Anti-Panik-Dancing in Underwear

Ich hatte drei Tage frei. Drei Tage habe ich mein Arbeitspostfach nicht geöffnet. Keine Ahnung, ob der große Häuptling auf mein „Bitte, darf ich bis nach der zweiten Impfung zu Hause bleiben“-Gesuch geantwortet hat. Heute Nachmittag bin ich wieder im Dienst. Muss das Postfach öffnen. Habe Panik. Panik, wieder ins Büro zu müssen.

Ihr kennt das… Aggressives Frusttanzen und so…

Ab ins Bett

Entweder ich oder die Katze sind so fett geworden, dass das Metallkreuz, das den Lattenrost meines Bettes hält, gebrochen ist. Ich weiß ja nicht, welche von uns beiden hier immer raufspringt…

Vielleicht ist auch einfach der vierte Umzug Schuld.

Das Bett wählte ich einst nach dem Kriterium „geeignet für heißen Fesselsex“ aus. Ratet wie oft es heißen Fesselsex in diesem Bett gab… *

Ich beschließe, das nächste Bett nach dem Kriterium „ungeeignet für heißen Fesselsex“ auszuwählen. Vielleicht habe ich dann eine Chance auf überhaupt mal Sex. Vielleicht ein Hochbett… Ich habe niedrige Decken, Sex wäre praktisch unmöglich. Und die Katze würde es lieben.

Solange wie ich mich nicht entscheiden kann, kann ich ja jetzt endlich hemmungslos und nackig auf dem Bett rumhüpfen, bis es endgültig den Geist aufgibt. Cheers!

* Einmal.

Si no me acuerdo no pasó.

Mit meinen verrückten Hermanas im heißesten Club von Temuco. Wenn in Temuco irgendwas heiß ist – außer uns. Moviendo la cadera und so.

Wir fallen auf wie die bunten Hunde, ich als Weiße und die beiden superblondierten Cs.

Wir sind nur da, um uns den Strandsand aus Puerto Saavedra wieder abzuschütteln. Das können wir auch ganz gut ohne männliche Hilfe. Dass uns geifernde Machos dabei zugucken, wie wir miteinander tanzen: Geschenkt.

Ein Typ in einem höchst geschmackvollen 90er-Jahre-Streifen-T-Shirt zieht mich besonders ausgiebig mit Blicken aus. Eigentlich warte ich nur darauf, dass er endlich mal seine Cojones zusammensammelt und mich anbaggert. Damit ich ihn eiskalt abduschen kann.

Eine der Cs schleppt mich aufs Klo und zieht mich am gestreiften T-Shirt vorbei. Der Typ macht ein Pfeifgeräusch und greift mir ins Haar.

Irgendwie ist dann halt meine Faust in seinem Gesicht gelandet. Leg dich eben nicht mit einem Dorfkind an!

Mir war eh mal nach frischer Luft… Und morgens um 4 kann man auch mal nach Hause gehen…

Adoleszenz reloaded 2

Ich habe mir ganz retro eine CD gekauft. Das erste Mal seit Jahren.
Ich schmeiße sie ein, drehe auf volle Lautstärke. Zapple rum und singe schief. Lese ein bisschen im Booklet. Lasse die Musik laufen und widme mich wieder den ernsthafteren Dingen des Lebens (ich steh ja richtig drin, nech). Lerne Vokabeln. Und habe die Stimme meiner Mutter im Ohr: Wenn du so laut Musik hörst, kannst du dich doch gar nicht konzentrieren!

Woohoool. Und sogar die Haare schütteln dabei!

Das Fest der Sentimentalität

Erst schreibt mir No. 3: ICH VERMISSE DICH! (Blieb er auf der Feststelltaste kleben?)

Immerhin gab er nach meinem „Sorry, muss grad mein verkorkstes Leben in den Griff kriegen und habe grad keine Kapazitäten für die Auseinandersetzung mit (ehemaligen) Nummern“ Ruhe.

Dann fische ich eine Postkarte von No. 5 aus dem Briefkasten meiner Eltern (dieser Stalker!), auf der der Typ, der mir unterstellte, in ihn verliebt und daher eifersüchtig auf seine Umtriebe zu sein, und der sich einbildete, er habe mich nachhaltig verletzt, mir ein frohes Fest und nachträglich alles Gute zum Geburtstag wünschte.

Fehlt eigentlich nur noch die obligatorische Nachricht von No. 1.

Seufz.

Ich brauche mal ne neue Nummer, an der ich üben kann, Typen so nachhaltig abzuservieren, dass sie nie mehr angehechelt kommen.