Wenigstens mein Immunsystem ist da, wo die Motivation sonst ist…

… und ich eigentlich auch gern mal wäre

… in der Karibik oder so.

Weit weg von mir jedenfalls und ich lieg hier mit der fiesen Erkältung. Immerhin, die Blasenentzündung hab ich überstanden, dafür habe ich eine andere Infektion und die unappetitlichen Details erspar ich euch jetz.

Und während Anfang der Woche der ein oder andere sexy Gedanke hochkam und ich für dieses Wochenende vielleicht doch noch eine Wiederholung mit No. 8 erwog, bin ich jetzt wieder sicher: Nie wieder Sex! Tief sitzendes Trauma…

Die Woche war also schon wieder total amaaaaaazing!

Nicht, dass ich es nicht versucht hätte.

Ich habe mir endlich mal den Chef zur Brust genommen und die 40 Wochenstunden angesprochen. Es war irgendwie schon witzig: Statt einfach zu sagen: „Nein, ich lasse meine Leute einfach lieber länger schuften für mein Geld“, fängt er an, irgendwas von organisatorischen Gründen zu schwurbeln, der Dienstplan und so. Das riesige Problem: Er müsste die Excel-Tabelle verändern! Der arme Mann, was ich da von ihm verlange.

Und mehr Urlaubstage, frage ich. Wär ja das gleiche Problem. Ob ich nicht doch lieber mehr Geld nehme? Außerdem würd ich ja meine Urlaubstage eh nie alle nehmen. Nee, die werden mir genommen, weil ich mir immer einen Puffer lasse für den Fall Man-weiß-ja-nie und am Ende des Jahres krieg ich dann lauter 7-Stunden-Schichten und am Ende stimmt dann die Tabelle wieder. Grmbl.

Er will da noch drüber meditieren. Nun gut. Medium amaaaaaazing.

Viel mehr amaaaaaazing ist natürlich der in spätestens 10 Wochen anstehende Abschied von meinem Nachbarn und seiner Helene. Das hob die Stimmung enorm, auch wenn sich natürlich die Frage stellt, wie er sich verabschieden wird. Mit Dauerkonzert? Wir werden sehen.

Ansonsten bemühte ich mich ums spreaden der amaaaaaazingness – gemäß meinem Grundsatz tu Gutes, dann erfährst du auch Gutes – und wollte mich endlich mal als Stammzellenspenderin registrieren lassen, wurde dann aber belehrt, dass ich mit meiner Blutgerinnungsstörung nicht geeignet bin. (Man is auch kein Beitrag zur Gesellschaft…) Grmpf.
Möchte mich jemand vertreten? Ihr müsst nicht mal ausm Bett aufstehen, die Wattestäbchen kommen per Post! Wohnstu in Schland, klickstu hier, liest du aus dem Ausland mit, frag Gugel.
Das is total gut fürs Karma und noch besser für jemanden, der mal ne Runde frische Stammzellen braucht.

Oh, fast vergessen: Ich hatte ja auch noch meine erste Flauschige-Tiere-Unterrichtseinheit. Die Dozentin war zwar anstrengend, aber es hat doch einige Fragezeichen in meinem Kopf beseitigt und war deswegen sehr hilf- und lehrreich. Ich hatte ja auch gedacht, dass ich nach 7 Stunden Unterricht zu einem anspruchsvollen Thema echt tot bin und einfach noch ein Tag mehr im Eimer is, aber ich war danach noch erstaunlich fit und hab noch richtig was erledigen können. Und irgendwie gehen 7 Stunden flauschige Tiere auch einfach schneller rum als 7 Stunden Arbeit! Ich nehme das mal als gutes Zeichen und setze darauf, dass sich das so fortsetzt.

Doch noch ein bisschen amaaaaaazing zusammengekratzt! (Ich gebe mir Mühe, Lila…)

Preparing for Hartz-IV-Fernsehen live

Morgen darf ich gegen meinen wundervollen Nachbarn aussagen. Schön morgens, damit ich seinetwegen schon wieder zu wenig Schlaf kriege… Grmpf.

Und weil meine Stärke schon immer perfektes Timing war, ist meine Erkältung natürlich kein bisschen besser geworden und von meiner Stimme ist nur noch ein Hauch von einem Rest übrig, der irgendwie nach Telefonsex klingt.

Wenn ich jetzt noch das nuttige Schwarze raushole…

Das wird ein Spaß!

Noch irgendwelche last-minute-Tipps zum Wiedererlangen der Stimme, anyone?

Meh…

Hust. Röchel. Keuch. Krächz. Kopf. Rücken. Gelenke. Auaa.

Das is doch blöde. Und zwar so richtig.

Das erste Mal seit einer Gehirnerschütterung vor über zwei Jahren, dass ich beim Chef anrufe. Nachdem ich mich lange gewunden habe. So leidend bin ich *michselberstreichel*. Kann mich kaum verständlich machen. Stimme? Wird doch überbewertet. Grad am Telefon.

Und jetz muss ich mich auch noch zum Arzt schleppen. Kann nich lieber einer kommen und mich einfach einschläfern?

Ich nehme Mitleid in großen Tüten.

In diesem Sinne. Schnief.

Das Haus, das Verrückte macht

Der Chef merkt nach Tagen an meiner SUPERSEXY Stimme, dass ich ziemlich erkältet bin.

Panik kommt auf – ich könnte ja ausfallen.

Fürsorgliche Frage:

– Soll ich dir einen Tee kochen?

Pause.

– Ich glaub, ich weiß gar nicht wie das geht…

Zweifel an seiner Ernsthaftigkeit kommen auf:

– Wie, weißt du nicht, wie man einen Wasserkocher bedient?

– Haben wir einen?

Wie sehr ich diese unheimlich stimulierende Arbeit in einem so intelligenten und lebensfähigen Umfeld mag… -.-

Besuch in Fünfland

Ich liege im Bett, ich hab Fieber, ich hab kalt, alle Muskeln und Gelenke tun mir weh.

Meine Nase brennt, ich kann nicht atmen und ins Taschentuch rotzen bringt auch nix.

Ich will meine Mama.

Ich bin krank und ich bin fünf und ICH-WILL JETZT MEINE-MAMA!

Mama kommt nicht.

Muss selber aufstehen. Selber Tee kochen. Selber Wärmflasche machen.

Erwachsen sein ist doof!