Alte Vorsätze

Da denke ich hier permanent an Sex, an Sexgeruch, an den Geschmack von Sexschweiß auf einer Männerbrust, masturbiere was das Zeug hält, erwäge Möglichkeiten an einen Schwanz zu kommen, lasse sie wieder fallen, fasse neue Entschlüsse, verwerfe sie und dann meldet sich No. 8 und will wissen, ob ich nun – so ein Jahr später – im nächsten Monat wieder Lust auf einen Tag und eine Nacht im Hotel hätte. Das sei ja so nett gewesen.

Und da fällt mir ein, dass ich ja nie wieder Sex haben wollte.

Wie einfach die Dinge manchmal sind!

(Obwohl so einen Tag und eine Nacht reine Lust…)
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The clash of parallel universes

No. 3 schreibt und fragt mich, ob ich einen B. kenne.

Mein erster Gedanke ist: B.? Nä. Kenne keinen B.

Dann denke ich: Moment, No. 8 hieß doch B.

Ich frage nach und stelle fest: Wir reden tatsächlich von derselben Person.

Wie wahrscheinlich ist das bitte, dass sich zwei Typen, die völlig unterschiedliche Jobs und Interessen haben, die nur verbindet, dass sie mal dieselbe Frau gefickt haben, sich kennen lernen und dabei auch noch feststellen, dass sie mal dieselbe Frau gefickt haben? Ist ja nicht so, dass wir alle drei im gleichen Dorf wohnen.

Langsam vermute ich, dass es eine „Darf man das? hat mich gelutscht – ich komme nicht mehr von ihr los“-Selbsthilfegruppe gibt. Da sitzen sie dann und seufzen gemeinsam.

Und wie realistisch ist bitte folgende Aussage:

Lustig, wir haben dieselbe Frau gefickt, kannst du sie mal fragen, ob sie mich noch mal ficken würde?

So oder so ähnlich muss das allerdings stattgefunden haben, denn No. 3 schrieb, No. 8 frage, ob ich Lust hätte, ihn noch mal zu ficken…

Womit hab ich das verdient?

Bingo!

Ich hab die Reihe eindeutig voll.

Nun fragt auch No. 8, diese einmalige Sache von vor drei Monaten, ob ich ihn noch kenne. Und ob ich nich noch mal will…

Hab ich irgendwie Kaugummi am Arsch?

Machen wir ne No.9 draus…

Edit zu Guter Vorsatz – frommer Wunsch?:

No. 8 war sehr nett, nach Wiederholung sieht es mir trotzdem nicht aus…

Immerhin hat er die volle Breitseite Darf man das? ertragen, ohne schreiend davonzulaufen.

Ich brauchte etwa zehn Minuten Aufwärmphase und einmal vögeln, bis er meinen quasselstrippigen Darf-man-das?schen Wahnsinn erleben durfte.

Er hat alles ausgehalten von „Essen, gib mir Essen! Mehr ESSEN!“ (Notiz an mich selbst – bitte endlich verinnerlichen: Mit jedem Kilo Essen mehr im Magen sinkt die Kontrolle über den Würgereflex!) über „Schneeeeeee! Komm, wir MÜSSEN raus!!“, mein einbeiniges Gehüpfe durch den unberührten Schnee im Park, mein Gerutsche über den gefrorenen Teich (huiii), mein gekiekstes „guck mal, die Kaninchen, nieeeeedlich“, die höchst erwachsenen Penis-Malereien im Schnee auf den Motorhauben, den Test auf die Trampolintauglichkeit seines Hotelbetts (ziemlich gut – huiiii) bis hin zu meinem Lachkrampf mit seinem Schwanz im Mund. Den hatte allerdings er verursacht, weil er mittendrin anfing zu lachen – Frechheit! Er erläuterte dann, dass es einfach sehr erheiternd aussehe, wie ich dort auf dem Bauch vor ihm läge und mit den Beinen schlenkerte, wie ein kleines Mädchen. Pff. Nur ein Zeichen höchster Konzentration! Sprach sie, nahm ihre Tätigkeit wieder auf – und ertappte sich selbst beim Beineschlackern. Und musste halt lachen…

Zwar fehlte mir bei ihm die intellektuelle, inspirierende Komponente  – ich habe einen todsicheren Griff für Nerds – aber immerhin war es schön zu erleben, dass ich immer noch (oder eher wieder) mit großer Begeisterung ein ganzes Wochenende mit Sex verbringen kann. UND ich erfuhr eine ganz neue Cunnilingus-Technik, die zwar langsam, aber dafür sehr spektakulär zum Ziel führte.

Time well spent.

Und die Stimme wird wohl auch irgendwann wieder zurückkehren…