Unterbeschäftigt

Jetzt, wo es aussieht, als käme ich demnächst wieder in Lohn und Brot, stellt sich eine gewisse Beschäftigungslosigkeit ein. Kein Gesuche, kein Bewerbe mehr, nur noch Geflausche mit dem Pony. Etwas ziellos.

Nicht mal ein Blogprojekt hab ich mehr, ausgeamaaaaaazingt.

Und was macht das hirnverbrannte Darf man das? mit der freien Zeit?

Schreibt mit No. 3, der grad zufällig mal wieder des Wegs kam, und den ich mit meiner neuen, zenigeren Stimmung gleich wieder viel besser ertragen kann.

Hirnverbrannt, mehr kann ich dazu einfach wirklich nicht sagen.

Und natürlich direkt wieder total aufgegeilt.

Ooooch, was hat der Typ bloß an sich!?!

Und wie er so schön sagte: Du hast irgendwas mit meinem Kopf gemacht. Das ist mir noch nie mit einer Frau passiert.

Ja toll. Er hat sich ja auch nachhaltig in meinem Hirn festgesetzt. Wie so ein Bandwurm.

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Prost Neujahr

No. 1 schrieb mir dieses Jahr gar nicht. Das ist direkt überraschend.

Dafür teilte No. 3 mir erneut mit, dass er mich vermisse. Bubu.

Und No. 4 simste. Schrieb mal wieder meinen Namen falsch. Und scheint die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben zu haben.

Halten wir fest: Alles beim Alten.

Das Fest der Sentimentalität

Erst schreibt mir No. 3: ICH VERMISSE DICH! (Blieb er auf der Feststelltaste kleben?)

Immerhin gab er nach meinem „Sorry, muss grad mein verkorkstes Leben in den Griff kriegen und habe grad keine Kapazitäten für die Auseinandersetzung mit (ehemaligen) Nummern“ Ruhe.

Dann fische ich eine Postkarte von No. 5 aus dem Briefkasten meiner Eltern (dieser Stalker!), auf der der Typ, der mir unterstellte, in ihn verliebt und daher eifersüchtig auf seine Umtriebe zu sein, und der sich einbildete, er habe mich nachhaltig verletzt, mir ein frohes Fest und nachträglich alles Gute zum Geburtstag wünschte.

Fehlt eigentlich nur noch die obligatorische Nachricht von No. 1.

Seufz.

Ich brauche mal ne neue Nummer, an der ich üben kann, Typen so nachhaltig abzuservieren, dass sie nie mehr angehechelt kommen.

Lass uns Freunde bleiben, bittebitte

Es war ja abzusehen, dass meine windelweiche Ansage an No. 3 nicht so unendlich lange vorhalten würde. Es hat genau zwei Tage gedauert, bis er fragte, ob ich denn immer noch nicht mit ihm reden wolle. Ganz normal, ohne den Ficken-Anteil. Ich habe ihn ne knappe Woche lang ignoriert, bis ich dem Rat von Herrn Zimmermann folgend (wenn es von einem Mann kommt, ist es vielleicht verständlicher als mein Frauengebrabbel?) schrieb: Sorry nee, ich habe weder Lust noch Platz in meinem Leben für Leute, mit denen ich den Kontakt nur noch als negativ empfunden habe. Und sorry, aber mit dir fühle ich mich nicht mehr wohl.

Und ja, ich konnt mir nicht verkneifen noch nachzubitchen: Du hast ja auch selbst schon festgestellt, dass es sich nicht mehr lohnt.

Ich dachte eigentlich, dass er direkt zurückzickt. Wie das so seine Art ist. Und dann irgendwann angekrochen kommt.

Stattdessen kam er gleich angekrochen. Er möchte doch einfach nur, dass wir Freunde sind. Bittebitte. „Ich verlange gar nichts von dir“ und „Ich verspreche, dass ich dich nicht unter Druck setzen werde“.

Er hat Redebedarf. Hat seinen Job gekündigt. (Hab ich ja geahnt, dass seine Begeisterung nicht lange halten würde, aber dass das so schnell geht…) Da sieht man mal, dass 550 Facebook-Freunde auch nichts heißen. Und redet der eigentlich nicht mit seiner Freundin?

Egal. Notmyfuckingproblem.

Wobei ja doch was in mir nagt. Er war auch mal ein guter Freund, als ich ihn brauchte.

Aber dann nicht mehr so.

Notmyfuckingproblem!

Der große Pfffft

No. 3 versuchte noch ein paarmal, mich anzurufen. Auch wenn ich nicht ganz so viel zu tun war wie am Freitag, auch wenn ich glaube, dass er schon eine Erklärung verlangen kann, denn der Kindergarten an sich war ja nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Oh nöö. Ich hatte überhaupt keine Lust, mich da ewig rechtfertigen zu müssen.

Also schrieb er mir innerhalb weniger Stunden 30 Nachrichten, unter anderem eine mit der Drohung, so lange weiter zu machen, bis ich antworte. (Hat er dann doch gar nicht sooo lange durchgehalten.)

Und er warf mir vor, mich zu verhalten wie ein Kind, weil ich ihn einfach ignoriere und ihn bestrafe, weil ich wegen irgendwas sauer bin.

Schön, dass wir uns in unserer gegenseitigen Wahrnehmung einig sind…

Und ja, er hatte offensichtlich nicht verstanden, was mein Problem war und ja, wär halt besser, wenn ich mal ne Ansage mache.

Mit jeder Nachricht stieg mein Genervtheitsgrad und ich fürchtete, dass meine Reaktion, in dem Moment, in dem ich ihm dann doch antworte, viel angepisster sein würde, als sie sein sollte.

Und am Ende wurde aus dem großen Knall ein großes Pfffft und  ich schrieb so windelweich, lalala, und derzeit hab ich halt grad keine Lust.

DERZEIT?

Mir ist echt nicht mehr zu helfen…

Wer die Nachrichtentante stört

Katalanisches Parlament, spanischer Senat, jaja, Darfmandas? kann Spanisch, jaja, Darfmandas? macht. Hektisches Puckern im Ohr.

Das Handy klingelt. Unterdrückte Rufnummer. Das letzte Mal, als mich jemand mit unterdrückter Nummer anrief, wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Also geh ich da ran. Und wenn jetzt der Atomkrieg ausbricht.

Hallo?

Straßenrauschen.

Hm. Hosentaschenanruf? Anrufer abgelenkt? Technisches Problem?

Naja passiert, zurück zu den Spaniern.

Das Handy klingelt. Unterdrückte Rufnummer.

Hallo?!?

Straßenrauschen.

Oach! Ruft euch doch alleine an!

Das Handy klingelt. Ich geh da nich ran. Egal wer’s ist. Is ja eh nur ein Hosentaschenanruf. Ruhe jetzt! Die Spanier stimmen ab.

Ich linse trotzdem aufs Display. No. 3s Nummer.

Oarrrrrrrrr! Ich glaub, das puckernde Gefäß in meinem Ohr ist explodiert.

SPANIER JETZ!

In der Pause guck ich in die E-Mails. No. 3 schreibt. „Bist du sauer auf mich?“

Boar, nee, jetz nich.

SMS. „Bist du sauer auf mich?“

Kann jemand dem Kleinkind nen Sabberlatz reichen?