Späte Kältestarre

Der Frühling ist da, bringt erste Wärme und ich verfalle vollständig in eine Starre.

Will nix mehr, mag nix mehr, mach nix mehr.

Noch zwei Wochen bis zum Urlaub…

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Ich will hier weg…

Nein, die Depression reicht nicht, jetzt muss ich auch noch Heimweh kriegen (nach zehn Jahren, eine bestechende Logik).

Ich will hier weg, ich will hier weg, ich will hier weg!

Die Depression kommt mit Baseballschläger…

Der gewöhnliche Winterblues reicht offenbar nicht.

Es muss einfach ALLES doof sein.

Die Absage für einen Job, der geradezu „DARF MAN DAS?“ schrie, ist jetzt auch nicht grade hilfreich. Wenn die mich nicht wollen, wer dann?

Ich habe Panik, dass ich am Ende an meinem derzeitigen Job hängen bleibe. Weil ich keine bessere Alternative finde, weil ich Angst davor habe, ohne irgendetwas dazustehen.

Dieser Job schnürt mir die Luft ab. Ich habe das Gefühl, ich habe gar kein Leben mehr.

Die Tatsache, dass ich mein Mini-Gewicht von 50 Kilo halte, ist auch darauf zurückzuführen, dass ich einfach keine Zeit (und wenn doch, dann keine Kraft) habe, um mal in den Supermarkt zu gehen. Deshalb ist nie was zum Fressen im Haus. Geh ich halt hungrig ins Bett, morgens merk ich den Unterschied zwischen normalem Frühstückshunger und Ich-hab-seit-der-Mittagspause-nix-mehr-gegessen-Hunger eh nicht mehr. Hol ich mir auf dem Weg zur Arbeit schnell was beim Bäcker.

In manchen Monaten kann ich meine freien Tage an einer Hand abzählen.

Diese Stadt ist einfach… deprimierend.

Und sowieso… alles doof.

Ich will hier weg! 😦

Nicht alltagstauglich

No. 3 musste wieder weg… Furchtbar früh am Morgen… 😦 Immerhin riecht mein Bett jetzt nach ihm 🙂

Und meine etwas ramponierten Möpse werden mich wohl auch noch ein paar Tage an ihn erinnern…

Aggressiver Frustsex…

Das Phänomen No. 3 taugt nicht für den Alltag…

Wir waren beide so mit unseren jeweiligen Problemen beschäftigt, ich musste zur Arbeit und der arme Junge hat sich acht Stunden in der Stadt, die eindeutig nicht Berlin ist, gelangweilt…

Hochfrequenter Sex wurde durch stundenlanges Reden ersetzt. Da ist prinzipiell nichts dran auszusetzen, nur die Themen sind derzeit deprimierend. (Sonst stimmt er mich auch oft nachdenklich, aber eher im positiven Sinne.)

Keine rosarote No. 3-Wolke diesmal. Kein Dauergrinsen.

Es ist uns einfach nicht gelungen, uns in die seltsam entrückte No. 3-Welt zu verabschieden. Das Paralleluniversum, dass sich um uns und Musik dreht… In dem der Rest der Welt nur Deko und Spielplatz ist. Seufz.

Nächstes Mal wird der Alltag wieder ausgeladen!

(Und jetzt die Frage des Tages: Warum hat er, als er gegangen ist, die Mülltüte mit den benutzten Gummis und wer weiß was noch drinne in seine Jackentasche gesteckt und mitgenommen???)

Tränen

Das nervt.

Ich hab die ganze Zeit so ein beklommenes Gefühl. Habe Angst vor… ja, was?

Ich möchte die ganze Zeit weinen.

Wegen der Dinge, die ich sehe.

Wegen der Dinge, die sind.

Wegen der Dinge, die waren.

Wegen der Dinge, die vielleicht, eventuell, unter Umständen sein könnten.

Wegen der Dinge anderer.

Enfach so.

Wann hört es auf?

Liebes PMS

Liebes PMS,

Wir beide kennen uns ja nun schon lange. Haben schon viel miteinander erlebt.

Regelmäßig kommst du vorbei, nistest dich in meinem Hirn ein und sorgst dafür, dass ich Dinge tue, für die es keine rationale Erklärung gibt…

TUT DAS NÖTIG???!!!

Es ist ja ok, dass die Monatsblutung ausbleibt, damit kann ich wirklich gut leben, das braucht ja kein Mensch.

ABER diese miese Laune, die Depressionen, das aggressive Verhalten und das Ich-Möchte-Weinen angesichts von Dingen die gar nicht zum weinen sind, das stört.

Tagelang hälst du mich fest in einer Negativ-Blase. Ich kann nicht klar denken, ich bin nicht zu Zwischenmenschlichem in der Lage… DAS NERVT!

Die Kopfschmerzen hält auch keiner aus.

Also, liebes PMS. Wie wäre es, wenn du deine Hormone einpackst und verschwindest? Das wäre nett. Und nimm die Blutung mit, wenn du gehst!

Unfreundliche Grüße!