Multitasking

Ich schlage (aus rein zeitökonomischen Gründen) eine 69 vor.

Er lehnt ab.

– Aber wiesu?

– Weil ich n Mann bin!

– Hmmhä?

– Na, weil ich mich dabei nicht auf deine Muschi konzentrieren kann!

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12.838 Kilometer

Ich sitze nackt auf seinem Gesicht, seine Zunge zwischen meinen Schamlippen, seine flachen Hände klatschen auf meinen Arsch und ich setze zu einem wundervollen Orgasmus an, weil es wirklich gut ist, ich ignoriere das klingelnde Telefon und stöhne genussvoll — da springt der Anrufbeantworter an.

Und seine Mutter hat eine Menge zu erzählen. Und er lacht. Den Mund voll mit meiner Soße und meinem Kitzler liegt er unter mir und lacht.

Selbst aus 12.838 Kilometern Entfernung kann sie mir einen Orgasmus versauen…

Liebe und Wetter

– Was machst du heute noch?, schreibt No. 2.

– Keine Ahnung. Zum Pferd gehen…? Mal sehen, wie das Wetter wird, antworte ich.

– Du gehst doch sowieso zum Pferd, ganz egal wie das Wetter wird, schreibt er.

– Stimmt… ❤ , tippe ich dümmlich grinsend.

– Liebe ist stärker als das Wetter, stellt er fest.

Wo er recht hat…

Arsch inne Büx

No. 2 kommt bei meiner Arbeit reingelatscht (wer hat den eigentlich reingelassen?) und fragt, ob ich ihm grad mal einen blasen könnte.

Ich sag Bescheid, wenn ich aufgehört habe, zu lachen.

Menschen nerven.

Ich kränkel vor mich hin, ich vegetiere vor mich hin, ich genieße das Alleinsein, ich habe kein Bedürfnis nach Gesellschaft und erst recht keins nach Sex.

No. 3 versucht seit Wochen, mich zu einem Treffen zu überreden. Wenn ich mich dazu hinreißen lassen, auf ein „wie geht’s?“ zu antworten, werde ich spätestens zwei Sätze später gefragt: „Was machst du am Wochenende?“

RUMLIEGEN! ALLEINE!

No. 2 will einfach Aufmerksamkeit. Egal in welcher Form. Hauptsache, ich bemerke ihn. Und wenn ich ihn nur anmotze. Und er weiß, welche Knöpfe er da drücken muss.

No. 5 schreibt mich auf Skype an. Ich habe noch mal recherchiert. Ich habe seit August 2014 nicht mehr auf seine Nachrichten geantwortet. Habe mich immer amüsiert und dann ignoriert. Menschen nerven. Ich blockiere ihn. No. 5 schreibt mich per Mail an. Ich markiere als Spam. No. 5 schreibt mich auf Facebook an. Ich lösche. Er schreibt noch mal. Ich blockiere. No. 5 schreibt einen Roman an eine andere E-Mail-Adresse. Schreibt, wie traurig ihn das macht, dass ich ihn überall einfach blockiere. Berichtet über seine Stalking-Versuche. Schreibt, dass es ihm wichtig war, dass es die Kanäle zu mir gab, auch wenn ich nicht antwortete. Weil er mir nicht einfach so ein schönes Leben wünschen und dann nicht mehr an mich denken könne. „Dazu war mir unsere Zeit zu intensiv.“ Buhu. „Du bist sehr intelligent und hast auch andere sehr begehrenswerte Fähigkeiten. Das macht dich zu einer kostbaren Ressource, die, jeder der davon kosten durfte, nicht missen möchte.“ Dankedanke. Muss man aber trotzdem mit leben können, dass die meisten Ressourcen endlich sind.

Als Spam markiert.

No. 5 ist noch nicht fertig. Er legt noch eine E-Mail nach. Schreibt, dass es ihn überraschte, dass ich ihn einfach blockierte (sowas!). Kommt zu dem Schluss, dass er wohl an Selbstmitleid leidet. Weil er einsam ist. (Ja, auch blinde Hühner und so…) Dass er ein Trottel war, einfach zu riskieren, was wir hatten. Schreibt, dass es seiner Ansicht nach zwei Gründe dafür geben könnte, dass ich ihn aufs Abstellgleis schob: „Entweder war ich dir egal, oder mein Verhalten hat dich nachhaltig verletzt.“ Meine Art, ihn zu ignorieren, lässt ihn auf letzteres tippen. Wünscht mir, dass ich mein Selbstwertgefühl aufbauen kann.

Ich lache Tränen.

Menschen nerven. Und manchmal belustigen sie auch. Manchmal sogar beides.

Es grüßt

der Waldschrat.

Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

Erst betreibt mein Chef arbeitsrechtlich gewagte Dienstplanakrobatik, in deren Folge ich völlig übermüdet zur Arbeit komme. Und dort dann feststelle, dass der Herr Chef seine Nachtschicht geschwänzt hat und nix – N-I-X – gemacht war.

Dann erhob sich noch No. 3 spontan zum Experten für mein Leben und erklärte mir, was ich alles falsch mache.

Zwischendurch wollte No. 2 mich mehrfach anrufen, obwohl ich ihm mehrfach mitteilte, dass ich zum Telefonieren weder Willens noch in der Lage bin. (Müde!!! Und heut schon mal die Nachrichten gelesen? Bissi!!!)

Draußen im Hof beschäftigten sich unterdessen drei Jungs ausgiebig mit einer Kreissäge.

Und erwähnte ich, dass schon die ganze Woche die Heizung im Büro nicht geht?

Ommmmmmmmmmmmmmm.

Jetzt und hier, die einmalige Gelegenheit, mir noch mal gewaltich auf die Nerven zu gehen! Am besten Sätze bilden mit: Stell dich nicht so an! oder Du musst nur wollen!

Aber es ist Freitag, es soll um amaaaaaazingness gehen.

Also, die Deutsche Bahn hat gleich auch noch ein paar Stunden die Chance auf Nervtöterei und dann bin ich in der Heimat! A-m-a-a-a-a-a-a-z-i-n-g!

Edit: Weil mein Laptop formatiert wurde, kennt er natürlich meinen Drucker nicht mehr und das Ausdrucken meiner Fahrkarte scheiterte grandios. Ich-bin-ganz-entspannt-im-Hier-und-Jetzt-Ommmmmm.

Dolce far niente

Nach all den Wochen des Gerennes und des ArbeitensArbeitensArbeitens genieß ich jetzt mal zwei Tage am Stück (!) mit absolut fast nix tun.
*nocheinbisschentieferunterdieDeckerutschunddieZehengenüsslichknacksenlass*

Zusätzlich zu diesem Luxus ist noch Dienstleistungs-No. 2 da, das heißt, ich kriege die Füße und das Bett gewärmt, kann ungestört bis Mittach pennen, werde massiert, in den Mund gefickt, bekocht und bekomme den Einkauf getragen.

Amaaaaaazing.

Dafür muss ich nachher wieder nur sein Wissenschaftsgebla übersetzen. Irgendwas is ja immer. Immerhin kann ich das unbekleidet im Bett tun. In diesem Sinne… Muss noch ein bisschen mit den Zehen wackeln!