Si no me acuerdo no pasó.

Mit meinen verrückten Hermanas im heißesten Club von Temuco. Wenn in Temuco irgendwas heiß ist – außer uns. Moviendo la cadera und so.

Wir fallen auf wie die bunten Hunde, ich als Weiße und die beiden superblondierten Cs.

Wir sind nur da, um uns den Strandsand aus Puerto Saavedra wieder abzuschütteln. Das können wir auch ganz gut ohne männliche Hilfe. Dass uns geifernde Machos dabei zugucken, wie wir miteinander tanzen: Geschenkt.

Ein Typ in einem höchst geschmackvollen 90er-Jahre-Streifen-T-Shirt zieht mich besonders ausgiebig mit Blicken aus. Eigentlich warte ich nur darauf, dass er endlich mal seine Cojones zusammensammelt und mich anbaggert. Damit ich ihn eiskalt abduschen kann.

Eine der Cs schleppt mich aufs Klo und zieht mich am gestreiften T-Shirt vorbei. Der Typ macht ein Pfeifgeräusch und greift mir ins Haar.

Irgendwie ist dann halt meine Faust in seinem Gesicht gelandet. Leg dich eben nicht mit einem Dorfkind an!

Mir war eh mal nach frischer Luft… Und morgens um 4 kann man auch mal nach Hause gehen…

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Gesprächsfetzen

Ich bin aufgewacht und sitze in meinen Schlafklamotten (nix, es sind 1500 Grad) am Fenster und freue mich am Gewimmel in Santiago. Sehr heimelig. 🙂

Mein chilenischer Anstandswauwau steht mit einem Ständer neben meinem Bett, gähnt und guckt auf die Uhr: Is ja noch arschfrüh. Deswegen bin ich so müde.

Darf man das?: Warum schläfst du dann nicht weiter?

Er: Du hast mich abgelenkt!

Redaktionsgesprächsfetzen

Arbeitsgatte: Guck mal, n Thema!

Darf man das?: Das ist doch laaaaaaangweilig.

Arbeitsgatte: Hast du was Besseres?

Darf man das?: *Seufz* Nein.

Arbeitsgatte: Dann mach es. SCHNELL.

Darf man das?: Meeeh.

Grafiker (der in abendlicher Langeweile bei uns rumgammelt): Hol die Peitsche raus!

Darf man das?: *schnurr*

Arbeitsgatte: Ich wollt grad sagen, ich bin nicht sicher, dass sie das unangenehm fände…

Darf man das?: Hmmm, mehr, fester.

Grafiker: Und dann nimmt sie dir die Peitsche aus der Hand und zeigt dir an dir, wie fest sie es will, hmm?

Darf man das? und Arbeitsgatte: Hmmm, nein!

(Ich vermute, wir dachten nicht unbedingt das Gleiche dabei…)

Jahresendzeitstimmung?

Offensichtlich müssen alle noch schnell was zum Ficken kriegen, bevor das Jahr zu Ende geht. Ich nehme mich da nicht aus.

Dieser eine Typ, der ständig in meinem Kopf umhergeistert, kuschelt mit einer Tussi rum. Ich will ja gar nichts mit ihm anfangen, das wäre ja eine dumme Idee. Aber mein dummes Ego will, dass er mich will (sehr faires Arrangement, finde ich…). Und so kriege ich eine höchst erwachsene Eifersuchtskrise und verbreite schlechte Laune.

Der Nerd turtelt wie üblich mit der Volontärin rum, schließlich machen sie gemeinsam nen Abflug. Den dritten Tag in Folge, wie der Redaktionsleiter feixend feststellt. Vielleicht hat sich die Sache für mich jetzt endlich wirklich erledigt.

Schließlich sind der Arbeitsgatte und ich allein in der Redaktion. Wir kaspern rum, er hellt meine Stimmung deutlich auf. Ich himmle ihn ein bisschen an, fordere ihn auf, sich nackich zu machen (was er ignoriert) und biete ihm – wenn auch sehr durch die Blume – die Aussicht auf Blow-Jobs. Entweder hat er es nicht verstanden, oder es sehr galant ignoriert. Es gibt ja auch Männer, die ihren Frauen treu bleiben…

Derweil schreibt mir No. 8. Unerwartet, aber nicht ganz überraschend. Es geht auf Januar. Männer sind so sentimental. Er lädt mich ein für’s nächste Wochenende, ins Hotel und so… Abgeneigt bin ich wahrlich nicht, endlich mal wieder hemmungslos vögeln… Aber da bin ich dann schon in Chile. Er schlägt ein Treffen nach dem Urlaub vor, aber wer weiß. Vielleicht bin ich bis dahin wieder abgekühlt…

Warum ich wirklich keinen Sex mehr habe (vielleicht)

Mir macht das Gedanken, dass mein Sexleben so brach liegt.

Und dass ich so wenig Lust habe.

Dann trudelt ein unzweideutiges Angebot ein und plötzlich ist es ganz klar:

Es wird immer so von mir erwartet, dass ich mich unterwerfe. Unterwürfig verhalte. Ja und Amen sage. Alles ganz selbstverständlich. Und dann gibt’s am besten noch ein rehäugiges Dankeschön oben drauf.

Nö. Einfach nö.

So bin ich nicht.

Meine Unterwerfung gibt es nicht geschenkt. Das ist nicht selbstverständlich. Und rehäugig gibt’s vielleicht im übernächsten Leben.

Ich gebe Widerworte, ich bin frech, ich lache (aus), ich teste, ich bin widerborstig, ich sage auch mal nö. Ich bin funkeläugig.

Soo leicht bin ich nicht zu haben.

Mach’s dir halt selbst!

Weihnachts-Männer

Weihnachtsessen mit No. 1a und unseren Muddis. Ich schenke No. 1a, die derzeit nach einem Erzeuger ihrer zukünftigen Kinder sucht, ein Klemmbrett, auf dass ich unsere Männercheckliste – die Originalversion von ganz damals, als wir so adoleszent waren wie geht – geklemmt habe und einen quietschpinken Stift zum Abhaken der einzelnen Punkte. Mit der Hausaufgabe, das Teil auf das nächste Date mitzunehmen und das Gesicht des Glücklichen zu filmen, wenn sie die Liste auspackt und Punkt für Punkt durchgeht.

No. 1a quietscht vor Lachen und die Muddis gucken kariert. Meine Muddi wusste zwar von der Existenz der Liste, kannte ihren Inhalt aber nicht. Die Muddi von No. 1a hört zum ersten Mal von der Sache.

No. 1a liest die Liste laut vor. Selbst ich konnte mich nicht mehr an alles erinnern. Wir lachen Tränen. Ihre Muddi guckt immer karierter. Dann sagt sie zu meiner Muddi: Weißt du, die waren kreuzbrav, nie in der Disco und immer um 11 zu Hause. Hauptsache, die machen so ne Liste für nen Typen, den sie nie hätten aufreißen können! Und meine Muddi antwortet: Wer weiß, wie viele Hausaufgaben die in der Zeit nicht gemacht haben. (Kann ich beantworten: Wir haben eh nie was für die Schule gemacht, Zeitverschwendung! (Französisch ausgenommen…))

Was wir nicht sagen: Dass wir viel zu beschäftigt waren, miteinander zu schlafen, um noch nen Typen mit ins Boot zu holen. Was wir auch nicht sagen: Was wir seitdem angestellt haben. Wir tauschen nur bedeutungsvolle Blicke und gackern noch mehr.

Haach, schönstes Weihnachtsgeschenk.

Rudelwinseln

Wie immer treten meine Nummern im Rudel auf. Nach dem Gewinsel von No. 3 gestern finde ich heute die mittlerweile jährliche Post von No. 4 im elterlichen Briefkasten. Ich wiederhole mich: Der Stalker!

Der Brief ist praktisch inhaltsgleich mit einer E-Mail, die mir kurz nach meinem Geburtstag ins Postfach flatterte.

Ein bisschen Geblubber über ihn selbst, ein bisschen mimimi, ich will so gern Kontakt mit dir, was tust du so, was ist nur passiert.

Irgendwie geht er immer noch davon aus, mich verletzt zu haben. Niedlich, dieses Ego. Nach der E-Mail war ich ein bisschen versucht, tatsächlich mal die 10 Minuten zu investieren, um zu antworten. Um ihm ein bisschen gehässig den Zahn zu ziehen, er hätte mich verletzen können (womit denn eigentlich?). Um ihm einfach sachlich zu erklären, was tatsächlich war: Dass er mich erst gelangweilt und dann schrecklich genervt hat.

Wie das immer so ist, habe ich die Antwort bis heute nicht verfasst. Und nach der Nummer mit No. 3 werde ich sicher nicht nett schreiben. Schluss mit nett!