Können mich alle

Hänge in der Heimat und tue NIX. Denke an NIX.

Das Leben dreht sich ums Pferd und Mirabellen.

Fertig.

Nächste Woche hab ich Urlaub. Auf dem Programm: Pferd. Und Brombeeren.

Amaaaaaazing.

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Ich will nach Hauuuuus

So langsam komme ich mir vor wie ein Kleinkind.

Je länger ich an diesem Pissort versauere, desto mehr will ich nach Haus.

Meine Stippvisite dort war amaaaaaazing: Endlich wieder das eigene Pferd unter den Fingernägeln, er ist doch einfach die größte Schmusebacke unter der Sonne. Schöön.

Dazu unendlich Energie: Erdbeeren ernten, schwimmen gehen, Pferd bespaßen, Fahrrad fahren – alles viel weniger anstrengend, als 8 bis 11 Stunden am Tag im Büro sitzen und Nase bohren.

Wenn man dann in Stadt und Job zurückkehrt, ist alles noch viel deprimierender als vorher. Seufz.

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In einer Stadt, in der ich nicht leben will, für einen Job, der mir keinen Spaß mehr macht, scheiße bezahlt ist und dämliche Arbeitszeiten mit sich bringt, in einer Wohnung, die mich nervt und in der es schon wieder von der Decke tropft.

Irgendwie kommt mir ein Job an der Supermarktkasse in der Heimat grad attraktiv vor…

Urlauuuuuubbbb!

Sonne im Gesicht.

Wind im Haar.

Der Geruch von frisch bearbeiteter Erde und Salz.

Der Geschmack von Himbeeren.

Das Zirpen der Grillen.

Fell unter den Händen…

🙂

(Nicht ganz so schön, wie das Original, aber das Beste, was ich online fand…)

Und da isser wieder, der Alltag

Eine Woche in der Heimat und alles war, wie es sein soll.

Zurück in der Stadt, zurück bei der Arbeit.

Alles beim Alten.

Wirkt alles so furchtbar weit weg. So unvertraut. Und doch trägt mich die Routine.

Wie lange war ich weg? Eine gefühlte Sekunde, eine gefühlte Ewigkeit…

Zeit und Selbst

An manchen Orten bleibt die Zeit stehen.

In der Sparkassen-Filiale sind die 80er.

Im Edeka die 70er.

Auf dem Milchhof die 50er.

Bei JK die 90er.

Mein Kinderzimmer: ein Museum meiner Pubertät.

Es ändert sich nichts und doch so viel.

Ich mag mein Dorf. Oder eher: die Landschaft hinter dem Dorf.

Ich liebe die Natur. Und wie sich wandelt um Jahresverlauf.

Ich weiß, wo der Fuchs wohnt und die Rehe.

Ich weiß, wo man mit ein bisschen Glück den Dachs treffen kann oder zumindest seine Spuren.

Ich weiß, wo die Kraniche rasten und die Hirsche ziehen, wo man sich vor Wildschweinen in acht nehmen muss.

Ich weiß, wo die Enten brüten, die Rebhühner und die Fasane.

Ich weiß, wo der Kuckuck wohnt, der Habicht und der Stieglitz.

Ich weiß, wie viele Hasen und Kaninchen da sind und bin traurig, wenn einer fehlt.

Ich weiß, wann man wo welches Kraut und welche Beere essen kann,

Ich weiß, wie spät es ist, wenn ich in den Himmel schaue.

Ich weiß, wie morgen das Wetter wird, wenn ich abends den Sonnenuntergang sehe.

Ich mag meine Landschaft.

Im Dorf war ich nie integriert.

Meine Welt waren mein Pferd und meine Bücher. Mein Bewegungsradius war winzig. Mein Horizont weit.

Ich war die erste, die ging.

Mit 17 war ich auf der anderen Seite vom großen Teich.

Aber ich komme immer wieder. Es wird mir nie zu klein.

Hier ruhe ich in mir. Mein Tag ist gefüllt. Meine Nummern sind hier ganz überflüssig. Gestern schrieb No. 5. Wir chatteten über Skype. Zum Schluss schrieb ich unseren Blowjob-Code: 😮 😛 (nod) (Mund auf, Zunge raus, Kopf bewegen 😉 ).

Er schreibt: Wow, das bräuchte ich jetzt.

Hm. Ich irgendwie nicht. Kein Bedürfnis. Fehlt mir auch nicht…

Aber warte nur, bis ich in der Stadt bin!

Ich bin die Selbe und doch eine Andere…