rauf und runter

Und schon wieder Freitag.

Jetz muss ich auch noch was amaaaaaazing finden.

Hm.

Am schönsten fand ich eigentlich, dass ich endlich mal wieder so richtig gelesen hab. Ein Buch am Tag durchgefräst, schön drin versunken und dafür den Internetkonsum mal etwas runtergeregelt. Leider sind mir grad schon wieder die fräsbaren Bücher ausgegangen, die, die hier noch liegen, sind etwas zäher.

Muss ich auf jeden Fall dran bleiben.

Stolz wie Bolle bin ich, weil ich beim Yoga diese Woche mehrere Milestones mitgenommen habe – wurde dann direkt übermütig und kann mich jetzt erst mal ein paar Tage lang mit der Leichenhaltung beschäftigen, weil der Fuß jetz Matsch is. Und der Ellbogen und die Schulter sind auch nur so medium begeistert. Gelernt beziehungsweise diesmal hoffentlich wirklich verinnerlicht: Höre auf deinen Körper! Und trotz der Schmerzen viel gelacht über mich Tollpatsch.

Ach, und fast vergessen: Meine Sexgelüste sind wieder aufgetaucht. Amaaaaaazing!

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Ganz neue Karriereoptionen tun sich auf!

Lieber Knipser!

Vielen Dank für die Inspiration!

Habe mir während meiner mäßig ereignisreichen Spätschicht deinen halb gelesenen Witzel vorgenommen.

War voll frohen Mutes, hoffte auf eine dichte Sommergeschichte, die mich in ihren Bann zieht und die 800 Seiten in 8 Stunden vernichten lässt. Hatte geplant, dir vorzuwerfen, dass du dich einfach nicht in einen manisch-depressiven Teenager hineinversetzen kannst. Wollte das Buch gut finden.

Schon bevor der eigentliche Text begann, sprang mir das fehlende Cedille von façon ins Auge. Facon ist kein Wort. Bei französischer Orthographie verstehe ich keinen Spaß! Gnä.

Ich wollte das Buch gut finden, weshalb ich diesen sauren Rülpser herunterschluckte und weiter las.

Auf Seite 15 fragte ich mich, ob ein Sinn hinter diesen scheinbar wahllos aneinandergereihten Absätzen steckt. Störte mich an den Thomas-Mannschen-Sätzen, die jede Lesefreude killen, weil man am Ende des Satzes nicht sicher sein kann, dass man alles richtig in Zusammenhang gebracht hat. Musste an Hemingway und seine ollen streams of consciousness denken, die so viele Menschen so feiern. Hemingway fand ich schon immer scheiße.

Gegen Seite 40 fragte ich mich, ob vielleicht irgendwann auch mal eine Handlung eintritt.

Gegen Seite 60 fragte ich mich, ob ich vielleicht irgendwie besoffen bin oder warum ich das Gefühl habe, dass der Ich-Erzähler nicht immer dieselbe Person ist. (Was ich ausschließen möchte, aber wer weiß.) Außerdem kam ich zu dem Schluss, dass ich Anführungszeichen sowie klare Zeitstränge mit klar markierten Unterbrechungen und entsprechenden Einordnungen wohl überbewerte.

Ganz abgesehen von dem Ausschlag aufgrund des Religionsoverloads.

Schließlich war die Schicht vorbei und ich war inspiriert.

Dazu, einfach wahllos aus all meinen herumschwirrenden Manuskripten Absätze zusammenzukopieren. Das zu veröffentlichen. Einen Literaturpreis zu gewinnen.

Mithilfe dieser Finanzspritze gedenke ich dann, ein Fischerhaus in der Bretagne zu akquirieren, mir 20 Katzen zuzulegen und für den Rest meines Lebens im Bademantel auf der Terrasse zu sitzen und mit einem Glas Cidre neben dem Laptop dumme Scheiße zusammenzufabulieren.

Du darfst dann auch gerne mal vorbeikommen…

In diesem Sinne:  Yerc’h mad!

Never travel without a book!!!

Aus meinem Horrorwoche-überstanden-Totschlaf aufgewacht.

No. 2 ist irgendwo physizieren.

Mir ist noch nicht so nach Aufstehen…

Grmpf, kein Buch mit. Mal sehen, was er so da hat.

Ein Jack-Wolfskin-Katalog, ein Autoatlas Europa und Werke wie „Quantum Field Theory“, „Teoría de Grupos“…

Und keiner da, mit dem ich ich-bin-geistig-überfordert-Sex haben kann.

Seufz….