Segel setzen

Mein Bruder schenkte mir Segelstunden. Selig 🙂

Ich bekam in drei Tagen drei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Reaktionen auf Bewerbungen, die ich zwischen Anfang August und letzten Samstag geschrieben hab. Alles klar. Ein reiner Brotjob, ein Job, auf den ich mich aus reinem Aktionismus beworben hatte, und ein ganz okeer Job. Aber natürlich wieder am Arsch der Welt. Nun gut. Damit ist die (mehr als nervige und eh praktisch aussichtslose) Suche nach einer Bude in Hamburg erst mal auf Eis gelegt.

Immerhin scheint meine Bewerbung ja nich ganz doof zu sein. Amaaaaaazing.

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Schadenfreude ist amaaaaaazing Freude

Irgendwie sollte ich mir zu schön für so schäbige Schadenfreude, aber ach…

Einer meiner Noch-Kollegen erwägt gerade, auch das Handtuch zu schmeißen, weil die Arbeitsbedingungen wirklich echt scheiße sind, und der Neue, der mich und den Kollegen, der bereits im August ging, ersetzen soll, taugt… so rein gar nichts und ist bereits zum zweiten Mal in fünf Wochen krank. Der Chef ist not amused.

Alles in allem wird die eh schon dünne Personaldecke sehr, sehr löchrig. Gnihihihi.

Überlebende

Heute nur so viel Amaaaaaazingness: Habe es fertig gebracht, meine Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch NICHT zu töten. Gerettet hat sie allerdings allein die Tatsache, dass sie selber auf den Gedanken gekommen sind, unter den gegebenen Umständen wenigstens die Fahrtkosten zu übernehmen.

Die ewige To-Do-Liste II

  • Job gekündigt ✅
  • Wohnung gekündigt ✅
  • Strom gekündigt ✅
  • mich mit dem DSL-Anbieter abgekaspert ✅
  • beim Arbeitsamt stramm gestanden ✅
  • Kram und Möbel bei eBay-Kleinanzeigen feilgeboten ✅
  • Kram und Möbel erfolgreich losgeworden ✅
  • total beklopptem Termin für ein Vorstellungsgespräch zugestimmt ✅
  • wildes Dienstplangeschacher betrieben, um den Termin wahrnehmen zu können ✅
  • Trip zum Vorstellungsgespräch am Arsch der Heide organisiert ✅
  • 3,5 Überstunden gesammelt ✅

Gestatten: Duracell-Hase.

Amaaaaaazing (also, das meiste davon).

Ok. – Und nun?

Kündigung abgeliefert.

Kurz und schmerzlos.

Der Chef sagte nur: Ok.

Kein: Neiiin, bitte bleib. Kein: Aber waruuum?

Er hats wohl wirklich schon erwartet.

Ich bin ja ein bisschen beleidigt.

Nun geht also kein Weg mehr zurück. Was mach ich n nun?

Mal sehen:

  • Was mit Medien ist echt scheiße. (Erfahrungswert)
  • Was mit Sprachen ist echt scheiße. (Erfahrungswert)
  • Was mit Menschen wär echt scheiße. Ich hasse Menschen. Wirklich. Sehr. Das ist der einzige große Vorteil meines derzeitigen Jobs: Ich kann 90 Prozent des Tages allein vor mich hinmuffen. Ich bin auch nicht teamfähig. Da nerven mich die Menschen nur. Und meistens ist es Zeitverschwendung. (Erfahrungswert – ich habe allerdings auch noch nie versucht, ein Hochhaus zu bauen oder so)
  • Was mit Computern und Software und so is nur so medium. Ich find den Knopf zum Einschalten. Ich kann das Worddokument öffnen. Ende. Beim kleinsten Problem rufe ich hysterisch No. 2 an. Ich bin auch nur sehr bedingt lernbereit. Wie wird das nur, wenn ich 80 bin? (Wird mal ein Erfahrungswert)
  • Was mit den Händen wär auch doof. Erstens sind beide linke und zweitens krieg ich bei Stress direkt fieses Ekzem und kann nix mehr anfassen. Zumindest nix, was irgendwie feucht ist, die Hände feucht macht, die Haut reizt oder an ihr rubbelt. Also nix. (Erfahrungswert) Der Dermatologe hats auch verboten.

Halten wir fest: Ich bin faul und unmotiviert. Da findet sich bestimmt was… Zur Not greife ich auf mein Kunstprojekt zurück.

(Ich klinge wirklich wie ein RTL-II-Hartzer, dem keine Ausrede zu doof ist… Rosige Zukunft voraus.)

Über Formalien

Sitze im ICE und hab Grummeln im Bauch. Heute Nachmittag muss ich wieder arbeiten. Zum Kotzen. Und das nicht im übertragenen Sinne.

Sitze im ICE und feile immer noch an meinem Kündigungsschreiben. Scheiße, wenn man mit dem Chef per Du ist. Dann so ein förmliches Schreiben, das wirkt sehr komisch. Und distanzierter, als es soll. Im Grunde haben wir uns abseits vom Fachlichen immer gut verstanden.

Ich muss an meine kanadische Mami denken, die irgendwann mal, während sie mich zur Schule fuhr, einen Papierfetzen aus dem Handschuhfach zuppelte und an der Ampel draufkrickelte: „Je demissionne“ (sic!). So wärs mir irgendwie auch lieber….

Immerhin hab ich meinen Frieden damit gemacht, dass ich im schlimmsten Fall ab Dezember arbeitslos bin. Dann ist das so.

Schade find ich die ganze Entwicklung trotzdem irgendwie. Es gab mal Zeiten, in denen ich richtig Bock auf den Job hatte, Spaß daran hatte und mit davon etwas versprochen habe…

Nun gut. Moving on…