Wen vierteilen?

Der Volontär meint mal wieder, mir Anweisungen geben zu müssen.

Meine Reaktion in etwa: Nö, leck mich.

Der Volontär rennt zum Chef: Mimimipetzpetzpetz.

Chef fällt mir voll in den Rücken.

Kündigung ist getippt. Nun nur noch den Mut sammeln, sie auch abzugeben.

Lieber Hartz IV als hier.

The clash of parallel universes

No. 3 schreibt und fragt mich, ob ich einen B. kenne.

Mein erster Gedanke ist: B.? Nä. Kenne keinen B.

Dann denke ich: Moment, No. 8 hieß doch B.

Ich frage nach und stelle fest: Wir reden tatsächlich von derselben Person.

Wie wahrscheinlich ist das bitte, dass sich zwei Typen, die völlig unterschiedliche Jobs und Interessen haben, die nur verbindet, dass sie mal dieselbe Frau gefickt haben, sich kennen lernen und dabei auch noch feststellen, dass sie mal dieselbe Frau gefickt haben? Ist ja nicht so, dass wir alle drei im gleichen Dorf wohnen.

Langsam vermute ich, dass es eine „Darf man das? hat mich gelutscht – ich komme nicht mehr von ihr los“-Selbsthilfegruppe gibt. Da sitzen sie dann und seufzen gemeinsam.

Und wie realistisch ist bitte folgende Aussage:

Lustig, wir haben dieselbe Frau gefickt, kannst du sie mal fragen, ob sie mich noch mal ficken würde?

So oder so ähnlich muss das allerdings stattgefunden haben, denn No. 3 schrieb, No. 8 frage, ob ich Lust hätte, ihn noch mal zu ficken…

Womit hab ich das verdient?

Arsch inne Büx

No. 2 kommt bei meiner Arbeit reingelatscht (wer hat den eigentlich reingelassen?) und fragt, ob ich ihm grad mal einen blasen könnte.

Ich sag Bescheid, wenn ich aufgehört habe, zu lachen.

Liebe Woche, ich habe leider kein Foto für dich

Amaaaaaazing-Time.

Hm.

Die Woche war so durchschnittlich wie nur irgendwas. Keine besonderen Hochs, keine besonderen Tiefs. Und das trotz Rückkehr aus dem Urlaub. War halt so. Trotz sieben Tagen Schicht am Stück. Is halt so. Trotz wichtigtuerischem Volontär. Gut, DEN WERDE ICH BALD TÖTEN, UMBRINGEN, ABSCHLACHTEN. Ommm. Und ich bin immer viel zu nett zu ihm. Grrrr.

Ich kann mich im Moment nicht so richtig für irgendwas begeistern, weil ich so furchtbar mit mir selbst beschäftigt bin. Ich bin ziemlich unzufrieden mit mir. Weil ich so undiszipliniert bin. Was das Zeitmanagement angeht, was das Essen angeht, was den Sport angeht, was die Jobsuche angeht, alles. Weil ich irgendwie falsche Prioritäten setze, mir darüber bewusst bin und doch nichts ändere.

Weil ich nicht endlich mal klar Schiff mache, was meine Kontakte angeht. Ich gebe mich derzeit mit so vielen Leuten ab, die ich gar nicht in meinem Leben haben will. Weil sie mir nicht gut tun, weil ich von ihnen genervt bin, weil sie von Anfang an ne schlechte Wahl waren. Aber statt denen einfach mal noch n schönes Leben zu wünschen, widme ich ihnen immer noch meine kostbare und nicht gerade üppige Zeit. Weil ich zu nett bin. Aus Gewohnheit. Weil ich denke, irgendwann könnte mir diese Person noch nützlich sein. Aus Gründen. So eine Scheiße. Warum denk ich so?

Auf der anderen Seite sehne ich mich nach neuen Impulsen durch neue Personen. Aber mich mal dazu aufzuraffen, Impulsgeber zu suchen, krieg ich auch nicht hin. Am Ende investier ich da nur wieder Zeit und Energie und nach drei Tagen, drei Wochen oder drei Monaten stellt sich die Person doch als Flachpfeife raus. Und dann hab ich noch sone Nase an der Backe, die ich eigentlich gar nich mehr sehen will, aber – siehe oben.

Eigentlich bin ich die Flachpfeife.

Ich habe gerade ein sehr starkes Bedürfnis nach Veränderung. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich da an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpfe, keiner so richtig die Energie widmen kann, die ich ihr gerne widmen würde und so zu gar nichts komme. Ich habe ein bisschen die Hoffnung, dass ich in irgendeinem Bereich zumindest etwas Kleines ins Rollen bekommen kann und daraus irgendwann und mit Geduld mehr wird. Vielleicht habe ich auch den Veränderungen, die bereits eingetreten sind, nicht genug Wertschätzung zukommen lassen. Oder sie waren am Ende nicht so wichtig wie ich dachte. Wer weiß.

Als allererstes muss ich mit dem Nettsein aufhören.

Einfach endlich rauslassen, was ich wirklich denke. Das wird amaaaaaazing.

Auf Veränderungen!

Besser nicht

Beim Gugeln nach meinem Blog wieder was gelernt:

Oft fesselte man die Leiche zusätzlich mit dem Galgenstrick und drehte sie mit dem Gesicht nach unten, damit die schädigenden Kräfte, die in ihr steckten, ins Innere der Erde abgeleitet wurden.

(Aus dem Wikipedia-Artikel Eselsbegräbnis)

Begrabt mich vielleicht besser doch nicht mit dem Gesicht nach unten. So viel negative Energie im Erdinnern… :S

Mein Stimmungsring hat Depressionen

No. 1a hatte als Jugendliche so einen Stimmungsring. Das Ding ersparte den Gang zum Psychologen, denn schließlich zeigte es an, wie sie sich wirklich fühlte. Das ließ die interessantesten Rückschlüsse zu.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Farbveränderungen tatsächlich mit der Temperatur zu tun haben. Weil sie immer eiskalte Hände hat und ich immer brutzelwarme, habe ich neulich, als ich in einem Billo-Schmuckladen so Billo-Stimmungsringe entdeckte, gleich zwei gekauft, mal gucken, was passiert.

Ihrer wechselt, wie sich das gehört, fröhlich durch das Farbspektrum. Ich meinte, meiner müsste ja eigentlich bei der „Werkseinstellung“ bleiben: Genervt. Schließlich bin ich immer schlecht gelaunt. (Da muss eine Bombenstimmung geherrscht haben in der Fabrik.)

Stattdessen wurde mein Ring, kaum dass ich ihn überstreifte, dunkelschwarz. Und ist es seitdem. Scheißegal wie warm oder kalt meine Hände sind. Und natürlich erst recht scheißegal, wie ich mich fühle.

My beautiful picture

Mein Ring ist traurig. Ich mache mir Sorgen um ihn….

Rolltreppenliebelei

Hinter mir kommt ein Typ mit einer vollen Warenkiste die Rolltreppe hochgewetzt. Ich wuchte meinen Rucksack beiseite, damit er an mir vorbeiwetzen kann.

Ganz entspannt, sagt er und bleibt hinter mir stehen. Wochenende. Entspannen. Liebe machen.

Miteinander?, frage ich grinsend.

Er wird rot und wird vom Ende der Rolltreppe gerettet. Er wetzt davon.

Feigling.