ICH, die Elite

Die selbstsicher widersprüchliche Ida (die mich jetzt virtuell hauen darf für diese besonders flache Betitelung) findet, ich bin Elite… Da sind wir ja ganz einer Meinung!

Deswegen gibts nen Award (vielen Dank Ida), Blitzlichtgewitter, ein bisschen Werbung für die Elitären, die sich das ausgedacht haben, eventuell noch Autogramme, Schnickischnacki, Regeln und so, am Ende stell ich doch keine Fragen an keinen, weil ich lieber interviewt werde als zu interviewen (hab ich mal erwähnt, dass ich ne ganz schlechte Journalistin bin?), ich bin ja schrecklich wichtig und höre mich furchtbar gerne selbst schreiben. Außerdem will ich dann, das meine Fragen besonders originell und intelligent sind und scheitere an meinem eigenen Anspruch. Mpf.

Also, zunächst wären da die fünf Standard-Elite-Fragen:

1. Was ist Deine Lieblingsverschwörung?

Hm, schwierig da eine auszuwählen. Ich hab ja schon von Berufs wegen ganz viel mit Verschwörungstheorien zu tun. Immer wieder sehr erheiternd.

Aber letztlich kann ich ja nicht drüber reden, weil, ihr wisst ja, jeden Tag, wenn ich zur Arbeit gehe, wird mir erst mal gründlich das Gehirn gewaschen und dann kommen die Anweisungen von oben, was ich zu schreiben habe. Also, von ganz, ganz oben, is ja klar, da können die Illuminaten und die Freimaurer und die Maurerfreier und alle einpacken, ganz kleine Fische. Aber psst, geheiiim.

Also, das ja, das ist meine liebste Verschwörung.

2. Warum?

Weil ich mittendrin bin statt nur dabei…

3. Wenn Du einen Tag die Weltherrschaft hättest, was würdest Du tun?

Oh, es gibt da schon sehr konkrete Pläne für die Ökodiktatur. Da weht hier aber ein ganz anderer Wind, liebe Freunde! Da wird den Bienen gehuldigt und wer jammert, darf in Februarnächten Bäume umarmen. (Also, der Tag muss dann im Februar sein. Wie wir das dann mit den Bienen machen, muss ich mir noch überlegen.)

4. Wie hat die Erkenntnis, dass es tatsächlich eine geheime Weltverschwörung gibt, Dein Leben nachhaltig verändert?

Nachdem ich in dem Bewusstsein aufgewachsen bin, dass ein gewisser Inlandsgeheimdienst immer mithört (mein Papa war in seiner wilden Jugend mal wild), schockt mich nüscht mehr. (Viele Grüße an dieser Stelle an unseren Sachbearbeiter. Bombe.)

5. Wenn es eine Zahl gibt, der Du etwas mystisches anhaften dürftest (außer den Klassikern 5, 7, 11, 13, 23, 42, 666), welche wäre das und warum?

Ey! Ich sag immer elf! Und was sag ich jetzt?

Mpf. 59. Weil es so eine schöne Primzahl is. So.

Und nun sieben Fragen von Ida:

Gibt es eine geistige Elite und wie definiert sie sich (nicht)?

Öh, hallo? Everybody look at me, me!!

Wie haben dich deine Eltern erzogen (autoritär, anti-autoritär,…)?

Ich glaube, die Idee war antiautoritär, die einzigen unverhandelbaren Regeln waren meiner Erinnerung nach: maximal ne halbe Stunde Glotze pro Tag, morgens und abends fünf Minuten Zähne putzen, nich so viel Süßes und wer ein Pony will, kümmert sich auch um sein Pony (es war dann übrigens meine Mutter, die als erstes ein Pony hatte, ich bekam nur eins, damit ihr Pony nicht alleine sein musste…).

Und naja, meine Mama war halt nicht so antiautoritär-geeignet, wenn wir ihr lang genug auf die Nerven gegangen sind, haben wir uns da oft genug ordentlich eine gefangen…

Sieht man ja, was daraus wird. Nix. Und die Elite in einem. Das muss man auch erst mal schaffen.

Hast du ein Lieblingszitat aus einem Film oder einen Buch, warum?

So eine ähnliche Frage stellte Lila schon vor Urzeiten als der Blog noch anders hieß. Das war der Stein des Anstoßes und ist ein Teil des Warum.

„Begrabt mich mit dem Gesicht nach unten, damit ihr mich alle noch mal am Arsch lecken könnt.“ Besser könnt ichs gar nicht sagen.

Mir is immer noch nicht eingefallen, aus welchem Film das genau war, irgendein Öffi-Krimi aber kein Tatort.

Wenn du dir selbst einen Spitznamen geben müsstest, wie würde der dann lauten?

Große Ökodiktatorin?

Oder so?

Ist denn ein Blogger-Alias nicht genug?

In der Schule taufte man mich alsbald Hexe (woran DAS wohl lag), am Anfang habe ich mich da sehr gegen gewehrt, stellte dann aber fest, dass es eigentlich ganz gut passt. Hatte dann sogar so ein Goldkettchen mit Hexenanhänger…

Passt eigentlich immer noch…

Wie hast du deinen beste Freundin/deinen besten Freund getroffen?

Einführungsveranstaltung in der Uni. Zweite Veranstaltung, zweites Hauptfach. Irgendsone Olle, die aus irgendeinem Grund die gleiche Fächerkombi hatte wie ich. Und die schon in der vorherigen Veranstaltung 1000 Streberfragen gestellt hatte. „Kann ich das auch schon im ersten Semester machen?“ „Und wenn ich total geil bin, kann ich dann das und das machen?“ „Welches ist der kürzeste Weg ganz tief in Ihren Arsch?“ 999 Fragen lang dachte ich: Nein, du sagst nichts zu deiner Sitznachbarin, wer weiß, ob die nicht irgendwie Besties sind, NEIN, diesen Fettnapf nimmst du nicht mit und bei Frage 1000 ächzte ich dann so leise wie möglich: „Irgendwie geht mir die langsam auf die Nerven!“ Und das ❤ Hasi ❤ konnte endlich wieder atmen und ließ den ganzen Saal an ihren Gedanken teilhaben: „NICH NUR DIR!“

(Die komische Olle stellte sich dann im etwa 4. Semester und eindeutig eingetretener Ernüchterung als ganz nett heraus…)

Der Song den du zuletzt gehört hast?

Fragt.Einfach.Nicht.

Warum liest du meinen Blog?

Ich überlege die ganze Zeit, wie ich auf deinen Blog gestoßen bin. Ich glaube, du hattest was bei mit kommentiert und ich hab mal geguckt, wer denn die so is. Hängen geblieben… Scheint ja ganz lesbar zu sein 😉

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Knicks und Vorhang.

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Bier, Schweiß und Gestank

Da kommt man aus dem wundervollen, sonnigen Wochenende in Hamburg zurück, um sich direkt über den beknackten Chef und den Dienstplan für Juli, den er verbrochen hat, zu ärgern.

Ommm, ich bin ganz ruhig und konzentriere mich auf das wunderbare Wochenende…

Neben den Wetterträumen wurden wieder Mädchenträume erfüllt.

1000 Grad, 1000 Leute, 10000 Zigaretten und recht beengte Räumlichkeiten. Bier, Schweiß und Gestank ist das neue Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Während die Jungs ohrenbetäubenden Lärm machen, gebe ich meinen Hygienefimmel an der Tür ab und halte noch ein Schläfchen auf dem Sofa, das ich zum Glück nur im Dunkeln gesehen habe. Ernsthaft taub von dem Krach hätte ich tatsächlich zwei solide Stunden Schlaf bekommen können, hätte J mir nicht ständig gesimst, er komme gleich, nur noch Instrumente verstauen, sorry, dauert noch, muss noch n Interview geben, gleich ist er da, aber auf meine Frage, wann’s denn endlich die Nacktfotos von ihm gibt, folgt das große Schweigen.

Irgendwann ist er mit allem durch, breit und bereit zum Lästern für anthropologische Studien.

Ich bemerke, dass ich sehr bedaure, keine Kamera dabei zu haben, das hätte wundervolle Motive gegeben. Punker sind doch das eitelste Volk unter der Sonne, stelle ich fest. Stimmt, sagt er. Aber sag es nicht laut.

Er versucht, mich mit Herrengedecken abzufüllen und torkelt immer wieder gegen meine Möpse. Machst du das eigentlich mit Absicht?, fragt er. Was? Dass du mir an die Titten gehst?, frage ich ziemlich energisch zurück. Eisiges Punkerschweigen macht sich um uns herum breit und er wird sehr klein in seinem großen Körper. Genau, sagt er. Aber sag es doch nicht so laut!

Er deutet an, man könne sich ja ins Bandquartuer zurückziehen. Alles, was mich interessiert ist: Gibts da n Klo? Ist vielleicht weniger frequentiert als die Nasszelle im Keller… Auf der Treppe lungert der Rest der Band rum und er traut sich nicht. Wenn er da mit mir hoch gehe, sei ja alles klar. Zum Trost soll ich noch ein Bier trinken. Hilft bestimmt gegen den Harndrang.

Während er darauf wartet, dass die Jungs von der Treppe verschwinden, verfolge ich den Auftritt der nächsten Band. Der Sänger sieht aus wie der frühe Bill Kaulitz, finde ich. Stimmt, sagt J, aber sag es lieber nicht laut.

Irgendwann gibt er das Warten auf, ich muss aufs Kellerklo und am Ende finden wir auf dem Hof eine Treppe zu einer Dachterasse. Ich kuschle mich auf sein Sixpack mit Flauschaufsatz, er befummelt endlich ungestört meine Möpse und wir raten uns durch die Sternbilder.

Wär das geil, wenn du mir jetzt einen blasen würdest, sagt er. Stimmt, antworte ich, aber sag es lieber nicht so laut. Außerde habe ich wenig Lust, etwas in den Mund zu nehmen, das auf dem Kellerklo unbekleidet war…

Weil ich so nett bin, bearbeite ich ihn mit der Hand. Bis er feststellt: Die Frage is nur, wohin jetz mit dem Wichs? Wo er Recht hat, hat er Recht, denke ich und lasse eiskalt seinen Schwanz los. Zeit für den Nachtbus, finde ich.

Er jault kurz und versucht mich dann von einer Nacht im Banquartier zu überzeugen… Danke, einmal reicht. Auf mich warten No. 2, eine Dusche, ein richtiges Bett und ein sauberer Schwanz.

Ich genieße also die ausgestorbene Hamburger Innenstadt bei Sonnenaufgang und Wasser und Seife und No. 2 genießt eine Runde romantischen Analsex.

J musste, wie ich später hörte, seine Hose opfern. Ohne weibliche Hilfe. Der Arme…

P.S.: Da hat der Chef mich wochenlang genervt, er brauche meine Dienstplanwünsche für Juli, ALLE warten nur auf mich. Und hier geht der Kollege an die Decke, weil er nicht wusste, dass Juli schon zur Debatte stand. Alles klar. DEN Plan kann der Chef noch mal machen… 😀

Sonntag Mittwoch Freitag

So etwa fühlen sich Wochen derzeit an. Zack, vorbei. Und ich werde alt und immer älter und alles bleibt scheiße. Hmpf. Nun gut.

Alors, le résumé.

Unamazing:
Der Chef, der mir jeden Wind aus den Segeln nimmt und mir seine Begleitung vorstellt mit: Das ist die junge Dame, die ich beeindrucken wollte, und ihr dann erläutert, dass er aufräumte und ich direkt vermutete, dass er Damenbesuch mitbringen will. Wo soll man den da nen dummen Spruch anbringen? Nich mal, als die beiden rotwangig aus seinem Büro kamen, fiel mir was Angemessenes ein…

???:
No. 3 schreibt, er wolle zu mir (!) kommen, unter der Woche, wenn ich bis 1000 Uhr arbeite und er um mitten in der Nacht zu seiner Arbeit muss (er is tatsächlich fertig studiert und in Lohn und Brot mittlerweile). Warum, wenn doch gar keine Zeit ist? Er will einfach mal wieder bei (!) mir schlafen.

Amaaaaaazing:
Schwinge mich nachher in den ICE nach Hamburg, die Band von J gibt sich die Ehre und ich soll mal wieder zur Backstage-Unterhaltung beitragen. Das wird spaßig. Freufreu.

Und No. 1 versucht es noch mal.

Mit der folgenden, romanntüschen Botschaft:

Hach. Da werd ich doch direkt schwach…

(Text hier, Übersetzung bietet z.B. Gugel Translate – muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!)

Kulturverbot Ende

Erkläre mein selbstauferlegtes Kulturverbot für beendet. Lange hatte ich eh keine Zeit für Kultur oder habe mir keine genommen. Aber die Entzugserscheinungen nehmen seltsame Ausmaße an…

Son bisschen ästhetische Leibesübungen Selbstkasteiung auf der Bühne… Ich muss mir ein Sabbertuch mitnehmen…

Wird diesen Monat irgendwo was anderes gegeben als der Nussknacker?