Der Pressespiegel

Ausgewähltes aus der Presse:

Frau verurteilt, weil sie mit Ed Sheeran ihre Nachbarn quälte

„Eine Engländerin hat es nun offenbar zu weit getrieben: Sie hat das Lied nachts bei voller Lautstärke in der Dauerschleife gehört und das gerne mal eine halbe Stunde lang.“

Eine halbe Stunde „Shape of You“!!! Stellt euch das mal vor! Welch Zumutung! Vier Stunden „Atemlos“ Dauerschleife sind hingegen durchaus zumutbar…

(Weiß nicht, wie sauber der Beitrag recherchiert ist, nach Feierabend konsumiere ich nur und recherchiere nicht nach…)

Übrigens sieht es nicht so aus, als wäre mein Nachbar am Umziehen. Ich setze auf Räumung. Wird sowas auch am Wochenende gemacht?

A new kind of male birth control is coming

DAS fände ich ja mal ne feine Sache.

Einen kleinen Haken hat die Sache ja, wie diese Grafik aus dem Artikel, die ich für die Klickfaulen mal kopiere, zeigt:

Wie schon im Beitrag erwähnt wird, sind die großen Pharma-Unternehmen nicht so furchtbar interessiert, weil mittelalte, weiße Männer, die in der Regel solche Firmen leiten, sowas selber nicht wollen würden (Latino No. 2 – eher jünger als mittelalt und eben nicht weiß – reagierte ebenfalls mit einem „irrrrk. Wer will denn sowas?“).

Würde mich ja mal interessieren, ob meine männlichen Leser oder die männlichen Bekannten meiner weiblichen Leser zwecks Verhütung eine (EINE) Spritze in diesem speziellen Bereich hinnähmen.

Dafür hier meine allererste (und ganz anonyme) Umfrage, freue mich aber auch über ausführliche Kommentare.

Und dann noch das:

-.-

Utopia

Stellt euch vor, mein lieber Nachbar hätte letzte Nacht Sex gehabt statt Homedisco.

Was hätte er für eine angenehme Nacht gehabt. Ohne eine Herde Bullen in der Hütte. Mehrfach. Ohne „Stromausfall“. Ohne Treppenspurt. Stimmenschonend. Mit so viel Alkohol wie seine Erektion verträgt.

Was hätten wir Hausbewohner für eine angenehme Nacht gehabt. Mit Stille. Mit Schlaf! Mit Unterhaltungen, bei denen man sich ohne zu brüllen miteinander verständigen kann. Vielleicht mit Sex? Ohne Ausflüge in den Keller. Ohne Adrenalinrausch. Ohne Arsch auf Grundeis. Ohne Anrufe bei der Polizei mit dem Messer im Anschlag. Ohne Anzeigenerstatterei. Mit Schlaf!!!

Der arme Mann in der Leitstelle. Er hätte sich ein paar feste Schläge gegen seine eigene Stirn erspart und Zeit gehabt, wirklich wichtige Anrufe entgegenzunehmen.

Was hätten all die Polizisten alles sinnvolles tun können in der Zeit. Eine Unfallstelle sichern. Den Verkehr regeln. Eine Ente aus dem Gulli retten. Ein Verbrechen aufklären. Ein Verbrechen verhindern.

Etwa 600 Meter Luftlinie von hier haben in der Zeit, als ein ganzes Rudel Polizisten hier zum zweiten Mal auf den Nachbarn einredete und Anzeigen aufnahm, drei Arschlöcher einen Laden, der die ganze Nacht geöffnet ist, überfallen.

Stellt euch vor, statt sich hier mit dem Helene-Fischer-Fan zu beschäftigen, wären die Polizisten durch die Innenstadt gekurvt. Vielleicht wären sie an den drei Arschkrampen vorbeigefahren und die hätten sich das mit dem Überfall noch mal anders überlegt – schließlich sind die Cops nicht weit. Und der Angestellte in dem Laden hätte einfach in Ruhe seinen Job machen können und hätte danach vielleicht entspannt Sex gehabt. Und die Kundin in dem Laden hätte einfach ihr Geld dagelassen und danach vielleicht entspannt Sex gehabt. Und die drei Arschgesichter wären vielleicht nach Hause gegangen und hätten sich entspannt einen runtergeholt und müssten jetzt nicht fürchten, dass irgendwann die Polizei in der Tür steht.

Wie viele Leute eine viel bessere Nacht gehabt hätten, hätte mein Nachbar einfach gefickt!

Was will ich damit sagen?

Lasst uns sammeln, damit Gollum in den Puff gehen kann!

Habt mehr Sex, Leute. Das macht die Welt besser!

And the show goes on…

Nachdem die Polizei abgezogen war, machte der Nachbar Konzert.

Mal was anderes:

Ich tapste also in den Keller und drehte den Strom ab.

Als ich im zweiten Stock aus dem Fahrstuhl aussteige, seh ich ihn im Augenwinkel auf dem Treppenabsatz. So schnell war ich noch nie in meiner Wohnung. Knallte die Tür direkt vor seiner Nase zu. Er tobte.

„DU DRECKSAU; DU ASOZIALE SCHLAMPE!“ und trat ein paar Mal lieblos gegen meine Tür.

Ich rief die Polizei.

Bis die kamen, saß er lammfromm und recht sentimental in seiner Wohnung.

Als sie gingen, ging die Helene endlich los (und die kommt NICHT auf meinen Blog!)

Und ich rief die Polizei… (Diese Begeisterung am anderen Ende der Leitung!)

Ein Traum von einer Nacht!

Mist!

Da kommt man vom Sozialisieren nach Hause und nur etwa 30 Meter vom Haus entfernt steht ein Mannschaftswagen der Polizei. Und ich denk, die werden doch wohl nich wegen des Helene-Fischer-Fans da sein? Ach was, ein ganzer Mannschaftswagen, das wär wohl übertrieben. Direkt vorm Haus steht ein Mannschaftswagen der Polizei. Ich denk, nanu, ich trank zwar dreimal so viel wie sonst (also drei (!) Glas Sekt), aber ich seh doch noch nich doppelt?

Die Haustür steht weit offen. Die Zwischentür auch. Der ganze erste Stock ist voll mit Polizisten. Der HFF lamentiert.

UND ICH HAB SCHON WIEDER ALLES VERPASST!

Mist!

Nachbarschaftshilfe

Sollte ich nach drei Tagen Abwesenheit vergessen haben, in welchen Hauseingang ich muss:

In den, in dem der M. steht, laut lallend mit sich selbst debattierend auf sein Fahrrad gestützt.

Einen freundlichen Gruß hat er auch parat: DU DRECKSCHLAMPE!

Das Leeren des Briefkastens verschob ich spontan auf morgen. Derweil zerlegte er die Eingangstür in mehrere kleine Stücke. Immerhin wird jetz mal das Treppenhaus, das immer sehr nach seinen Kippen duftet, ordentlich durchgelüftet. Und Scherben bringen ja auch Glück. Ihm ja vielleicht bei der Wohnungssuche…

Wenigstens mein Immunsystem ist da, wo die Motivation sonst ist…

… und ich eigentlich auch gern mal wäre

… in der Karibik oder so.

Weit weg von mir jedenfalls und ich lieg hier mit der fiesen Erkältung. Immerhin, die Blasenentzündung hab ich überstanden, dafür habe ich eine andere Infektion und die unappetitlichen Details erspar ich euch jetz.

Und während Anfang der Woche der ein oder andere sexy Gedanke hochkam und ich für dieses Wochenende vielleicht doch noch eine Wiederholung mit No. 8 erwog, bin ich jetzt wieder sicher: Nie wieder Sex! Tief sitzendes Trauma…

Die Woche war also schon wieder total amaaaaaazing!

Nicht, dass ich es nicht versucht hätte.

Ich habe mir endlich mal den Chef zur Brust genommen und die 40 Wochenstunden angesprochen. Es war irgendwie schon witzig: Statt einfach zu sagen: „Nein, ich lasse meine Leute einfach lieber länger schuften für mein Geld“, fängt er an, irgendwas von organisatorischen Gründen zu schwurbeln, der Dienstplan und so. Das riesige Problem: Er müsste die Excel-Tabelle verändern! Der arme Mann, was ich da von ihm verlange.

Und mehr Urlaubstage, frage ich. Wär ja das gleiche Problem. Ob ich nicht doch lieber mehr Geld nehme? Außerdem würd ich ja meine Urlaubstage eh nie alle nehmen. Nee, die werden mir genommen, weil ich mir immer einen Puffer lasse für den Fall Man-weiß-ja-nie und am Ende des Jahres krieg ich dann lauter 7-Stunden-Schichten und am Ende stimmt dann die Tabelle wieder. Grmbl.

Er will da noch drüber meditieren. Nun gut. Medium amaaaaaazing.

Viel mehr amaaaaaazing ist natürlich der in spätestens 10 Wochen anstehende Abschied von meinem Nachbarn und seiner Helene. Das hob die Stimmung enorm, auch wenn sich natürlich die Frage stellt, wie er sich verabschieden wird. Mit Dauerkonzert? Wir werden sehen.

Ansonsten bemühte ich mich ums spreaden der amaaaaaazingness – gemäß meinem Grundsatz tu Gutes, dann erfährst du auch Gutes – und wollte mich endlich mal als Stammzellenspenderin registrieren lassen, wurde dann aber belehrt, dass ich mit meiner Blutgerinnungsstörung nicht geeignet bin. (Man is auch kein Beitrag zur Gesellschaft…) Grmpf.
Möchte mich jemand vertreten? Ihr müsst nicht mal ausm Bett aufstehen, die Wattestäbchen kommen per Post! Wohnstu in Schland, klickstu hier, liest du aus dem Ausland mit, frag Gugel.
Das is total gut fürs Karma und noch besser für jemanden, der mal ne Runde frische Stammzellen braucht.

Oh, fast vergessen: Ich hatte ja auch noch meine erste Flauschige-Tiere-Unterrichtseinheit. Die Dozentin war zwar anstrengend, aber es hat doch einige Fragezeichen in meinem Kopf beseitigt und war deswegen sehr hilf- und lehrreich. Ich hatte ja auch gedacht, dass ich nach 7 Stunden Unterricht zu einem anspruchsvollen Thema echt tot bin und einfach noch ein Tag mehr im Eimer is, aber ich war danach noch erstaunlich fit und hab noch richtig was erledigen können. Und irgendwie gehen 7 Stunden flauschige Tiere auch einfach schneller rum als 7 Stunden Arbeit! Ich nehme das mal als gutes Zeichen und setze darauf, dass sich das so fortsetzt.

Doch noch ein bisschen amaaaaaazing zusammengekratzt! (Ich gebe mir Mühe, Lila…)