Was lange gärt…

Hab meinen falschen Fuffziger wieder! Nach nur 18 Monaten. (Sollte drei dauern.)

Inklusive der Ölschmiere dran, die überhaupt dafür sorgte, dass die Bullen aufliefen. Kann das Spiel ja wieder von vorne beginnen…

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The simple life

Reingelatscht ins Regionalzentrum im Nachbardorf.

– Moin Darf man das? Wieder im Land?, sacht die Frau Dings vom Empfang.

– Jo. Müsst mich mal anmelden.

– Die Frau F. is grad nich da.

Die Mitarbeiterin, die das Meldewesen macht.

– Da musste zu Frau Z.

Die Mitarbeiterin, die eigentlich das Ordnungsamt macht. Vertretungsweise alles andere.

– Jo.

Frau Z. hat Zeit. Sonst keiner da.

– Wieder in der Dingsstraße?

– Jo.

Stempel druff, fertig.

– Schüs.

Das einfache Leben auf dem Land…

 

Faulpelztag

  • Bewerbung geschrieben
  • ein bisschen Norwegisch geübt
  • E-Mail an Muddi geschrieben
  • Nachrichten gelesen
  • eine Folge Serie geguckt
  • einen Anruf erledigt
  • den Papierkram sortiert, der sich nach dem Datum einiger Rechnungen bereits seit circa zehn Monaten da stapelt
  • zu kündigende Verträge rausgesucht
  • festgestellt, dass mein Arbeitsvertrag verschollen ist
  • Geburtstagsgeschenke für Muddi eingepackt
  • Wäsche gewaschen
  • die Bude durchgesaugt
  • die Bude durchgefeudelt
  • den Kleiderschrank aufgeräumt und ausgemistet
  • gekocht
  • Wäsche aufgehängt
  • Zeug, dass ich die nächsten drei Monate eher nicht brauche, eingepackt
  • eine zoologische Publikation überflogen
  • Zeug in der Drogerie eingekauft
  • ne halbe Stunde mit dem Typen von der Gewerkschaft gequatscht
  • Wein aus der Region mit niedlichem Etikett für Muddis Geburtstag besorgt
  • Zeug aus der Reinigung geholt
  • vergessen, Briefmarken zu kaufen
  • Heilerde ins Gesicht geschmiert
  • Pediküre
  • Heilerde ausm Gesicht gekratzt
  • halbe Stunde Yoga
  • mit Muddi telefoniert
  • das Lehrbuch, das ich als nächstes durchackern will, rausgesucht und demonstrativ auf den Tisch gelegt

Aber Hauptsache, ich krieg nix gebacken…

Rolltreppenliebelei

Hinter mir kommt ein Typ mit einer vollen Warenkiste die Rolltreppe hochgewetzt. Ich wuchte meinen Rucksack beiseite, damit er an mir vorbeiwetzen kann.

Ganz entspannt, sagt er und bleibt hinter mir stehen. Wochenende. Entspannen. Liebe machen.

Miteinander?, frage ich grinsend.

Er wird rot und wird vom Ende der Rolltreppe gerettet. Er wetzt davon.

Feigling.

Ich will nach Hauuuuus

So langsam komme ich mir vor wie ein Kleinkind.

Je länger ich an diesem Pissort versauere, desto mehr will ich nach Haus.

Meine Stippvisite dort war amaaaaaazing: Endlich wieder das eigene Pferd unter den Fingernägeln, er ist doch einfach die größte Schmusebacke unter der Sonne. Schöön.

Dazu unendlich Energie: Erdbeeren ernten, schwimmen gehen, Pferd bespaßen, Fahrrad fahren – alles viel weniger anstrengend, als 8 bis 11 Stunden am Tag im Büro sitzen und Nase bohren.

Wenn man dann in Stadt und Job zurückkehrt, ist alles noch viel deprimierender als vorher. Seufz.

404

In einer Stadt, in der ich nicht leben will, für einen Job, der mir keinen Spaß mehr macht, scheiße bezahlt ist und dämliche Arbeitszeiten mit sich bringt, in einer Wohnung, die mich nervt und in der es schon wieder von der Decke tropft.

Irgendwie kommt mir ein Job an der Supermarktkasse in der Heimat grad attraktiv vor…