Liebe Woche, ich habe leider kein Foto für dich

Amaaaaaazing-Time.

Hm.

Die Woche war so durchschnittlich wie nur irgendwas. Keine besonderen Hochs, keine besonderen Tiefs. Und das trotz Rückkehr aus dem Urlaub. War halt so. Trotz sieben Tagen Schicht am Stück. Is halt so. Trotz wichtigtuerischem Volontär. Gut, DEN WERDE ICH BALD TÖTEN, UMBRINGEN, ABSCHLACHTEN. Ommm. Und ich bin immer viel zu nett zu ihm. Grrrr.

Ich kann mich im Moment nicht so richtig für irgendwas begeistern, weil ich so furchtbar mit mir selbst beschäftigt bin. Ich bin ziemlich unzufrieden mit mir. Weil ich so undiszipliniert bin. Was das Zeitmanagement angeht, was das Essen angeht, was den Sport angeht, was die Jobsuche angeht, alles. Weil ich irgendwie falsche Prioritäten setze, mir darüber bewusst bin und doch nichts ändere.

Weil ich nicht endlich mal klar Schiff mache, was meine Kontakte angeht. Ich gebe mich derzeit mit so vielen Leuten ab, die ich gar nicht in meinem Leben haben will. Weil sie mir nicht gut tun, weil ich von ihnen genervt bin, weil sie von Anfang an ne schlechte Wahl waren. Aber statt denen einfach mal noch n schönes Leben zu wünschen, widme ich ihnen immer noch meine kostbare und nicht gerade üppige Zeit. Weil ich zu nett bin. Aus Gewohnheit. Weil ich denke, irgendwann könnte mir diese Person noch nützlich sein. Aus Gründen. So eine Scheiße. Warum denk ich so?

Auf der anderen Seite sehne ich mich nach neuen Impulsen durch neue Personen. Aber mich mal dazu aufzuraffen, Impulsgeber zu suchen, krieg ich auch nicht hin. Am Ende investier ich da nur wieder Zeit und Energie und nach drei Tagen, drei Wochen oder drei Monaten stellt sich die Person doch als Flachpfeife raus. Und dann hab ich noch sone Nase an der Backe, die ich eigentlich gar nich mehr sehen will, aber – siehe oben.

Eigentlich bin ich die Flachpfeife.

Ich habe gerade ein sehr starkes Bedürfnis nach Veränderung. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich da an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpfe, keiner so richtig die Energie widmen kann, die ich ihr gerne widmen würde und so zu gar nichts komme. Ich habe ein bisschen die Hoffnung, dass ich in irgendeinem Bereich zumindest etwas Kleines ins Rollen bekommen kann und daraus irgendwann und mit Geduld mehr wird. Vielleicht habe ich auch den Veränderungen, die bereits eingetreten sind, nicht genug Wertschätzung zukommen lassen. Oder sie waren am Ende nicht so wichtig wie ich dachte. Wer weiß.

Als allererstes muss ich mit dem Nettsein aufhören.

Einfach endlich rauslassen, was ich wirklich denke. Das wird amaaaaaazing.

Auf Veränderungen!

Kleine Leben

Reihenhaus, kleiner Garten, großes Auto.

9 to 5, Wochenende, Fußball, Grillparty, immer die gleichen Nasen.

Kleine Leben, denke ich.

Arrogant.

Als wär meins irgendwie größer.

Bewegungslosigkeit

Ich sitze im Zug.

Reglos.

Der Zug rast voran.

Ich bin reglos.

Menschen laufen hin und her.

Ich bin reglos.

Der Regen rinnt die Scheiben herunter.

Ich bin reglos.

Autos fahren umher.

Ich bin reglos.

Die Wolken ziehen am Himmel entlang.

Ich bin reglos.

Selbst die Landschaft vor den Fenstern bewegt sich.

Nur ich bin reglos.

Die Welt zieht an mir vorbei.

Vor nicht allzu langer Zeit dachte ich noch, ich hätte alles richtig gemacht.

Mittlerweile glaube ich, alles falsch gemacht zu haben.

Vielleicht sollte ich gar nichts mehr tun…

Wann bin ich bloß falsch abgebogen?

Es ist alles still und heimlich verschwunden.

Sozialleben
Erfolg
Spaß
Motivation
Ziele

Etwa in der der Reihenfolge.

Mein Lebenstraum – zebröselt und im Wind verteilt.

Ich mache nur noch Dienst nach Vorschrift. Und danach reicht meine Energie grad noch für ein paar Serien.

Die einzigen Gespräche von Angesicht zu Angesicht, die ich noch führe, sind die zehn Minuten Schichtübergabe jeden Tag. Und auch das wird bald der Vergangenheit angehören, wenn das Goldkind vom Chef ins Home Office geht. Etwas, was ich seit einem Jahr immer wieder anrege. Für mich. Damit ich diese Stadt endlich verlassen kann.

Der kleinste Scheiß bringt mich zum Heulen.

Und wann immer ich mich aufrappel, um etwas zu ändern, passiert… nichts.

Ich fühl mich wie in einer Gummizelle…

Toter Punkt

Was bin ich für ne feige, faule Sau.

Immer, wenn ich an einen Punkt komme, an dem ich ohne größere Anstrengung nicht weiter komme, will ich alles hinschmeißen.

Aufhören, aufgeben, liegen lassen, nächstes Projekt beginnen.

Ich kann nicht ständig was neues anfangen, in Schlangenlinien durchs Leben schlingern!

Nee, nee, Baby, du musst mal die Arschbacken zusammenkneifen und durchhalten. Es kann dir eben nicht immer alles zufallen. Auch du hast Grenzen, manchmal musst auch du dich anstrengen!!!