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Schon lange älter als ich je werden wollte.

Offensichtlich war ich sehr klarsichtig, was das angeht.

Ich habe schon vor einer Weile einen Haken an mein Leben gemacht. Ich finde es eigentlich schon immer ziel-, sinn- und freudlos. Ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass sich das noch ändern wird. Habe schon an so vielen Schrauben geschraubt: Immer noch nur anstrengend. Liege weiter mit dem Gesicht auf dem Asphalt und werde vom Leben weitergeschliffen. Sätze wie „das Leben ist schön“ sind für mich ein Paradebeispiel für ein Oxymoron.

Wenn ich Pech habe, habe ich noch nicht mal die Hälfte von diesem Ätz geschafft.

In diesem Sinne: Happy Birthday to me. 🥂

Una copa de vino tinto

Heute hätte J. Geburtstag.

Es stürmt und regnet und ich brauche so sehr das Mittelmeer im Herzen. Nach Barcelona wollten wir eigentlich eine Geburtstag-am-Mittelmeer-Tradition schaffen. 2020 wollten wir nach Griechenland. Aber da kam was dazwischen… Wir haben das Mittelmeer im Herzen, haben wir gesagt. Nächstes Jahr, haben wir gesagt. Und jetzt ist nicht nur immer noch Pandemie, jetzt isse auch noch tot.

Ich sauf trotzdem una copa de vino tinto auf dich, meine Alte. Du bist ja offensichtlich angerudert auf deiner Schlechtwetterwolke! Und nächstes Jahr vielleicht wieder am Mittelmeer. Salud.

Wtf

7 Jahre. Mein Blog ist 7 Jahre alt!

Hätte man mich gefragt, ich hätte was von 4 geblubbert. Aber ja es stimmt, wenn ich so daran denke, wann und warum ich ihn begann… Das ist 7 Jahre her. Irre. Da war ich ein anderer Mensch in einer anderen Welt. Kann man sich nicht ausdenken, was in der Zeit alles passiert ist. Will man vielleicht auch gar nicht. Aber irgendwie bin ich trotzdem nicht so richtig weiter. Vielleicht, weil ich im Geiste immer noch 7 bin 😉

Irre ist ja auch, dass das Leute gibt, die hier schon seit 7 Jahren mitlesen! Respekt! Ihr seid hart im Nehmen!

Die meisten Aufrufe hatte der Blog übrigens am 8. März 2018, als ich offiziell mein bevorstehendes Ableben ankündigte, wie passend. Nett, dass ihr alle noch mal vorbeigekommen seid!

Der mi Abstand am häufigsten gelesene Post ist der hier, ihr vorhersehbaren Ferkel! Aber ich glaube, da hat Gugel seine Finger mit im Spiel. Auf Platz 2 Möpse. Ihr vorhersehbaren Ferkel. Platz 3 ausgerechnet äußerst ungelungenes Vögeln mit No. 3, jaja, suhlt euch ruhig in meiner Selbstgeißelung.

Ach, aber ihr könnt ja wirklich auch nett. Oder so. Denn am meisten kommentiert habt ihr einen meiner Geburtstage.

So dann. Ich geb einen aus! Corona-konform virtuell und im Geiste.

Prost, auf die nächsten 7. Lest mir ruhig weiter beim Scheitern zu, gebt euren Senf dazu. Und so.

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Älter als ich je werden wollte und komplett desillusioniert. Allgemeines Meh. Allgemeine Niedergeschlagenheit. Und allgemeine Hoffnungsosigkeit.

So meh wie selten, ohne wirklich einen Grund ausmachen zu können. Außer das generelles Meh um Job, Wohnsituation, Helikopterkatzenmuttiangst und was will ich eigentlich, jedenfalls nicht das hier.

Darauf also Schnaps und Prost.

Die ganz wichtigen Fragen und Probleme

No. 1, dieser sentimentale Alte, hat die letzten Tage natürlich wieder geschrieben. Wie fast immer im November, wenn unsere Geburtstage näher rücken. Er fand es ja damals geradezu schicksalhaft, dass unsere Geburtstage sozusagen ineinander übergehen.

Ich habe mittlerweile eine Art Sport daraus gemacht, mit mir selbst Wetten einzugehen, wie lange ich mit ihm Nachrichten austauschen kann, bis es wieder komplett abgleitet. Und jetzt frage ich mich gerade: Wird der Mann heute schon 40? Wird meine Nachricht entsprechend mokant? Wie mache ich mich angemessen lustig, ohne dass er merkt, dass ich eigentlich nicht so genau weiß, wie alt er ist?

Der Stuss, mit dem mein Hirn sich so beschäftigt…

Übrigens: Ich hab genau gesehen, dass meine Mama meinen Geburtstagskuchen in der normalen Form und nicht in der Pferdeform gemacht hat! *Hier das Gesicht einer höchst beleidigten soon-to-be-Fünfjährigen einfügen.* Jaahaaa, in der Quersumme werde ich fümpf! *stampft mit dem Fuß auf und ab*

Vier

Mein kleiner Blog ist heute vier Jahre alt geworden.

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Und wie jedes Jahr an dieser Stelle stelle ich fest: Dieses missratene Gör macht, was es will!

So war das nicht geplant. Aber gut. Nach einer Phase des Fremdelns haben der Blog und ich wieder zueinandergefunden und mittlerweile mag ich ihn so, wie er ist. Dann entspricht er eben nicht meinen Ansprüchen, na und? Ich schreibe gerne hier und ich schreibe gerne so, wies mir grad in den Sinn kommt, literarisch wertvoll oder nicht. Ob die Leser es mögen oder nicht. Ich schriebe hier auch, wenn keiner mehr mitläse.

Natürlich freue ich mich immer, wenn ihr eben doch lest und noch mehr, wenn ihr kommentiert oder Nachrichten schreibt. Mitunter ist das auch richtig hilfreich. Aber wenn ihr nix zu sagen habt: Na denn nich.

Natürlich könnte ich  auch dafür sorgen, dass hier noch mehr Leute lesen und kommentieren. Ich weiß mehr über Reichweitenoptimierung und SEO und so Zeug, als mir lieb ist. Sogar, wie man es umsetzt, ohne dass der kritische Leser es unbedingt merkt. Die Frage ist: Warum sollte ich das tun? Das wär ja direkt Arbeit.

Ich wiederhole mich ja immer gern: Das hier ist meine Spielwiese Kotzschüssel. Hier mach ich, was mir gefällt, wie es mir gefällt. Und wem es nicht gefällt: Kurzer Hinweis auf das x oben in der Ecke. ↗

Nun hab ich derzeit nicht so viel zu kotzen, aber ach, das Jahr ist ja noch lang. Der Blog wird sicher auch noch fünf 😉

 

Hui, mein Blog darf Ü-Eier

Er is nämlich jetzt drei.

Und wie letztes und vorletztes Jahr bemerke ich: Der Blog hat einfach seinen eigenen Willen.

So richtig gefällt er mir allerdings nicht mehr. Zum einen, weil mein Leben einfach keine Themen mehr hergibt und zum andern is irgendwie der Stil den Bach runtergegangen. Meh.

Najut, ich lebe antiautoritäre Erziehung, der Blog darf weiter machen, was er will. Jetzt auch mit Ü-Eiern.

Prost.

Kindergeburtstag

Dass No. 2 sich nach unserem Weihnachtsspaß überhaupt noch zu meinen Eltern raustraut…

Aber – er kam. Und das an seinem Geburtstag.

Er ist mal so dumm gewesen, mir und meiner Mama zu erzählen, dass er als armes Kind nicht sehr wohlhabender Eltern in einem nicht sehr wohlhabenden Land nie so richtig einen Kindergeburtstag hatte.

Nichts leichter als das! Wir hatten einen Mordsspaß und er wurde nicht gefragt. Stellte nur immer wieder fest, dass wir Deutschen echt ne Meise haben. (Selbst zum ostereiermalen haben wir noch Zeit gefunden… fand er völlig hirnrissig – er hat einfach keine Ahnung!) Und über das Lego, das wir ihm schenkten, hat er sich sogar gefreut.

Sollte man öfter machen, so nen Kindergeburtstag. Lange nicht so ausgiebig gelacht…

Überraschung!

Da komme ich nichts ahnend um 23:20 Uhr von der Arbeit…

No. 2 steht vor der Tür. ÜBERRASCHUNG!

Hah…

Meine Wohnung sieht aus, wie meine Wohnung aussieht, wenn ich keinen Besuch erwarte…
(Meinen Ruf als die Alte mit dem Reinlichkeitsfimmel bin ich für immer los. Und all meine Räum-deinen-Dreck-weg-Autorität auch…)

Meine Beine und meine Muschi sind auch nicht gerade vorzeigbar…

War mir das peinlich…

Immerhin brachte er ein Geschenk mit…