Ich habe einen Typ?

Ich dachte ja immer, wenn man einen Typ hat, dann heißt das, dass man immer wieder auf den gleichen Typ Menschen abfährt.

Aber offenbar ist das andersrum: Es ist immer wieder die gleiche Art Typen, die bei mir ankommt.

Immer diese Typen, die ein Schild aus Ironie vor sich hertragen und sich dabei selbst ganz schön witzig finden. Aber am Ende steckt so wenig (oder so viel Unsicherheit?) dahinter, dass sie diese Pose nie ablegen können.

Ich find diese Art von Typen eigentlich eher anstrengend. Ich begegne ihnen mit den gleichen Waffen, aber eigentlich habe ich da gar nicht so viel Lust drauf. Weil ich mich nie auf ein Schild aus Ironie einlassen würden. Daran prallt man nur ab, daran kann man sich nicht anlehnen. Und ich habe schon zu oft erlebt, dass ein kurz locker gelassenes Schild heftig wieder hochgezogen wurde. Und das tut weh.

Vielleicht ist das deshalb mein Typ, weil ich etwas anderes gar nicht an mich heranlassen würde. Denn ohne Schild käme man ja aneinander heran.

Geister, die ich nicht mehr rufe

Ich bin missmutig und einsam und mit der Gesamtsituation unzufrieden, aber immerhin komme ich mal wieder zum Lesen. Und natürlich fällt mir ein Buch in die Hände, dass mich mit seinem ganzen Er-sie-Lateinamerika-Europa-Hassliebe-hin-und-her-Quatsch total an meine Beziehung zu No. 3 erinnert. Ich musste sehr viel lachen, weil der Typ in der Geschichte nicht grad gut wegkommt – sie allerdings auch nicht. Ich hab mich ein bisschen gegruselt, weil es für die beiden nie aufhörte. Droht mir das auch? Und ich hab ganz schön Sehnsucht bekommen, nach dem No. 3, den es schon so lange nicht mehr gibt. Nach dem, was wir einmal hatten.

Mir fehlt jemand wie der Typ, der er einmal war. Mir fehlt jemand, mit dem ich so sein kann, wie ich mit ihm sein konnte. Mir fehlt jemand, dem ich nicht erst lang erklären muss, wer und wie ich bin, weil er es weiß. Weil er schon fast alles gesehen hat.

Als hätte er einen Riecher für mein Grübeln, schreibt er mir. Beziehungsweise schickt mir ein Bild. Kein weiterer Kommentar. Keine Ahnung, was er mir sagen will.

Aber was soll ich sagen. Ist mir wurscht. Er bringt mich jedenfalls nicht zu einer Nachfrage. Er hält ein paar Wochen durch, dann fragt er, ob ich immer noch wohne, wo ich wohne.

Da sollte man meinen, wir hätten das geklärt. Unsere Geschichte ist vorbei. Der Typ, der er mal war, begraben. Er bringt mich gar nicht mehr in Versuchung, egal, wie er es versucht. Das was wir hatten, ist für immer verloren. Und so sehr es mir fehlt: Ich weiß, dass ich es nicht wiederhaben kann.

Dummherzchen

Dies ist ein älterer Archivbeitrag, den ich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht veröffentlichen wollte – wie immer: aus Gründen. Das Ganze hat sich erstaunlich schnell aufgelöst, die Person war schnell vergessen. In dieser Hinsicht geht’s mir gut…

Fast hätte ich vielleicht ein bisschen oder möglicherweise sogar einen Hauch von tatsächlich mein Herz verloren. Glücklicherweise prallte es ab an einer Wand aus… Zurückweisung? Abgestoßenheit? Verletzter Eitelkeit? Ich weiß es nicht und werde es auch nie erfahren. Obwohl ich wohl die Steine für die Mauer selbst angereicht habe. Es prallte also ab und kehrte dorthin zurück, wo es hingehört; gut gekühlt und fest verschlossen. Das Ungewöhnliche – oder eher das für mich Ungewohnte – dabei ist, dass es sich bei seinem kurzen Abenteuer eine winzige vielleicht gar nicht mal so kleine Beule zuzog.

Ich gehe davon aus, dass es aus seinem Abenteuer gelernt hat und solche Ausflüge in Zukunft bleiben lässt. Denn die Mauern werden bleiben. Meine eigenen und die anderer – mit meinen und mit anderen Steinen.

Die lange Antwort

„Warum haderst du so mit dir?“, fragt er und es ist ein bisschen lustig, weil es doch so offensichtlich ist. Und doch kann ich in dem Moment die Frage nicht beantworten.

Die kurze Antwort ist: Weil ich mein Leben stornieren will. Ist einfach nix so, wie ich das bestellt hätte.

Die lange Antwort ist: Ich wär halt gern einfach ganz anders. Und dabei geht’s nicht nur darum, wie ich aussehe. Ja, das hätt ich auch gern anders. Ich muss ja nicht irre schön sein, nur so, dass ich nicht brechen möchte, wenn ich in den Spiegel schaue.

Aber das ist nur ein kleiner Teil. Ich wär auch gern mutiger, schlauer, kreativer, origineller. Vor allem mutiger. Und ich würde gern ein bisschen mehr Glück mit meinen Entscheidungen haben. Und dabei konsequenter sein.

Ich wär gern in der Lage, mit Menschen zu interagieren, ohne mir dabei permanent selbst mit der flachen Hand gegen die Stirn kloppen zu wollen. Weil ich selber merke, wie merkwürdig ich mich verhalte. Und was für einen Blödsinn ich von mir gebe. Ich würde gern irgendwo dazugehören können und nicht hinterher alle meine Handlungen analysieren und mich für komplett bekloppt zu befinden.

Ich wär gern kein Arschloch zu Leuten und bin es doch andauernd, weil mich Leute einfach total überfordern. Dann bin ich gestresst und genervt und habe keine Lust mehr auf Leute und dann bin ich ein Arsch.

Ich würde gerne nicht erlebt haben, dass Beziehungen zu Menschen in egal welcher Form immer wieder einfach nur zu Schmerz führen – ohne Ausnahme. Schon allein, weil ich es erwarte und einfach schon mal ganz vorausschauend ein Arsch bin.

Ich könnte ganz gern einfach Sex haben und ihn genießen, ohne hinterher heulend neben nem schlafenden Kerl zu liegen, weil ich meinen Selbsthass nicht in den Griff kriege und weil ich mich mal wieder besseren Wissens der Bewertung eines Menschen ausgesetzt habe, die ich ihm natürlich vorweggenommen habe: ekelhaft und unerträglich. Total egal, was er wirklich denkt, kann und werde ich eh nicht hören, weil an der emotionalen Plexiglasscheibe, die ich da hochgezogen habe, eh alles abprallt. Und sollte doch mal jemandem einfallen, etwas Nettes zu sagen, fühlt es sich an wie Betrug, denn es kann ja gar nicht stimmen und wer weiß, warum er sich genötigt fühlt, das zu sagen.

Man kann es gar nicht richtig machen und ich weiß das und auch das stört mich an mir. Und selbst wenn ich wüsste, wie man es wenigstens besser machen könnte, krieg ich den Mund nicht auf, um es zu sagen, weil ich nicht will, dass irgendjemand etwas tut, was er eigentlich nicht will bloß wegen mir. Dann ist es auch gleich wieder vergiftet.

Ich weiß, dass ich mir selber im Weg stehe. Und auch dafür finde ich mich scheiße. Wenn ich mir ein bisschen Mühe gäbe, könnte alles ganz anders sein. Alles könnte besser laufen, wenn ich mich nur mal anstrengen würde. Ich hasse mich, weil ich nichts auf die Reihe krieg und dann doch wieder alles außer Kontrolle gerät und ich mich wieder genauso dumm und nutzlos verhalte wie immer.

Ausmisten

Ich halte mich ja nicht gerade für angenehme Gesellschaft. Ich bin laut, ich-bezogen, rechthaberisch, ordinär, halte mich für furchtbar witzig und rede auch noch ununterbrochen. Nein, ich habe keinen Ausknopf.

Ich halte mich auch nicht für ne gute Freundin. Aus den oben genannten Gründen und weil ich mich nicht gerne um Freundschaften kümmere. Da lieber ein Abend allein, als mich rausgequält, wenn ich keine Lust habe. Und ich habe nie Lust. Vorm Telefonieren hab ich Angst. Warum auch immer. Ich hasse es. Ich verhungere lieber, als zum Telefon zu greifen. Entweder man schreibt mir oder man hört nie wieder von mir.

Ich wäre auch erst recht keine gute Partnerin. Ich bin launisch, manipulativ, unehrlich, ganz schnell aggressiv und sprunghafter als ein junges Kaninchen. Ich bin ein Arschloch.

Ich bin immer ganz schön überrascht, wenn jemand trotzdem Zeit mit mir verbringen will – obwohl ich die Leute mitunter explizit vorwarne: Achtung, Arschloch! Ich nehme das dann verwundert hin, ich habe oft sogar Spaß, ich würde sogar behaupten, ich genieße es gelegentlich. Ich frage praktisch nie, ob man das wiederholen könnte, weil ich Leuten meine (unangenehme) Gesellschaft nicht aufdrängen mag.

Eine natürliche Folge ist, dass viele Kontakte schnell wieder einschlafen. Is halt so, wenn man sich nicht kümmert. Einige wenige Menschen bleiben. Die mit dem etwas speziellen Geschmack. Und dann sind da einige, die sind einen Moment da und verschwinden dann. Leute, die mich in der Ansicht bestätigen, dass ich keine gute Gesellschaft bin.

Und dann sind da so Leute, die sind da und saugen mir Energie aus und dann sind sie nicht da, um dann zurückzukehren und mir wie die Schmeißfliegen Energie auszusaugen und der einzige Grund, warum ihnen das möglich ist, ist dass sie irgendwas an sich haben, was mich anzieht. Weil es ihnen manchmal sogar gelingt, mein Herz zu berühren. Oft genug bringt mich das in seelische Nöte, weil ich ihre Unstetigkeit für eine Folge meiner Arschlochigkeit halte. Und dann find ich mich ganz schön scheiße.

Es fällt mir wahnsinnig schwer, solche Leute einfach auszumisten. Weil es mir ausgerechnet bei ihnen irre wichtig ist, dass sie mich mögen. Wahrscheinlich, weil es nicht selbstverständlich ist, dass sie es tun. Und weil es so unwahrscheinlich ist, dass sie es tun. Wie kann man mich schon mögen.

Manchmal muss man sie einfach ausmisten.

Die Kühe (heilig oder dumm?)

Es ist so abgelutscht, aber so sieht’s aus: Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden. Von der Sexsituation brauchen wir gar nicht reden, sie ist nicht existent. Mi.

Meine Beziehung zu mir selbst ist an einem ziemlichen Tiefpunkt, vielleicht verbringe ich zu viel Zeit mit mir. Ich finde mich noch scheißer als sonst, ein Wunder, dass mich je irgendein Mensch ertragen hat. Da werde ich immer allen vor, sie seien Arschlöcher und dann bin ich selber eins. Und nicht nur innerlich – auch äußerlich bin ich ekelig. Dass ich mein Gesicht ganz gerne umtauschen würde, ist nix Neues. Aber derzeit finde ich mich auch noch unförmig und fett. Bin ich eigentlich schon ein Weilchen, seit ich den Job wechselte, habe ich ganz schön zugelegt. Aber seit ich mich nicht ehr anziehen muss, fällt es natürlich besonders auf. Jetzt quäle ich mich mit deutlich verschärftem Sportprogramm und … freudloser Ernährung. Seit ich nicht mehr einkaufen gehe – das habe ich schon immer gehasst und mittlerweile ist der Wahnsinn nicht mehr zu ertragen – findet auch nix mehr Ungesundes in die Wohnung. Keine Impulskäufe, nur noch gesundes Zeug. Ich hab Hunger. Und wenn man dann so am Kalorienzählen ist und feststellt, wie wenig eigentlich diese ewige Quälerei mit diesem Sport ins Gewicht fällt, warum mach ich das eigentlich? Und die Waage macht auch keinen Mut. Miii.

Auch dass ich meinen Job zum Brechen finde, ist keine Nachricht. Es ist … freudlos. Seelenlos. Schmutzig. Es ist nicht das, was ich mal machen wollte. Ich wollte immer Journalistin werden und jetzt sitz ich da und arbeite nach Schema F den schmutzigen Stuss ab, den das fette Arschloch und sein Herrchen, der Chefchef, so wollen. Zu was anderem komme ich ja nicht und selbst dabei werde ich noch aufgehalten, weil Fetti mir permanent dazwischen quakt. Keine Ahnung aber richtig große Fresse. Der sitzt in seiner Blase und denkt, er ist geil, weil er in der Isolation den Hass nicht mitbekommt, der ihm von allen Seiten entgegenschlägt. ALLE außer seinem Herrchen hassen ihn. Sogar die Unperson ist genervt – und hat offenbar Angst vor ihm (wie ich aus zwei sehr nervösen Telefonaten gestern und einer beinahe verzweifelten Nachricht heute schloss). Er ist respektlos, dumm, inkompetent, ein Arschloch und absolut kritikunfähig. Wenn man weit weg ist, kann man Einwände ja besser ignorieren. Als ich ihn vergangene Woche nachäffte und ihn mehrfach im Gruppenchat aufforderte, seine Fehler oder Versäumnisse zu korrigieren – wie er das eben immer so tut – kam irgendwann ein bockiges: Mach doch selber! (Lustig, genau das, was ich immer denke.) Moarrr.

Es ist furchtbar ermüdend. Es stresst mich viel mehr, als es sollte. Der Jobmarkt ist leergefegt und zu allen offenen Bewerbungen bekam ich die Nachricht: Sorry, Corona, wir können grad keine Personalentscheidungen treffen. Ich höre hier von mehreren Kollegen: Ignorier Fetti einfach, nimm’s nicht so schwer. Den schweren Typen kann man allerdings schwer ignorieren. Und dann kommt immer: „Fetti schätzt dich sehr, das sagt er immer wieder, du bist seine heilige Kuh. Er kann’s nur nicht zeigen.“ Haha, DAS stimmt allerdings. Ich bin eher ne dumme Kuh. Dass ich mir seinen dummen Dummfug immerzu gebe und das bei dem Gehalt… Mit mir kann man’s ja machen und am Ende reparier ich immer den Blödsinn der Anderen und er setzt sich die Lorbeeren auf. Ganz dumme Kuh – mit zu hohen Ansprüchen an ihre Arbeit. Moarrrr.

Und dann hab ich nach meinem unerfreulichen Abenteuer auf der Autobahn auch noch Panik beim Autofahren (im Sinne von: Ich dreh völlig durch bei jeder Bodenwelle) und mag nirgendwo hin. Zugfahren is ja auch keine Option. Miiii.

Das Schlimmste ist, dass ich im Grunde eine ziemlich klare Vorstellung davon habe, wie mein Leben aussehen sollte. Das ist nicht mal wahnsinnig fancy. Aber wahnsinnig anders, als das, was grade stattfindet.

Ich habe schon vor Jahren geschrieben: „Man sagt ja immer so megaklug, man müsse sich nur klar darüber werden, was man wirklich will. Tja, im Haus am See auf der Veranda sitzen und schreiben ist halt einfach nicht realistisch. Davon werden keine Rechnungen bezahlt. Ich muss halt was anderes wollen…“

Ich nehm auch n Haus an der Ostsee übrigens, das wird dann sicher einfacher.
Was zu dieser Fantasie dazugehört: Die Katze aufm Schoß. Den Punkt haben wir immerhin schon mal abgehakt, wir wollen ja mal nicht so tun, als gäbe es hier keine Fortschritte. Problem eins: Das ist ein ganz schönes Luxuskätzchen, ich möchte mir lieber nicht so genau ausrechnen, was eigentlich teurer ist, mein oder ihr Futter. Also, die zu bezahlenden Rechnungen sind höher geworden. Problem zwei hat mit meiner Beziehung zu mir selbst zu tun: Ich finde einfach generell alles kacke und komplett belanglos, was ich schreibe. Es gibt nichts, was ich irgendjemandem zum Lesen gäbe – einfach weil ich vor Scham im Boden versänke.

In meinem Kopf geistert in letzter Zeit immer stärker der Gedanke herum, aus dem was ich mit diesem Blog und um ihn herum so treibe, mehr zu machen. Irgendwas aus ihm heraus zu entwickeln, womit ich vielleicht Geld verdienen könnte. Weil es mir Spaß macht. Weil es mehr „ich“ ist als mein Beruf, der so anders ist als das, was ich wollte. Ich kannte diesen Teil von mir nicht, bevor ich das hier gemacht habe. Und mir meine Blase hier geschaffen habe. Und ich muss sagen: Es gefällt mir sehr.

Nun sind mein Blog und ich ja nicht gerade Freunde. Er ist ein bockiges Biest und macht, was er will und ist nie das geworden, was ich wollte, das er wird. Und wenn ich mir was anderes für ihn überlegt habe, hat er sich das auch anders überlegt. Nur anders als ich. Wie in drei Teufels Namen soll ich hier was … öhöm.. „Vernünftiges“ draus machen? (Ich und vernünftig ist ja ein Oxymoron.)

Außerdem ist mein Blog meine heilige Kuh. Es ist ja doch eine Hassliebe. Ich kann nicht mehr ohne ihn. Auskotzen, rummuffeln, Gedanken ordnen, Gedanken von Lesern ordnen lassen, Zeug halt. Er ist meine Spielwiese. Ich will hier nix müssen.

Natürlich bin ich auch vollkommen ideenlos. Was, was ich anbieten könnte, wäre so speziell, dass man dafür Geld verlangen könnte. Und selbst wenn ich eine Idee hätte, mein Ich fände sie scheiße.

Nun ja. Mit der Gesamtsituation unzufrieden und so.

Nachhersehbar

Weil die Welt ein Dorf ist und irgendwie ja jeder jeden kennt, wurde mir nun also über Ecken zugetragen, dass No. 3 jetzt tatsächlich Single ist. Die Trennung ereignete sich offenbar etwa ziemlich haargenau um die Zeit, als er mir so pseudobesorgt schrieb.

Überrascht das irgendjemanden?

Ich verkünde jedenfalls mit Stolz: Diese Neuigkeit macht rein gar nichts mit mir.

Splitter

Den Ex-Arbeitsgatten erfolgreich unter die Haube gebracht. Es war sehr schön. Ich bin sehr happy für die Beiden. So wenig ich selber mit dieser Liebe anfangen kann, so sehr freue ich mich an der von Anderen. Wie so ein Romantik-Vampir.

Ich war allerdings nach 12 Tagen Arbeit und davon die letzten 5 in der schlimmfrühen Frühschicht viel zu müde für derlei Veranstaltungen. Und mit den Gedanken eh woanders. Und ich lernte auf die harte Tour: Geh niemals alleine auf ne Hochzeit!

Kaum verkündete der Bräutigam, dass ich ja sozusagen seine Chefin war, hatte ich den T. am Hals. Der mir, qualifiziert durch ein Praktikum beim Dorf-Anzeiger und eins in D.C. (er ist ja so wichtig und polyglott), direkt mal das mit dem Journalismus erklärt hat. Ich bin SO froh, dass ich DAS jetzt endlich mal alles weiß…

Jedenfalls stellte der T. fest, dass wir als die beiden Alleinreisenden als Einzige ins Hotel in die Innenstadt ausgelagert wurden und wir angehalten sind, ein Taxi zu teilen und dann sind die Hotelzimmer ja eigentlich auch für zwei Personen und so… Ich habe vor, die Straßenbahn zu nehmen, erklärte ich und machte mich dünn.

Auch dem Stecher des Jahrtausends konnte ich einigermaßen ausweichen, ich musste nur drei Sätze mit ihm wechseln. Dafür schritt der komische und sehr betrunkene N. zur Tat, kaum dass seine Frau sich gen Kind verabschiedet hatte. Er ist weder attraktiv noch interessant und für 30 Sekunden war ich froh, dass der komische Typ, dessen Namen ich mir seit Jahren absichtlich nicht merke, einschritt, doch dann fiel mir wieder ein, warum ich mir seinen Namen nicht merken will. Und seine Frau half mir auch nicht, sie wat Trauzeugin und rotierte.

Frau L. hatte auch keine Zeit für mich, sie hat jetzt nen P. und musste knutschen. Wir sehr vermisste ich den Herrn P., doch der Bräutigam zerstritt sich mit dem schönsten Mann der Stadt und so konnte er mir die Typen nicht vom Hals halten und mit nicht den Rücken kraulen und mich nicht unterhaltsam unterhalten. Und das Sahneschnittchen  – der einzige Anwesende, den ich mit ins Bett genommen hätte – sagt mir den ganzen Abend nicht mal hallo.

Am Ende habe ich keinen Sex und trotzdem eine Blasenentzündung. Was soll ich sagen: Wie man’s macht, man macht es falsch. Dass ich spät am Abend feststellen musste, dass ich mir die Vögelei hätte importieren können, hats auch nicht besser gemacht. Mrmpf. Dann hätte der Preis wenigstens ein Vergnügen gehabt. Aber ich bin wirklich nicht mal auf den Hauch der Idee gekommen, zu fragen.

Auf dem Weg nach Hause verpasste ich den Anschlusszug in Berlin, saß eine Stunde in der Kälte und natürlich musste ich an No. 3 denken. ZUM.KOTZEN. Ich kann aber mit Stolz berichten: Es war kein guter Gedanke dabei. Trotzdem schade um die verschwendeten Gedanken.

Weil dann die Muddi zu Besuch kam und die wilde Katze aus der Tiefgarage ob des Besuchs völlig freidrehte, hatte ich keine Zeit, die Blase zu kurieren und mir irgendwelche weiteren Gedanken um No. 3 zu machen, der mir derweil auf das alte Nokia schrieb, mit dem man keine Nummern blockieren kann. Er schrieb typisch No. 3ig, keinerlei Bezug nehmend auf das, was war, sondern: „Ich hoffe, du findest bald ein besseren Job, der besser zu dir passt.“

Ich hatte nicht mal Zeit, mich zu fragen: wtf?, sondern drückte einfach den „löschen“-Knopf und vergaß das Ganze wieder.

Ich finde das ein bisschen unangenehm, dass er theoretisch weiter diesen Kanal zu mir hat, stelle aber mit Freude fest: Ist mir total egal, wenn er schreibt und ich habe auch keinerlei Bedarf, da irgendwas zu antworten. Er ist mir noch nicht egal, aber ich glaube, ich bin auf dem Weg dahin. Und: Er ist mir zwar nicht egal, aber da ist auch nichts Positives bei den Dingen, die ich für ihn fühle…

Ab morgen dann wieder Alltagswahnsinn. Derweil liegt die Wärmflasche auf meiner Blase und die Wärmkatze an meinem Po und das mit dem Sex lassen wir mal fröhlich weiter.

100 Millionen Euro

Ich wette 100 Millionen Euro, dass der heute Abend nicht mal mehr ne SMS schreibt.

Es ist Leipzig-Wochenende. Das war ja schon ein bisschen länger geplant und weil man im Februar ja nie weiß mit dem Wetter und das mit dem ICE eh schneller geht als mit meinem alten Töff, habe ich halt die Deutsche Bahn gebucht. Und weil ich in Berlin umsteigen muss, habe ich vor einiger Zeit No. 3 geschrieben: Wenn du ein Hotel organisierst, mach ich auf dem Rückweg am Sonntag ein langes Umsteigen.

No. 3 ist natürlich voll aus dem Häuschen und plant schon wieder wer weiß was. Ich bremse und erinnere ihn daran, dass er mein Vertrauen nachhaltig beschädigt hat und er vielleicht daran erst mal arbeiten sollte. Ich will vor allem feste durchgefickt werden und alles andere ist Bonus. Und das geht nach MEINEN Regeln.

Nun bekam ich am Donnerstag eine ungewöhnlich heftige Regelblutung und gab Kommando zurück. Klar kann ich ihm damit fröhlich einen blasen, aber MEIN Vergnügen wird dadurch nachhaltig getrübt.

Weil am Sonntag von der heftigen Blutung nur noch sanftes Getröpfel übrig war, schrieb ich ihm kurz vor Abfahrt (1. Fehler): Wenn es dich nicht stört, dass ich noch etwas vor mich hinsiffe, organisier was zum Pennen. Ich komm um kurz vor halb acht an, um kurz nach halb acht fährt mein Anschlusszug. In den steig ich ein, wenn du dann nicht da bist.

Der Anschlusszug fuhr bereits ein, als er anrief. Die S-Bahn fährt nicht. Ich komm aber wirklich. Nun gut, denke ich, der nächste Zug fährt in ner Stunde, ich hab irre Hunger, ich besorg mir was zum Futtern und wenn er DANN nicht da ist (was mich nicht überraschen würde), DANN nehm ich den Zug. (2. Fehler)

Tatsächlich tauchte er zwei Minuten später auf. Was soll ich sagen: Manche Männer altern besser als andere. Er ist mehr so von den anderen. Und was sollen diesen gelackten Haare? Nun ja. Bäh. Da war mit der strubblige Junge lieber.

Ich bin vorbereitet auf maximales Arschlochverhalten und daher maximal eisprinzessig. Er ist so nervös, dass er kaum nen graden Satz rauskriegt und man sein Herz durch – wie ich später feststelle – 2 Pullis und Mantel klopfen sieht. Er ist super anhänglich, drückt mich an sich und hält Händchen. Unnatürlich.

Er sagt, er habe ein Airbnb organisiert, was ich nur so mitteltoll finde, ich hab da so meine Vorbehalte. Vor Ort denke ich, wird wohl doch eher die hastig verlassene Hütte eines Kumpels sein als n Airbnb. Man könnte wenigstens bei angekündigtem Damenbesuch die Bartstoppeln aus dem Waschbecken entfernen und den überfüllten Mülleimer darunter leeren, nech?

Wir fallen übereinander her wie die Tiere, aber ich kann mir nicht helfen, das Hühnerauge bleibt wachsam. Er fragt mich, ob ich gerne einen zweiten Schwanz hätte und ich sage nö. Und als er nach dem Handy fummelt, während ich ihm einen blase, landet ganz zufällig die Hand auf Decke über Telefon. Irgendwann drapiert er mich ein bisschen zu kunstvoll, um mich doggystyle zu ficken. Das Hühnerauge zuckt. Und – Pech für ihn – mein Sehfehler hat den Vorteil, dass ich eine ausgezeichnete Nachtsicht habe und auch bei pseudoromantischem Schummerlicht und aus dem Augenwinkel ganz gut sehen kann, was da so vor sich geht. Doppelt Pech für ihn: Yoga is a bitch und ich kann ohne die Penetration zu unterbrechen, weil ich meine Hüfte gar nicht bewegen muss, auch in dieser Position das Handy aus seiner Hand ruppen und es in einer fließenden Bewegung unterm Kopfkissen verstauen. Ich unterbreche dann trotz allem sehr rüde die Penetration, weil einfach nein! Er beschwichtigt und weil ich wirklich needy bin, darf er doch noch ran, kommt aber praktisch sofort, „weil du es bist“, wie immer. Ich bin sexuell frustriert und menschlich genervt.

Wir liegen da und er fragt mich: Hättest du jetzt gern noch jemanden dabei? Ich kann jemanden anrufen. – NEIN, ALTER! – Warum nicht? – Ich kann ja ganz offensichtlich nicht mal dir vertrauen und dann soll ich mich hier auf jemand anders einlassen?!!? VERGISS ES!

Er windet sich. Du wirst mich hassen, sagt er und ich habe das Arschlochbingo voll, bevor er überhaupt Budder bei die Fische tut. Er wollte mich überraschen, mit nem anderen Typen und das ist übrigens seine Wohnung, das Handy hatte er in der Hand, weil er ihm sagen wollte, dass er dazustoßen kann.

Ich bin in 30 Sekunden angezogen. Und das hat nur so lange gedauert, weil ich meine Unterhose nicht gleich gefunden habe. Ich bin nicht bereit, dieser Stadt und vor allem diesem Typen einen weiteren meiner Lieblingsschlübbis zu opfern!

Falls der Typ mitliest, dessen Wohnung das nu war: Tut mir ehrlich leid, dass ich deine Bettwäsche jetzt mit meinen Körpersäften vollgesaut habe und du nicht mal was davon hattest. Falls es dich tröstet: Es war ihm angemessen unangenehm, DAS abzublasen (pun intended).

Während ich wutzwergig Richtung U-Bahnhof stapfe und kleine Flämmchen aus meinen Nasenlöchern kommen, entschuldigt er sich 1000 Mal und stellt richtigerweise fest, dass er ein Idiot ist und alles kaputt gemacht hat. Du willst zu viel zu schnell, sage ich und überhaupt: Ich habe mehr als einmal gesagt, dass ich Leute kennen muss, bevor ich sie ficke. Er wollte mir wirklich nur was Gutes tun, wenn er mich nicht überrascht, dann würde das ja nie was und er gehe halt einfach gerne Risiken ein und er hätte gedacht, ich ticke da ähnlich, blabla. Todesblick Stufe 5. Ich habe auch gesagt, dass ich mich derzeit noch unwohler als sonst in meinem Körper fühle und mir das mit dem Ficken eh schon schwer genug fällt. Ob ihm als Typen klar ist, dass Menstruation nicht unbedingt zu einem Gefühl von Sexyness beiträgt? Wohl nicht. Ob er den anderen Typen darüber informiert hat? Wäre interessant, zu wissen.

Er ärgert sich, dass nicht nur seine Überraschung eins Griff ins Klo war, sondern immerhin, dass ich jetzt so unbefriedigt bin, weil er ja wieder nur fünf Minuten gehalten hat. Ob ich mir das nicht noch überlegen will, damit es mir wenigstens der andere Typ ordentlich besorgen kann. NEIN!!!!! Und wenn der super nett ist und voll gut aussieht? UND WENN ADONIS PERSÖNLICH VOR MIR STEHT, WERDE ICH IHM SAGEN, ER SOLL MIR AUS DEM WEG GEHEN!!!

Am U-Bahnhof fällt mir auf, dass ich auch den Folgezug des Folgezugs nicht mehr erwischen werde und ob danach noch einer fährt? Auf ausprobieren habe ich keine Lust und er tut so, als habe er kein Netz und die Deutsche-Bahn-App ist ja sooo scheiße und ich sage: Lass dir was einfallen, rette den Abend. (3. Fehler)

Er organisiert erstaunlich schnell ein richtiges Hotel und zahlt ohne Mucken. Ich schweige eisig. Er fragt, ob wir noch was essen gehen wollen und weil ich immer noch Hunger habe und wirklich reden will, stimme ich zu. (4. Fehler) Ich bringe noch den Rucksack hoch und dort bricht Specki das Eis.

Ich sehe Specki zuerst, weil die Wut mich trotz Unsportlichkeit und Muskelkater in einem Mordstempo die Treppe hochtreibt und der alte Raucher mit Alkoholkater so schnell nicht hinterherkommt.

Specki ist ein südländischer Typ, wie man so idiotisch sagt, der mit nacktem Oberkörper seinen beachtlichen Speckbauch auf dem Flur hin- und herparadiert. Gutes Gerät muss gut überdacht werden, wa? Als er mich sieht, stiert er lüstern und streichelt die Plauze. No. 3 schließt auf und grinst. Der hätte wohl nix dagegen, dich zu vögeln, stellt er fest und ich sage irgendwas darf man dassiges und wir gackern. Specki ist VOLL mein Typ, sage ich und er guckt ein bisschen irritiert. Als wir zurück zum Treppenhaus gehen, wirft Specki sich wieder in Positur und ich pruste und sage „rrrrr“ ins Treppenhausecho und wir gackern wieder.

Beim Essen dann real talk. Endlich mal von Angesicht zu Angesicht. Er sagt, er verstehe, warum ich ihm nicht mehr vertrauen könne. Er sagt, dass wir vielleicht doch nicht so gut zusammenpassen würden, wie er sich das immer ausmalt. Weil wir eben doch sehr unterschiedlich sind. Weil wir unterschiedliche Dinge wollen. Vom Leben und voneinander. Habe ich immer gesagt, sage ich und er muss gestehen: ja.

Er erläutert, dass er mich falsch eingeschätzt hat, auch weil ich nicht klar kommuniziere. Muss ich zugeben. Ich befinde mich in einem zähen Lernprozess. Wir reden sehr ehrlich über Gefühle und Erwartungen, über meine Nicht-Beziehungen und seine Ist-Beziehung und seine Ist-Affäre. Er erläutert die Probleme mit seiner Freundin und erzählt zum ersten Mal einfach so, dass sie weiß, dass wir uns treffen, auch um zu vögeln, dass sie das verunsichert, weil wir uns vergleichsweise nahe stehen und viel schreiben, und weil ich schon vor ihr da war. Mir scheint schon, dass die Beziehung längst nicht so im Arsch ist, wie er sie in den vergangenen Wochen dargestellt hat. Was er auch erzählt: Dass es ihn sehr gestört hat, dass es sie gestört hat, dass seine Muddi in Deutschland war. Und dass es sie stört, dass er jeden Sonntag mit seiner Muddi skypet. Da krieg ich schon nen inneren Lachanfall, weil es Sonntag ist und ich an unser letztes Treffen denken muss (ich werde noch erläutern, warum).

Wir reden über das Früher, das Jetzt und die Zukunft und wie so oft schafft er es irgendwie, dass ich es schaffe, meine Ängste und Nöte, die ich sonst nicht mal für mich ausformulieren kann, in Worte fassen kann. Und wie so oft platzt mir ein Knoten und ich heule mich aus und ich hasse ihn ein bisschen dafür, dass er das kann.

Er saldabert wie die ewig gesprungenen Platte was von unserer besonderen Verbindung und dass er mit mir so ehrlich sein kann wie mit sonst keinem und ich frage mich, warum er das dann nicht einfach mal ist! Er hat Angst, dass er das kaputt gemacht hat und ich habe da keine Antwort drauf. Mir kommen immer noch kleine Rauchwölkchen aus der Nase.

Am Ende kommt er doch noch mit aufs Hotelzimmer (ich hab den Überblick verloren, der wie vielte Fehler war das jetzt?). Specki ist leider nicht mehr da und ich sage wieder was darf man dassiges und er schlägt vor, Specki auf einen Dreier einzuladen. Er hängt wohl nicht so an seinem Leben.

Während ich ihm einen blase, denke ich darüber nach, ihm die Zähne in den Schwanz zu hauen, bin dann aber doch so nett, meine Wut an seiner Brustwarze auszulassen. Es ist bezeichnend, dass er auf meine Brüste kommt, als ich Blut schmecke.

Er zieht mich an sich und meint, dass es eben doch was anderes, mit jemandem Sex zu haben, mit dem man eine emotionale Verbindung hat. Er denkt laut an die Kaffeebohnen, die er damals noch monatelang in seiner Wohnung fand. Und dass er es damals so albern fand, dass ich mit „diesem Chilenen“ zusammen war. War doch klar, dass das nicht klappen würde. Vor allem nicht, wenn dann so jemand wie er daher kommt und mit mir vögelt.

Ich sage, dass das total egal ist, ob jemand am anderen Ende des Planeten lebt oder in derselben Wohnung, Leute wie du und ich können eh nicht treu sein. Und ich kenne keine Beziehung, die funktioniert. Und die Liebe ist eine Illusion. Menschen sind Arschlöcher!

Er spring auf und zieht sich an. Wasn nu, frage ich. Ich bin ein Arschloch, sagt er. Warum denn jetzt?, frage ich. Hast du grade gesagt! Und es stimmt!

Aha.

Außerdem sei ihm grad eingefallen, dass Sonntag sei und er mit seiner Mutter skypen müsse. Ich brülle vor lachen. Es ist EXAKT dieselbe dünnste aller Ausreden, die er beim letzten Mal präsentiert hat. (Keine Ahnung, warum ich euch dieses liebreizende Detail beim letzten Mal vorenthalten habe.) Das hast du beim letzten Mal auch gesagt, lache ich. Ja, aber diesmal komme ich wieder, sagt er. DAS hast du beim letzten Mal auch gesagt, gackere ich und wische mir die Tränen weg. Diesmal ist die Situation anders, sagt er eingeschnappt. Natürlich.

Newsflash tesoro, zum Skypen muss man heutzutage nicht mehr nach Hause zur Freundin, mit der das schon ach so so gut wie vorbei ist. Aber lüg du nur, mit mir kann man ja so ehrlich sein.

Ich gehe mir die Zähne putzen. Du bist hübscher geworden, sagt er und ich sage den Satz, den ich ihm jedes Mal und immer auf Deutsch sage: Leck mich am Arsch! Deine Haare sind toll, sagt er. Leck mich am Arsch! Würde ich sehr gerne, sagt er. Grüß deine Muddi!, sage ich. Ja, ich sage ihr schöne Grüße von der Frau, zu der ich gleich zurück muss, um sie am Arsch zu lecken, sagt er. Ich ziehe meine Unnerbüx runter. Er klatscht mir den nassen Regenschirm auf den Arsch und ich knalle einen adiós-förmigen Eiszapfen zwischen uns.

Ich wette 100 Millionen Euro, dass der heute Abend nicht mal mehr ne SMS schreibt, um mir wenigstens noch ne andere fadenscheinige Ausrede zu präsentieren, schreibe ich kurz darauf einem geschätzten Leser. Schade, dass der nicht auf die Wette einging. Ich wäre reich!!!!

Ich frage mich, ob der mich, hätte ich mich auf den Dreier eingelassen, bei dem Typen allein gelassen hätte, um mit Muddi zu skypen um zu seiner Alten ins Bett zu kriechen.

Letztlich bin ich kein bisschen sauer wegen der unheimlich dollen „Überraschung“. So ist No. 3 und der hat halt oft Pech beim Denken. Sauer bin ich wegen seines Abgangs. Dass er die exakt gleiche saudumme Nummer noch mal abzieht, nachdem ich ihm haarklein erläutert habe, dass er genau damit meinen kleinen Vertrauensfisselrest zerstörte, Respekt Alter. So ein Arschloch muss man erst mal sein!