Jahresendzeitstimmung?

Offensichtlich müssen alle noch schnell was zum Ficken kriegen, bevor das Jahr zu Ende geht. Ich nehme mich da nicht aus.

Dieser eine Typ, der ständig in meinem Kopf umhergeistert, kuschelt mit einer Tussi rum. Ich will ja gar nichts mit ihm anfangen, das wäre ja eine dumme Idee. Aber mein dummes Ego will, dass er mich will (sehr faires Arrangement, finde ich…). Und so kriege ich eine höchst erwachsene Eifersuchtskrise und verbreite schlechte Laune.

Der Nerd turtelt wie üblich mit der Volontärin rum, schließlich machen sie gemeinsam nen Abflug. Den dritten Tag in Folge, wie der Redaktionsleiter feixend feststellt. Vielleicht hat sich die Sache für mich jetzt endlich wirklich erledigt.

Schließlich sind der Arbeitsgatte und ich allein in der Redaktion. Wir kaspern rum, er hellt meine Stimmung deutlich auf. Ich himmle ihn ein bisschen an, fordere ihn auf, sich nackich zu machen (was er ignoriert) und biete ihm – wenn auch sehr durch die Blume – die Aussicht auf Blow-Jobs. Entweder hat er es nicht verstanden, oder es sehr galant ignoriert. Es gibt ja auch Männer, die ihren Frauen treu bleiben…

Derweil schreibt mir No. 8. Unerwartet, aber nicht ganz überraschend. Es geht auf Januar. Männer sind so sentimental. Er lädt mich ein für’s nächste Wochenende, ins Hotel und so… Abgeneigt bin ich wahrlich nicht, endlich mal wieder hemmungslos vögeln… Aber da bin ich dann schon in Chile. Er schlägt ein Treffen nach dem Urlaub vor, aber wer weiß. Vielleicht bin ich bis dahin wieder abgekühlt…

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Warum ich wirklich keinen Sex mehr habe (vielleicht)

Mir macht das Gedanken, dass mein Sexleben so brach liegt.

Und dass ich so wenig Lust habe.

Dann trudelt ein unzweideutiges Angebot ein und plötzlich ist es ganz klar:

Es wird immer so von mir erwartet, dass ich mich unterwerfe. Unterwürfig verhalte. Ja und Amen sage. Alles ganz selbstverständlich. Und dann gibt’s am besten noch ein rehäugiges Dankeschön oben drauf.

Nö. Einfach nö.

So bin ich nicht.

Meine Unterwerfung gibt es nicht geschenkt. Das ist nicht selbstverständlich. Und rehäugig gibt’s vielleicht im übernächsten Leben.

Ich gebe Widerworte, ich bin frech, ich lache (aus), ich teste, ich bin widerborstig, ich sage auch mal nö. Ich bin funkeläugig.

Soo leicht bin ich nicht zu haben.

Mach’s dir halt selbst!

Neujahrsfick

… wird es für mich wohl eher nicht geben. Es sei denn, es stellt sich ein Wunder ein.

Es handelt sich aber weiterhin um den häufigsten Suchbegriff, mit dem Suchende auf meiner Seite landen.

Da hatte ich FAST (!) einen Neujahrfick und schon bin ich der Neujahrsfick-Guru.

Also spricht der Guru (die Gura? Guruide?) noch mal für alle zum Mitschreiben: Für einen Neujahrsfick einfach an Neujahr ficken!
Kann mir derweil einer erklären, was es da zu gugeln gibt?

Menschen, die einen Neujahrsfick suchten, suchten auch:

„möchte ich mit dem gesicht nach unten“

Und der Guru spricht: Neujahrsfick geht auch Doggy-Style.

„dildo dieter“

Und der Guru spricht: Beim Dildo Dieter gibt’s bestimmt Zubehör für den Neujahrsfick! Ich freue mich über Erfahrungsberichte!

„beim bücken springt und auf mich und will mit mir bumsen“

Und der Guru spricht: Satzbau, Kinder, Satzbau! Ansonsten: Das Überraschungsmoment ist doch das Prickelnste am Neujahrfick.

„penis in ihr mund“

Und der Guru spricht: Beim Oralsex wird Deklination wahrlich überbewertet! Ein schöner Einstieg (und Abschluss) für den Neujahrsfick.

„nymphomane laterne“

Und der Guru spricht: Über die Neujahrsfickpläne der Laterne bin ich (noch) nicht informiert und wenn: Das verruchte Tampon genießt und schweigt.

„wichsrn für den weltfrieden“

Und der Guru spricht: „wichsrn“ ist was Feines, Weltfrieden auch, sehr guter Start ins neue Jahr. Sollte sich kein/e Partner/in für den Neujahrsfick finden, einfach mal loslegen. Ich meine ja eh, das mehr Sex mehr Frieden schafft.

„ich vögle dir das hirn heraus“

Und der Guru spricht: Auch ja! Gerne auch immer wieder bei einem Neujahrsfick!

In diesem Sinne: Rutscht gut rein!

(SEO für Dumme von Dummen.)

Ich kann nicht kommen…

Meine Vagina ist schon wieder kaputt.

Es ist nicht so, dass ich keine Lust hätte. Im Gegenteil, ich könnt andauernd. Und es ist geil und ich bin immer so kurz davor, zu kommen. Wirklich gleich, jede Sekunde. Und dann ist der Ofen plötzlich aus. Ohne, dass ich gekommen wäre. Ganz egal, ob ich klassischen Sex habe – so mit Penetration halt, ob ich es mir selber mache, oder ob mich jemand leckt – eigentlich ein Orgasmus-Garant.

Aber: Ich kann einfach nicht kommen. Arrrg!

Deswegen heute ganz züchtig…My beautiful picture

Der Pressespiegel

Wie immer: Liebevoll für euch zusammengestellt.

Man kanns ja nicht oft genug sagen: Ohne Dings kein Bums. Und kein Fisch. Und kein Suff.

Und weil das mit dem Dings und dem Bums viel zu oft vernachlässigt wird (tststs), ist das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren, in den vergangenen Jahren gestiegen. Deswegen wird der Deutschen Sex nun vermessen. „Wie oft hatten Sie in den letzten vier Wochen Sex?“, fragt man mich besser nicht. „Welche sexuellen Wünsche haben Sie?“ Wie viel Zeit habt ihr?

1+ für Komposition:
BLÖD
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich blöd.de ausschließlich aus beruflichen Gründen aufrufe, niemals privat. Und dann die Frage: Versteht der durchschnittliche Blöd-Leser das Wort „Signifikanz“? Und der Autor des Teasers?

Und dann noch das:

Ich hab das wirklich immer falsch gemacht! Die Kollegen versprachen bereits mehrere Flaschen Schampus…

Der Pressespiegel

Ausgewähltes aus der Presse:

Bei Staubläusen haben die Weibchen den Penis – mit Widerhaken, damit der Sex länger dauert.

Bei dem bizarren Koitus stößt das Weibchen der in Höhlen lebenden Insekten ein aufblasbares penisartiges Organ mit Widerhaken ins Männchen – so dass der Partner gefangen ist. Anschließend pumpt die rabiate Dame (…) die nächsten zwei bis drei Tage lang Sperma aus ihrem aufgespießten Partner ab. Unklar ist, ob die Erfahrung für die Männchen besonders erfreulich ist.

… lese ich ihn der Redaktion laut vor und der Kollege stellt fest: Und das hast du jetzt zufällig entdeckt, ja? Du machst das Internet an und zack ploppt was mit Penis auf… Alles klar.

War tatsächlich so. Google kennt seine Pappenheimer.

In bis zu elf getrennten Spermakammern kann das Weibchen den Samen mehrerer Partner in recht großen Mengen speichern und später nach Belieben verwenden. Das so abgemolkene Sperma nutzen die Weibchen aber nicht nur für die Befruchtung, berichtet Blanke. Einige Weibchen hätten den Inhalt manch frisch gefüllter Spermienkammer sofort wieder verdaut. »Nahrung ist in der Höhle ein rares Gut und die Weibchen haben hier offensichtlich eine Strategie entwickelt, die Kopulationsprodukte der Männchen als Nahrungsquelle zu nutzen«, so der Zoologe.

Nachvollziehbar.

Und für alle, die das Sperma doch lieber sauber entsorgen, gibt es möglicherweise bald besser flutschende Gummis. Wie der „Fühltest“ genau abgelaufen ist, muss mir aber noch einer erläutern (und warum ich nicht dabei war).

Und dann noch ein ernstes und wichtiges Thema: Wie das Internet die Sexarbeit verändert und dazu dann die Frage: Wenn man ein Prostitutions-Tinder entwickelt und Pia Poppenreiter heißt, dann ist das doch ein Künstlername. Oder?

Geist und Fleisch sind schwach…

Keine Sorge, ihr müsst mich nicht schütteln und ohrfeigen, das erledige ich gerade schon selbst.

Warum?

Weil ich wieder No. 3-rückfällig geworden bin. Er platzte in meinen enormen Probleme- und Geilheitsbuildup und ehe ich’s mich versah, saß ich im Zug nach Berlin, statt meine freien Tage wie geplant wieder an der Ostsee zu verbringen. Ist ja so ähnlich.

MIR-IST-NICHT-ZU-HELFEN.

Der Herr meinte, er sei allein zu Haus, hatte sich aber dummerweise in der Woche vertan. Und ich dachte schon, ich sei ausreichend angekotzt, als ich in Neukölln aus der S-Bahn stieg. Ich hasse Berlin. Warum bin ich noch gleich nicht an die Ostsee gefahren?

Plan B: Wir nehmen uns ein Hotelzimmer. Natürlich auf meine Rechnung, ist ja klar, der Herr hat ja nie Knete und es ist Monatsende. Nächstes Mal lädt er mich ein, hmhmm. Na klar. Nächstes Mal fahr ich an die Ostsee, Mister!

Immerhin: Wir vögeln wie in den ganz alten Zeiten, wild und verzweifelt und sehr, sehr geil. Mit dem einzigen Unterschied, dass er anfangs arg Probleme hat, seine Erektion zu halten, er sei nervös, meint er. „Weil du es bist.“ Hmhmm.

Wir ziehen ein bisschen um die Häuser, wälzen unsere Probleme wie in den guten alten Zeiten, ich REDE und der ein oder andere Knoten platzt.

Ungefähr drei Minuten kuschle ich mich an ihn, ein absolutes Novum und zum Glück ist er dann direkt wieder zu aufgegeilt zum Kuscheln. Nicht, dass das einreißt.

Wir machen wild rum und vögeln wirklich kurz sehr wild und er tut hinterher ganz verzweifelt: „Warum komm ich bei dir immer so schnell? Du machst mich einfach zu geil!“ Hmhmm.

Er springt unter die Dusche, ich widme mich meinem Buch, er kommt aus der Dusche und präsentiert die dünnste aller Ausreden, warum er jetzt gleich kurz nach Hause muss. Er schreibt mir aber gleich, dann trinkt er einen Kaffee und wir vögeln weiter. Sagt er.

Ich linse über den Buchrand, hmhmme und er zieht seiner Wege. Never heard of him again.

Nicht, dass ich ernsthaft damit gerechnet hatte, dass er an dem Abend noch mal wiederkommt… Aber wenigstens eine winzige weitere Ausreden-SMS? Hm? Im Gegensatz zu ihm habe ich noch nie ne Szene gemacht oder irgendwelche Erklärungen oder Versprechungen verlangt. Ich sage zu allem hmhmm und lasse das Kind spielen. Aber diesmal bin ich wirklich sauer.

Und ein bisschen traurig um unser meist recht produktives Probleme-Wälzen. Ich war so kurz davor, den ganzen Schrankinhalt vor ihm auszubreiten (oder zumindest fast den ganzen), noch ein, zwei Mal ficken und raus damit. Da hat er einiges zerschlagen mit der Nummer.

Naja, ist vielleicht besser so.

Und ich bin wirklich froh, wieder in der kuschligen Provinz zu sein. Und dafür habe ich diese wundervollen Herbsttage verplempert. Gnagnagna.