin aber ich lehne dankend ab: Ich kippe eine Handvoll Erdnüsse auf die Urne. Der Bestatter guckt komisch, die Mädels hinter mir gackern. J., du warst doch eine alte Tratschtante!

Wir stehen unterm Baum und man befindet: perfekter Platz. Da wo am meisten los ist. Hat sie was zu lästern. Kann sie Erdnussmomente haben. Und Erdnüsse werfen.

Der Typ mit der pinken Krawatte geht und die nachtschwarze Wolke rudert an. Die andere J. befindet: Das dauert ihr zu lange. Sie hasst viel Gewese. Und sagt zu ihrer Freundin M. auf mich zeigend: Nehmen wir sie noch mit? Und M. sagt: Sie gehört doch zur Erbmasse. Und ich werde mitgeschleppt auf einen „Latte Matschaaato“ in J.s Ehren, Kekse und Spaghetti mit heilender Sauce.

Wir quatschen, als kennten wir uns ewig, eine winzige Katze adoptiert mich auch und finden, dass die J. schon nen ziemlich guten Geschmack hatte. Auf dem Tisch krabbelt eine widerborstige Ameise, die sich einfach nicht raustragen lassen will und wir sind uns ziemlich sicher, wer da wohl reinkarniert ist…

Die andere J. zeigt mir ein Foto, das ich schon ganz vergessen hatte. J. hat es in Barcelona gemacht. Es sind nur unsere Füße drauf, unsere vom Barcelona-Marathon geschundenen Füße. Die Turnschuhe sind wohl nicht deine, hm?, sagt die andere J. Nee, meine Füße sind die mit den Sandalen, die J. mir mal geschenkt hat. Die Sandalen haben den Barcelona-Marathon nicht überlebt, sie wurden feierlich im Hotel-Mülleimer beerdigt.

Statt der Schuhe brachten wir den Erdnussmoment mit. Auf dem Hinflug wurden – ogottogott – keine Snacks serviert, weil jemand mit schwerer Erdnussallergie an Bord war. Meine Sitznachbarin verlor völlig die Fassung, weil sie nicht verstehen wollte, warum wir auf dem zweieinhalbstündigen Flug alle VERHUNGERN sollen, bloß weil da einer ne Erdnussallergie hat. Ist doch sein Problem, nicht unseres. Als der Flugbegleiter versuchte, ihr klarzumachen, dass es NOCH länger dauert, bis sie was zu futtern kriegt, wenn wir notlanden müssen, weil die Person einen anaphylaktischen Schock erleidet, versuchte sie, uns auf ihre Seite zu ziehen. Aber wir waren in ein SEHR wichtiges Gespräch vertieft. Als ich an der Gepäckausgabe auf unserer Handgepäck, das wir am Ende doch aufgeben mussten, wartend, total gestresst von der hysterischen Verhungernden ungeduldig zu knurren begann, meinte J. staubtrocken: Krisst wohl grad nen Erdnussmoment, wa?

Wir sind die Königinnen der Erdnussmomente. Ihre Wolke ist ein einziger Erdnussmoment.

Nee, ich finde es immer noch unvorstellbar, dass J. einfach nicht mehr da sein soll.

The other shoe II

Ja, Wohnung ist gemütlich und endlich wieder auf dem Dorf und so. Kollegen wirken ganz nett und ich bilde mir ein, bei der ein oder anderen Sache schon den Dreh raus zu haben. Krieg den neuen Job wohl hin. Und auch wenn er grad pausiert, der Frühling kommt und mein Garten blümt vor sich hin.

Und dann kommen da fröhliche Nachrichten aus dem Hospiz. Ich möchte keine fröhlichen Nachrichten aus dem Hospiz. Ich möchte aber auch keine unfröhlichen Nachrichten aus dem Hospiz. Ich möchte einfach Nachrichten von meiner Freundin. Ohne Hospiz. Aber das Leben ist ja ein Ponyhof mit ewigem Scheißegeschaufle.

Ausmisten

Ich halte mich ja nicht gerade für angenehme Gesellschaft. Ich bin laut, ich-bezogen, rechthaberisch, ordinär, halte mich für furchtbar witzig und rede auch noch ununterbrochen. Nein, ich habe keinen Ausknopf.

Ich halte mich auch nicht für ne gute Freundin. Aus den oben genannten Gründen und weil ich mich nicht gerne um Freundschaften kümmere. Da lieber ein Abend allein, als mich rausgequält, wenn ich keine Lust habe. Und ich habe nie Lust. Vorm Telefonieren hab ich Angst. Warum auch immer. Ich hasse es. Ich verhungere lieber, als zum Telefon zu greifen. Entweder man schreibt mir oder man hört nie wieder von mir.

Ich wäre auch erst recht keine gute Partnerin. Ich bin launisch, manipulativ, unehrlich, ganz schnell aggressiv und sprunghafter als ein junges Kaninchen. Ich bin ein Arschloch.

Ich bin immer ganz schön überrascht, wenn jemand trotzdem Zeit mit mir verbringen will – obwohl ich die Leute mitunter explizit vorwarne: Achtung, Arschloch! Ich nehme das dann verwundert hin, ich habe oft sogar Spaß, ich würde sogar behaupten, ich genieße es gelegentlich. Ich frage praktisch nie, ob man das wiederholen könnte, weil ich Leuten meine (unangenehme) Gesellschaft nicht aufdrängen mag.

Eine natürliche Folge ist, dass viele Kontakte schnell wieder einschlafen. Is halt so, wenn man sich nicht kümmert. Einige wenige Menschen bleiben. Die mit dem etwas speziellen Geschmack. Und dann sind da einige, die sind einen Moment da und verschwinden dann. Leute, die mich in der Ansicht bestätigen, dass ich keine gute Gesellschaft bin.

Und dann sind da so Leute, die sind da und saugen mir Energie aus und dann sind sie nicht da, um dann zurückzukehren und mir wie die Schmeißfliegen Energie auszusaugen und der einzige Grund, warum ihnen das möglich ist, ist dass sie irgendwas an sich haben, was mich anzieht. Weil es ihnen manchmal sogar gelingt, mein Herz zu berühren. Oft genug bringt mich das in seelische Nöte, weil ich ihre Unstetigkeit für eine Folge meiner Arschlochigkeit halte. Und dann find ich mich ganz schön scheiße.

Es fällt mir wahnsinnig schwer, solche Leute einfach auszumisten. Weil es mir ausgerechnet bei ihnen irre wichtig ist, dass sie mich mögen. Wahrscheinlich, weil es nicht selbstverständlich ist, dass sie es tun. Und weil es so unwahrscheinlich ist, dass sie es tun. Wie kann man mich schon mögen.

Manchmal muss man sie einfach ausmisten.

Fremdkörper

Ich fahre durch 6 Bundesländer auf 7 Autobahnen vorbei an den letzten Paartausend Jahren deutscher Geschichte, zusammengefasst auf braunen Schildern. Ich lande in einem engen Tal mit einem verlassenen Dorf.

An einer steilen, schmalen Straße steht ein Haus voll rosa. Kitsch. Geraffel. Eine scheußliche Puppensammlung. Selbst das WC ist in einem Rosaton gehalten. Ob der Mann, der das alles finanziert und aufgebaut hat, bei der Innengestaltung ein Wörtchen mitzureden hatte?

Kein Staubkorn liegt herum, alles steht an seinem Platz. Selbst am Garagenfenster hängen frisch gesteifte Gardinen. Besser nirgends zu heftig atmen.

Es ist das Elternhaus meiner Freundin J. Die mir – obwohl wir uns so selten sehen und viel zu wenig reden – wichtig genug ist, um viele Hundert Kilometer zu fahren, wenn sie zum Geburtstag in ihrer alten Heimat lädt.

Auch ihre neuen Freunde aus der großen Stadt am Rhein sind gekommen, sie feiern wild und J. ist aufgedreht und betrunken, wie ich sie in all den Jahren nie gesehen habe. Sie ist wie ausgewechselt, alles nur wegen diesem Stecher…

Ich bin ein bisschen neidisch auf diese Clique, die so offensichtlich so viel gemeinsam erlebt hat und trotz der mittlerweile erfolgten Ankunft im Erwachsenenleben sehr viel 12 bewahrt hat.

Es ist eine milde Nacht, wir sind in einem alten Steinbruch, das Lagerfeuer lodert, sein Licht wird von den steilen Steinwänden zurückgeworfen, über uns leuchtet die Milchstraße am sonst so schwarzen Neumondhimmel.

Ich könnte ewig hier liegen und den Geschichten von J.s alten Freunden aus der Schulzeit hören, Geschichten von einer Kindheit in dem engen Tal, in dem alle Türen offen standen und alle Kinder durch alle Häuser tollten. Ich höre Spitznamen, wie sie sonst nur in Kinderbüchern vorkommen und bei denen ich immer gedacht habe, dass solche Namen im richtigen Leben nicht verteilt werden. Blacky, das Böhnchen, der Dodo.

Kurz vor der Dämmerung laufen wir vom Steinbruch zurück ins Tal und ich erzähle von mir. Ich bin so weit weg von allem wie die letzten Sterne, die über uns glitzern.

Ich hab das goldigste Hasi von der Welt!

– Hasi, diese Woche ist bei der Arbeit was ganz Schreckliches passiert.

Ich denke, da muss mindestens jemand gestorben sein.

– Man hat mir die Ische vorgestellt, die an deiner Stelle eingestellt wurde.

Und ich dachte, es wär was Schreckliches passiert.

– Ich wollte die überhaupt gar nicht kennenlernen.

– Ach komm Hasi, sei nicht bockig, vielleicht ist die ja ganz nett.

– Die war mir ja sooooooo unsympathisch.

– Naja, aber die kann ja bestimmt was, sonst hätt sie ja den Job nicht gekriegt.

– Die hat überhaupt nicht geredet!

(Öh, und woher weißt du dann, dass sie unsympathisch ist?)

– Und das bei einer KOMMUNIKATIONSstelle. Voll die Fehlbesetzung, wenn du mich fragst!

Sie hat dann noch eine ganze Weile geschimpft über die arme Frau, die da ja gar nix für kann und diese verfehlte Personalentscheidung.

Ist sie nicht süüüüüß? ❤

Freundschaft ist…

… wenn das Handy mitten in der Nacht klingelt und auf dem Display Hasi steht, das Hasi, von dem ich im letzten Jahr kaum etwas gehört habe, weil es dolle verliebt war (hab ich ihm gegönnt) und dann, weil es krank und depressiv war (sone doofe Scheiße!), und ich trotzdem oder grade deswegen rangehe.

… wenn das Hasi weiß, dass es mitten in der Nacht anrufen kann und ich rangehen werde.

… wenn das Hasi anruft, obwohl es weiß, dass ich erstmal drei Sätze lang unsensibel sarkastisch bin, wenn man mich wach macht.

… wenn das Hasi schon wieder ein bisschen lacht, wenn ich die sarkastische Phase überwunden habe.

… wenn ich am liebsten mitweinen möchte, während das Hasi lang und breit erläutert, wie es dazu kam, dass es jetz wieder Single ist, weil ich es gar nicht ertragen kann, wenn es so traurig ist und weil die beiden einfach zusammengehört haben.

… wenn das Hasi nur ein bisschen empört tut, wenn ich sage, dass ich die Gründe der Ex schon irgendwie nachvollziehen kann und sich dann in Ruhe die Erklärung dazu anhört. Und ein bisschen versteht. (Das is doch Mist, wenn Mädchen mit Mädchen Schluss machen, bei Typen kann man wenigstens sagen: Die sind eh alle scheiße, alle in einen Sack und… naja).

… wenn ich ein Päckchen mit liebevoll ausgesuchter, fair gehandelter, veganer Bioschokolade packe und total übermüdet meine alte Adresse als Absender angebe.

… und das Hasi mich auslacht und sich beschwert, dass nicht die richtige Sorte dabei war.

War ja klar!

Fundstück II

Habe auf dem PC meiner Mutter die „Männercheckliste“, ein uraltes Machwerk von No. 1a und mir, gefunden… Eine (komplett unsortierte) Auflistung von Punkten, die für uns bei einem Mann wichtig waren. Es existiert noch eine spätere Version, in der wir die einzelnen Punkte gewichtet haben und je nach erreichter Punktzahl Einordnungen wie „Nicht-existenter Traumtyp“, „Ganz passabel – zieh ne Nummer“ oder „Geh weg, du stinkst“ geschaffen haben. Keine Ahnung, wo die abgeblieben ist…

Damals waren wir 15 oder 16 und wussten ja sooo Bescheid. Heute muss ich grinsen über unsere wirklich niedliche Naivität (muss ich erwähnen, dass wir zu der Zeit noch komplett unbemannt waren?) Auch interessant, was uns so wichtig war (gut, viele Punkte waren schon damals nicht ganz ernst gemeint). Und worüber wir uns ganz offensichtlich noch keine Gedanken gemacht haben… (Die in Klammern angegebenen Sachen waren jeweils nur einer von uns wichtig…) Heute würde meine Liste wohl ETWAS anders aussehen…

Nach wie vor finde ich allerdings den Gedanken an ein Date, bei dem ich erstmal die Liste (ausgedruckt immerhin drei Seiten lang) vorhole und abhake, großartig 😀

Folgendes sollte ein Kerl also mitbringen:

muskulös, groß (>1,78m), dunkelhaarig/-häutig, Augen: dunkelblau/-braun, hilfsbereit, kein Egoiist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!, kein Machogehabe!!!!!, pickelfrei, nicht albern!!! – oder nur in Grenzen, älter als 20 3/4, nicht älter als 35!, vernunftbegabt, tierlieb, sollte trösten können, guter Zuhörer, Kein Trinker/ Raucher!, keine Drogen!!, reich, sozial, (Kochkünstler, aber kein Berufskoch), süß, (kinderlieb), freundlich, tolerant (toleriert Freundinnen + Hobbys), auf gar keinen Fall eifersüchtig!!!!!!!!!, großzügig, umweltbewusst, keine Klette!!!!, intelligent, eigenständig, ehrlich, treu!!!!, romantisch, lieb!, nicht vergesslich!!, keine Anrufe außerhalb der Werbepause!!, keine Tennissocken im Bett!, kein Fußballfan, kein Fußballgelaber!!!, kein Schleimer!!!!!, kein Draufgänger, sollte gesund leben, anständige Kleidung!, keine Prügeleien, Gentleman!, verantwortungsbewusst, kein Opernsänger!!!, kein Schauspieler!, guter Buchgeschmack, sportlich, sollte dich zum Orgasmus bringen, guter Musikgeschmack, (kein Morgenmuffel), humorvoll!!!!!!!!!!!, sollte Kritik abkönnen!, sollte einem nicht das Wort im Mund umdrehen!, interessant, nicht zu schüchtern, man muss ihm vertrauen können!!!!!!!!!!!!!!!!!!, sollte dich seinen Freunden vorstellen, kulturelles Interesse, wohlriechend, sollte auch mal Gefühle zeigen, sollte auf gar keinen Fall Tobias/ Hauke/ Benjamin heißen!, sollte nicht nur aufs Aussehen achten, (streitschlichtend), fürsorglich, sollte seine Meinung sagen, erfahren, kein Angeber!, gepflegte Frisur (kein Gel), kann sich auch mal schmutzig machen, kein Waschlappen, sollte mit der Waschmaschine umgehen können, ordentlich, fotogen, phantasievoll, sprachbegabt, anregend, kein Sensibelchen, schnelle Reaktionsfähigkeit, gebildet, sollte über seinen Schatten springen können, gepflegt, selbstbewusst (nicht zu sehr), Tischmanieren, sollte nicht auf Tussen stehen, erfolgreich, kein Vollbart/ Dreitagebart!, kein Blindfisch!, kein Politiker!!!!, kein Polizist!, kein Perfektionist!, muss gut in Mathe sein, muss gut erklären können, Weltenbummler, nicht rechthaberisch!!!, (kein Harry-Potter-Fan), sollte nicht in den Ohren/ der Nase popeln, zärtlich, kein FKK-Liebhaber, sollte dich zu nichts drängen, sollte deine Liebe nicht in Frage stellen, Gummiträger, Villa in Südfrankreich, keine Wäscheklammer am Sack, sollte den Müll runtertragen, Hausmann, kein Metrosexueller, kein Affenpelz, kein Hundehalter, kein Fußballer, (keine langen Haare), kein VWL-Student, kein Laschi, keine Labertasche, kein Rechthaber, kein Besitzergreifender, sollte dich auch mal alleine loslassen, guter Masseur, einfühlsam, muss wissen, wann er dich in Ruhe lassen muss, Frauenversteher, aber dennoch ein Mann, muss sich in der Vitrine wohlfülen, sollte die Kreditkarte (die goldene natürlich) herausgeben, wohl dressiert, sollte dich Sonntags mit Frühstück am Bett wecken, Charakter/Persönlichkeit, Stil, kein Aufreisser, starke Nerven!!!, kein Kehlkopfsänger, kein Erklärertyp, kein Physiker, kein Chemiker, DUSCHEN!, Badewannentyp bei Kerzenschein, keine Haare in Nase/Ohren, gepflegte Hände, ordentliche Hose, kein Rapper, sollte nicht dem Familienideal entsprechen, guter Gärtner, kein Reiter (sollte aber trotzdem verstehen können, dass du den ganzen Tag bei den Pferden bist), muss auch mal gemütlich sein, spontan, kein Sofaplattlieger, Theater/ Oper etc. stehen sowieso auf dem Programm, überrascht dich ab und an mit Kurztrip nach Paris, eigener Jet + Pilotensschein, Abenteurer, Muss Ironie abkönnen, Schwarzbrotliebhaber, zeichnogen, guter Blick für Unterwäsche, kein Bayer, kein Sachse, kein Ossidialekt, keiner, der sich Pornobilder auf den Rechner oder sonstwohin lädt, kein Playboy, kein Leider!!!!, anständiger Freundeskreis, mind. so verrückt wie wir, ausgeglichen, kein Sonnenstudiotyp, kein Beachvolleyballer, einfallsreich, kein Spürhund, kein Perverser, sollte nicht davon ausgehen, dass du die perfekte Hausfrau bist, kein Spießer, starke Schulter, keine Angst vor Spinnen, kein Turnbeutelvergesser, kein Paragraphenfresser, kein Spanner, handwerklich begabt, kein Heiratstyp, kein Soapie, keine Tratschtante, muss seine Hemden selber bügeln, kein Golfer

To some of my friends

Meine Lieben!

Ich hab euch wirklich lieb. Sonst wärt ihr nicht meine Freunde.

ABER:

Könntet ihr bitte eure Ärsche in eure Hosen packen?

Entscheidungen treffen?

Schlussstriche ziehen?

Pflaster abreißen?

Mit der Faust auf den Tisch hauen?

Immer dieses Rumgeeiere und Rumgejammere. Das scheint ansteckend zu sein…

Aber ja, ich höre zu, ich tätschle Schultern, ich rate, ich mahne, ich warne.

Fragt aber bitte nicht nach mir. Ich geh woanders eiern und jammern…