Besser nicht

Beim Gugeln nach meinem Blog wieder was gelernt:

Oft fesselte man die Leiche zusätzlich mit dem Galgenstrick und drehte sie mit dem Gesicht nach unten, damit die schädigenden Kräfte, die in ihr steckten, ins Innere der Erde abgeleitet wurden.

(Aus dem Wikipedia-Artikel Eselsbegräbnis)

Begrabt mich vielleicht besser doch nicht mit dem Gesicht nach unten. So viel negative Energie im Erdinnern… :S

Hui, mein Blog darf Ü-Eier

Er is nämlich jetzt drei.

Und wie letztes und vorletztes Jahr bemerke ich: Der Blog hat einfach seinen eigenen Willen.

So richtig gefällt er mir allerdings nicht mehr. Zum einen, weil mein Leben einfach keine Themen mehr hergibt und zum andern is irgendwie der Stil den Bach runtergegangen. Meh.

Najut, ich lebe antiautoritäre Erziehung, der Blog darf weiter machen, was er will. Jetzt auch mit Ü-Eiern.

Prost.

So you think you know me?

Bekanntlich schreibe ich hier ja nicht über die neueste Augencreme oder dieses süüüße neue Top der Marke ihr-denkt-wohl-ich-mach-Werbung-für-euch, sondern über recht persönliche Dinge.

Das bringt es so mit sich, dass der Leser einen Eindruck von mir gewinnt. Sich ein Bild von mir macht. Das geht mir bei anderen Bloggern auch so, das kann man gar nicht verhindern.

Aber Obacht, lieber Leser!

Dies ist nur ein Ausschnitt aus meinem Leben. Da liegt mein persönlicher Filter drüber. Bei aller Offenheit: Ich erzähl euch doch nicht jeden Quatsch!

Außerdem ist der Blog nicht meine Spielwiese, sondern meine Kotzschüssel. Der hat auch ne therapeutische Funktion. Der ist mein Ventil. Zu schreiben: „Der Tag heute war traumschön, die Blumen blühn, die Vögel singen“, ist nicht wirklich befreiend. Und wohl auch wenig lesenswert. Als Narichtenmensch weiß ich: Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Außerdem funktioniert mein Humor nicht, wenn alles toll ist.

Ja, ich mecker viel. Aber hey, wir sind uns alle einig: Mein Nachbar ist ein gestörtes Arsch! 😉

Ja, es kommt vor, dass ich hier tagelang rumjammere. Alles ist schlecht. Schnüüüff. Das sind so Tage, da will ich mir nur die Decke über den Kopf ziehen und abwarten, bis alles vorbei ist. Dann is grad allerhand doof gelaufen, ich hab PMS und das Wetter is auch kacke. Und sowieso bin ich ja mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Das wirkt dann so, als würd ich mich nächstens von der Brücke stürzen, aber oft genug geht’s mir schon allein dadurch besser, dass ich den ganzen Frust einfach mal aufgeschrieben habe. Das schreibe ich dann aber nicht mehr dazu. Und hier wirkt es so gebündelt, weil ich vielleicht drei Posts hintereinander nur rumheule, in den Tagen zwischen den Beiträgen kann aber durchaus alles in Ordnung gewesen sein.

Generell würde ich mich (zumindest im Sommer) eher als einen fröhlichen Menschen bezeichnen. Ich bin ein fröhlicher Pessimist. Mit Stimmungsschwankungen.

Dazu kommt, dass viele meiner Posts oft sehr kurz nach dem Erleben entstehen. Mit etwas zeitlichem Abstand hätte ich die Sache vielleicht anders eingeschätzt und geschildert.

Was will ich damit sagen?

Ja, mein Blog zeichnet ein Bild von mir. Aber eben nur einen Teil des Bildes. Ich bin nicht nur meine miese Laune, mein Sex, mein seltsames Verhältnis zu Männern. Ich bin noch drölf Millionen andere Dinge.

Weshalb ich die Hobby-Psychologen, Klugscheißer und Besserwisser unter meinen Lesern ganz freundlich bitte, sich ihre Urteile und Weisheiten ganz, ganz tief in den Arsch zu schieben! Und sie dort zu belassen.

Mit allen anderen wünsche ich mir die Fortsetzung unseres freundlichen Austausches, ich schätze eure Kommentare, Nachrichten, Anregungen, Erfahrungen und auch eure Kritik.

Wollte ich mal gemotzt haben.

„ein neujahrsfick mit mutter“

Ein weiser (?) Mann hat mal gesagt, eine Suchmaschine lügt man nicht an. Man schreibt ganz offen seine Gedanken in die Suchleiste, was man eben so wissen will.

Und: Wer suchet, der findet (altes idiotisches Sprichwort).

Erstaunlich, dass offenbar sehr viele Menschen ihrer Suchmaschine den Gedanken „leben mit nem sack über kopf“ (eine von mehreren Variationen) anvertrauen. Die landen dann auf meiner Seite… Ich bilde mir dann ein, dass sie gezielt nach meinem Blog gesucht haben, und dann freue ich mich 🙂

Lieber Suchender, solltest du dich allerdings tatsächlich für ein Leben mit nem Sack überm Kopf interessieren, kann ich dazu nur sagen: Näää. Och neee. Lass mal. Ungeil!

Und ich empfehle: Klick.

Bei „leben mit nem sack uber den kopf“ empfehle ich einen Grammatikkurs.

Bei der Suche nach „sack auf den kopf porno“ dürfte man auf meiner Seite nicht fündig geworden sein, das tut mir leid…

Einen Porno von und mit mir gibt es nicht.

Ich meine, mal Pornos mit Leuten mit Säcken über Kopfen gesehen zu haben, könnte ich als Serviceleistung ja mal suchen und verlinken, aber dann sehen hier ja alle, auf was für Seiten ich so rumhänge, das ist mir doch etwas peinlich…

Recht häufig wird auch nach etwas gesucht wie „sexpraktiken sack am kopf

Jetzt ist die Frage: Was will man mit einem Sack AM Kopf? Oder handelt es sich um eine anatomische Anomalie? Das wäre ja… unglücklich.

Abgesehen davon lässt sich mit einem Sack überm Kopf eigentlich fast alles praktizieren, nur der Griff in die Haare und Oralsex (der ja zu meinen persönlichen Favoriten gehört) sind da nur sehr eingeschränkt möglich.

Mit einem Sack AM Kopf wiederum stehen einem alle Möglichkeiten offen.

Ein weiterer Suchbegriff, der bei mir einiges an Grübelei auslöste, war „dabei denkt am Sack„.

Worauf genau willst du hinaus, lieber Suchender?

Denkst du AN DEN Sack? Und wenn ja, wobei? Befindest du dich AN EINEM Sack und denkst dabei? Oder spielt es vielmehr auf die Behauptung an, Männer hätten ihr Denkorgan weiter südlich? Denkt dieses Exemplar mit dem Sack? Und dann wieder: Wobei? Oder ist das Denken einfach am Sack wie im Arsch?

Fragen über Fragen…

Schön finde ich, dass man mit dem Suchbegriff „sexy“ auf meiner Seite landen kann. Das ist doch wirklich außerordentlich schmeichelhaft. Allerdings fürchte ich, dass der Suchende hier enttäuscht wurde. Zumal ich vermute, dass er auf diesem Post landete. Ich bitte um Verzeihung…

Hingegen fast erschreckend finde ich, wie viele Leute nach „einhornpyjama“ suchen. Wer hätte gedacht, dass es da so einen Bedarf gibt? Schon irgendwie peinlich…

Vielleicht sollte ich einen Shop eröffnen…

Interessant die Frage: „duften groupies„.

Kann ich leicht beantworten: Nach Rosen, Baby, nach Rosen. Wie alle Frauen.

Tja, und dann kam der Suchende mit dem folgenden Anliegen: „ein neujahrsfick mit mutter

… … …

Also, Ödipus, wenn du das warst: Du und deine Mudda, ihr habt schon vier Kinder, da kommt es auf einen Neujahrsfick wohl auch nicht mehr an…

Ansonsten: UH!

„Begrabt mich mit dem Gesicht nach unten…

… damit ihr mich alle noch mal am Arsch lecken könnt.“

Meine dienstälteren Leser entsinnen sich vielleicht.

Fiel mir letzte Nacht so ein, als ich so über einen möglichen neuen Namen für meinen Blog und all die Bekloppten und Bescheuerten in der Welt nachdachte, während von unten Schlagerrhythmen zu mir heraufschallten (diesmal nicht Helene, dafür aber ein und derselbe Song in einer 5-Stunden-Dauerschleife).

Man is ja sozusagen permanent umgeben von Idioten.

(Wobei, manchmal wird man ja positiv überrascht. Obacht Exkurs:

Nachdem die Bullen nachts wieder nicht kamen, bin ich so gegen halb drei selbst runter und boxte kräftig und ausdauernd auf die Klingel meines Lieblingsnachbarn. Und – Zeichen und Wunder – er öffnete tatsächlich die Tür (!), vollständig bekleidet (!) und ich konnte ein ALTA DIE SCHEISSMUSIK WIXXAAAA unterdrücken (!) und murmelte in einer Wahnsinnskraftanstrengung etwas von Musik-bitte-leiser-wär-nett und er sagte: ok und machte die Musik aus. … ???

Muss ich geträumt haben.

Exkurs Ende.)

Zurück zum Blognamen und allen anderen Idioten dieser Welt.

Ich bin sicher nicht perfekt und es gibt eine Menge Dinge an denen ich arbeiten könnte und sollte. Aber trifft das nicht auf jeden zu?

Warum soll ich mir also den Sack über den Kopf ziehen? Ja, ich habe einen gewaltigen Hackenschuss. Wenn das jemandem nicht passt, soll er sich in die Schlange mit den Leuten stellen, die alle noch mal an meinem Hinterteil schlecken können, wenn ich im Sarg liege.

In diesem Sinne.

Neuer Name, alter Inhalt, für euch ändert sich nix, nur dem Sack geht’s an den Kragen…

Tröt

So, zwei Jahre schon betreibe ich meine kleine Seelenstriplounge hier, sagt WordPress.

Wie ich bereits letztes Jahr feststellte: Der Blog hat einfach seinen eigenen Willen.

Ich habe mich verändert und der Blog mit mir. Oder war es andersherum?

Meine Leserzahl wächst langsam aber stetig. Mit Betonung auf langsam. Wobei ich es nett finde, einigermaßen zu wissen, wer die Nasen so sind, die hier mitlesen. Zumindest nach dem, was sie in ihren eigenen Blogs so schreiben. Und auf der anderen Seite seid ihr auch schon zu viele, um euch alle zu einer Party in meine Hütte einzuladen. Ich weiß auch nicht, ob ich euch alle empfangen wollen würde…

Wie dem auch sei, merci für die Treue, für den Austausch in Kommentaren und auch per Mail, für Anregungen, Kritik und Fragen, freu mich immer.

Ich bitte um Entschuldigung für die Langeweile und das große Nichts, die hier gerade herrschen. Mein Leben gibt grad echt nix her. Und die Inspiration… ich glaub, die is mit meiner Motivation auf Weltreise. Die Schweine.

Ich tobe mich ja gern am freien Schreiben aus und wenn Ideen oder Bedarf sind, dann kommt auch manchmal was dabei raus. Ich merke aber doch immer wieder, dass ich ein kleiner Auftragsschreiber bin – auch wenn Originalität auf Knopfdruck schwerfällt. Gib mir ein Thema und ne Deadline und dann kommt da was. Wird dann nicht unbedingt so, wie vorgesehen, aber hey, mein Hirn hat eben auch einen eigenen Willen 😉

Keine Ahnung, was aus meinem Blog wird. Entscheidet er dann wohl selber. Zwischendurch standen wir ja ganz schön auf Kriegsfuß, aber ich glaube, langfristig werden wir uns zusammenraufen. Scheidung ist noch nicht im Gespräch.

Veränderung vielleicht.

Fängt vor allem beim Namen an. Da bin ich irgendwie rausgewachsen. Ja, in meinem Leben läuft grad nich alles so, wie ich es mir grad wünsche und ja, ich find mich immer noch hässlich – keiner guckt mich an, bidde! – aber insgesamt find ich, ich bin doch ne ziemlich geile Sau eigentlich ganz ok. Der Sack kann mal weg.

Neuer Name ist in Arbeit. So richtig glücklich bin ich bisher mit noch keinem. Vorschläge, anyone?

Was die Themen angeht würd ich gern zurück zu den Wurzeln, aber das ist wohl Wunschdenken, ich wiederhole mich: Der Blog und mein Leben, die halten sich wenig an das, was ich will.

Auch egal, lassen wir uns alle überraschen und gehen wir zur virtuellen Party über. Tröt und Prost!

 

Pas de panique

Ich bin ja geradezu gerührt von den Reaktionen auf meinen letzten Post.

Ich habe eigentlich nicht vor, den Blog ganz einzustellen.

Derzeit ist mir einfach das Rauschen in meinem Kopf zu viel, zu viele Worte, Tag für Tag. Noch mehr hier in den Blog zu schütten… Ächz.

Derzeit bin ich schon mit Dingen überfordert wie: Eine Überweisung machen. Eine Fahrkarte kaufen. Den Abwasch machen. Bloggen? Oi!

Das Leben rauscht an mir vorbei und ich liege da und habe mir das Hirn verrenkt.

Geschichten hätte ich schon ein paar: No. 5, der alte Stalker, der mir einen Brief an die Adresse meiner Eltern schickt, weil er mich auf anderen Kanälen nicht erreicht. No. 1, der alte Stalker, der mir einen Teil seines Buchs schickt, damit ich ein Interview mit ihm mache. Als wäre ich die Frau vom Feuilleton. Oder das Buch auch nur ansatzweise interessant.

Meistens bemitleide ich mich jedoch selbst und ärgere mich über das mir total entglittene Leben.

Und frage mich, ob ich, die ich noch vor ein paar Monaten mehrmals wöchentlich Sex hatte und drei Männer gleichzeitig jonglierte, jemals wieder ein passendes Exemplar finden werde…

Dann hätte ich auch vielleicht wieder was zu sagen…