Das ganz große Pfffft

Manchmal setzt man große Hoffnungen in Dinge, Menschen, Ziele, Möglichkeiten. Ich kann vor allem letztere stundenlang in meinem Spatzenhirn durchspielen: Was wäre wenn und wäre wenn nicht wunderbar?

Manchmal warte ich Wochen und Monate oder sogar noch länger auf das große Finale. Das Wenn.

Manchmal – viel zu oft – kommt statt des großen, sehnlich erhofften großen Wumms nur ein niedliches Pfffft. Ein Anruf. Ein Gespräch. Ein nie geführtes Gespräch. Eine verpasste Gelegenheit. Ein minimal verändertes Vorzeichen. Pfffft. Die Spannung löst sich, die Hoffnung verpufft in Sekunden.

Manchmal bringt es eine Enttäuschung mit sich.

Manchmal kehrt einfach die natürliche Ordnung der Dinge zurück.

Manchmal ist das ganz große Pfffft genau das, was nötig war. Und mit ein ganz bisschen Bitterkeit gibt es süße Gewissheit.