Über unrealistische Maßstäbe.

Ich bin ja schon immer schwierig gewesen, was die Partnerwahl angeht.

All diese Ansprüche… Zwar haben sie sich im Laufe der Zeit verändert, aber weniger werden es wohl nicht…

Mein Intermezzo mit D hat es nicht besser gemacht.

Es war so unglaublich schön, dass ich es nicht mal über mich bringe, ihm einfach eine Nummer zu verpassen. Es war so unwirklich, dass ich mich frage, ob ich es mir vielleicht nur eingebildet habe.

Es war so kurz, dass wir uns nicht in die Wolle kriegen konnten. Es war so kurz und so außerhalb unserer natürlichen Lebensräume, dass kein Alltag einkehren konnte und wir nicht mit seltsamen Macken konfrontiert werden konnten. (Und davon habe ich ja bekanntlich einige.)

Es war so schön, dass die Schmetterlinge das Flattern nicht mal unterließen, wenn ich schlief.

Und so bitteschön will ich das das nächste Mal auch wieder haben! Weil ich ja so ein realistischer Mensch bin.

Und diese Person soll bitte wunderschön sein, also am besten eine Frau, denn Frauen sind bekanntlich viel schöner als Männer.

Und dann möchte ich mich bitte möglichst jederzeit ankuscheln können und in den Arm genommen werden.

Natürlich muss diese Person superklug sein, damit ich nicht alleine intellektuelles Geblubber von mir gebe. Und wir uns gemeinsam über den Pöbel erheitern können.

Ganz abgesehen davon, dass ich großen Wert auf fan-tas-tischen Sex lege. Dominante Ader mehr als erwünscht.

Großartig kochen können sollte diese Person auch, schließlich kann ICH das nicht und Liebe geht durch den Magen. Und ich bin ein Vielfraß…

Außerdem…

Lassen wir das…

Es ist ja nicht so…

… dass meine Bemühungen nicht anerkannt würden.

Zwar hat No. 2 die meterlange Einkaufsliste, die ich ihm mit in seine Heimat gab, komplett ignoriert, dafür brachte er mir anderen Kram mit – nur vom Feinsten!

My beautiful picture

Das Instant-Zeug schmeckt bestimmt super künstlich und mega süß, aber das Original lässt sich einfach scheiße konservieren und kacke transportieren, also muss ich wohl bis zum nächsten Trip damit Vorlieb nehmen.

Und das Avocadoöl… hach. Ich werde es wohl auf mein Kopfkissen legen und Nacht für Nacht anschmachten, bis mir ein Menü einfällt, das ihm würdig ist…

In dem hinteren Glas waren übrigens Bergpapayas, die sind schon gestorben. *Schleck* Gar kein Vergleich zu diesem ungenießbaren Zeug, das man hier so im Supermarkt findet…

Merci No. 2 😀

Raubtierfütterung

No. 2 kommt vom Physizieren nach Hause, drückt mir einen Kuss auf, geht in die Küche, hantiert herum, wirft ein paar Dinge in Töpfe.

Der Herd wird angeworfen, ich werde ins Bett verfrachet, in ein handliches Paket verwandelt und von allen Seiten durchgefickt, während es in der Küche köchelt, blubbert und duftet.

Dann zieht sich No. 2 die Buxe an, geht in die Küche, drapiert das Essen ansehnlich auf einem Teller, kommt wieder in Schlafzimmer und füttert mich liebevoll mit ziemlich weichgekochtem Gemüse…

🙂

Schnurr.

Fast besser als Sex

Ungewöhnliches Ereignis:

Ich habe Feierabend und es ist noch hell 😮

Ich habe Zeit, mir was Richtiges zu kochen.

Da habe ich den ganzen Tag von fantasiert. Und es ist genauso geil geworden, wie ich es mir ausgemalt hab. Food Porn im Kopf… 🙂 Fast besser als Sex. Mjamm.

Die Frage nun: Was mach ich mit dem Rest vom Abend?