Mistress Scarlett II

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Mistress Scarlett überwacht GENAUESTENS meine Tätigkeiten im Bett Office. Bitte auf jeden Fall Müdigkeit vorschützen und alle Aufmerksamkeit ihrem weichen Fell widmen!!! Für ihre Überwachungstätigkeiten legt sie sich am liebsten auf meine Brüste – da hat man den besten Überblick.

Beim leisesten Fehlverhalten erhebt sie sich mit gestrengem Blick und ihre Krallen bohren sich unerbittlich und höchst treffsicher tief in meine Nippel… Regelmäßig.

Ich bin in harter Hand.

Boffice

Habe ich mal  erwähnt, wie herrlich ich es in meinem Bettoffice finde? Einfach mega der Win. Das fette Arschloch bekomme ich nur noch sehr gedämpft mit und man merkt, wie schwach er auf einmal ist ohne die Rückendeckung vom Chefchef. Da der Chefchef statt wie vorher durch Fetti mit mir zu kommuniziert, jetzt einfach direkt mit mir telefoniert, bekomme ich manchmal sogar gegenläufige Ansagen. Fetti ist einfach nicht gut im Long-Distance-Speichellecken. Der traut sich offenbar schon gar nicht mehr, sich direkt an mich zu wenden, sondern schickt ausgerechnet die Unperson vor. Und selbst die lässt sich dazu hinreißen, über ihn zu lästern, wenn sie seine Direktiven weitergibt. Und auch sie bekommt sehr unterschiedliche Ansagen von Fetti und dem Chefchef.

Alles sehr, sehr possierlich.

Meine Linie: Einfach machen, was ich denke. Löpt.

Jedenfalls, meinetwegen kann das ewig so weitergehen. Ich fürchte nur, Fetti wird das nicht gefallen, weil er sich kaum noch durchsetzen kann.

Der Arbeitsgatte fragt mich zum 1000. Mal, warum ich mir nicht eigentlich nen ganz anderen Job suche.

Die Nymphomane Laterne erzählt von ihrer verschnupften Pornostimme und fragt: Sexhotlines dürfen doch noch arbeiten, oder? Ich hab da eine Idee für einen Nebenjob.

Kannste ja im Home Office machen, antworte ich und frage: Warum mache ich das eigentlich nicht???

Ihre berechtigte Frage: Ja, warum eigentlich nicht?

Kann man auch ungekämmt im Bett machen. Oder in Schlabberklamotten aufm Balkon. Oder, fürs praktisch echte Rumgestöhne, auf dem Rudergerät. Hier oder woanders.

Hmmmm.

Social whaat? – Alltag

Ein weiser Mann sagt mir dieser Tage immer wieder, ich soll die Dinge positiv sehen. Na jut.

Was soll ich sagen. In der Redaktion ging bereits letzte Woche die Panik um, nachdem der Chefchef ein Verdachtsfall war. Das fette Arschloch faselte irgendwas von Feldbetten und ich machte mich dünne.

Nun befinde ich mich in der sehr privilegierten Lage, dass meine Arbeit komplett onlinebasiert ist und ich das von egal wo machen kann. Bloß, dass das fette Arschloch immer meint, wir sollen nicht ganze Wochen im Home Office bleiben und wenn dies und das, dann dürfen wir nicht ins Home Office, bla. Letzte Woche konnten wir auf einmal nicht schnell genug verschwinden.

Win für mich: Ich muss seine dumme Fresse nicht sehen und sein dummes Gelaber nicht hören. Dasselbe gilt für die Unperson. Kleiner Nachteil: Weil alle im Home Office vor sich hinwurschteln, kommuniziert niemand und am Ende bleibt alles an mir hängen. Es geht doch nichts übers Gebrülle quer durch die Redaktion à la: Tu dies, zackzack! Wenn ich dafür erst telefonieren oder mailen muss – selbst Chat dauert zu lange, weil ich nicht so schnell tippe, wie ich brülle – mache ichs doch lieber schnell selbst. So habe ich unfassbar viel zu tun, neben der unfassbar geschäftigen Nachrichtenlage. Und wir sind ja so irre gut besetzt, weil ja alle voll gern unter der Fuchtel von Fetti arbeiten… Ich beneide die Kollegen nicht, die „nebenbei“ noch Kinder betreuen müssen. Ich liege nur mit Laptop und Katze – der Fell-Good-Managerin – im Bett rum.

Win für die Katze: Abgesehen davon, dass sie jetzt 24/7 unterhalten wird, ist sie postkastrationslädiert und kann den ganzen Tag auf mir liegen und sich gesund schnurren. (Definitiv kein Win für bequemes Liegen.)

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Win: Social distancing. ENDLICH muss ich mich nicht mehr dafür rechtfertigen, ein ungeselliger Waldschrat zu sein! Endlich fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen. Ist das herrlich. Wer hätte gedacht, dass das mal ein Vorteil sein könnte, ein Assi zu sein. Bett, Rudermaschine, Spaziergang am See – was soll ich sagen: Mir reicht das völlig!

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Im Grunde hat sich für mich nix verändert – außer, dass ich nicht mehr die 10 Minuten zur Arbeit radeln muss. Wie gesagt: Privilegierte Lage. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, für die sich sehr viel ändert, die noch unfassbar viel mehr zu tun haben, die es unendlich viel schwerer haben, die es mir ermöglichen, mich hier im Bett am Arsch kratzen zu können, die für unser aller Sicherheit und Gesundheit da draußen unterwegs sind. Danke an die. Und dann sind da noch ganz viele Leute, die auf ganz hohem Niveau jammern. Naaa aaach. Ich lass das jetzt.

Ich jammer ein bisschen: Madagaskar fällt flach, das ist ganz schön bitter. Um es mal gelinde auszudrücken. (Win für die Katze.) Sex natürlich auch, aber das wollte ich ja eh nicht mehr, nech? …

In diesem Sinne: Haltet alle durch, genießt die Sonne und bleibt gesund!