Kalte Füße

Es ist mal wieder die Jahreszeit, in der ich feststelle, dass meine Kombi aus Söckchen und Halbschuhen unter der 7/8-Jeans für normale Beine und normalen Jeans für meine Beine irgendwie n büschen früsch ist.

Und so nehme ich mir mal wieder vor, mal etwas wärmere Schuhe zu kaufen. Im Schuhladen spielt sich wie immer dasselbe Szenario ab. Hässlich, hässlich, hässlich – oooo. Aber dann stelle ich fest, dass diese schönen Schuhe nicht zu meinen Klamotten passen. Und würde ich mir Klamotten anziehen, die zu den Schuhen passen, würde ich komplett lächerlich aussehen. Weil ich zu hässlich bin für schöne Klamotten.

Wär das schön, wenn ich schön wär. Dann könnt ich auch schöne Schuhe anziehen. Und so werde ich einen weiteren Winter mit kalten Füßen verbringen.

Frage des Tages

Budapest. Gefühlte 1000 Grad, gefühlte 1000 Millionen Touristen.

Darunter mindestens 10 Millionen Mädchen mit hohen Absätzen…

Waaa…?

Ich trage ja für mein Leben gerne Heels, aber doch nicht, wenn ich bei 1000 Grad 1000 Kilometer latsche. Geschwollene Füße, Schweiß, Knie, Rücken, HITZE. Das is doch alles scheiße.

Ich mein, gut, sieht natürlich nicht so schön aus, wenn man wie ich in durchgelatschten FlipFlops die dem Straßenstaub ausgesetzten, dringend einer Pediküre bedürftigen (aber gut belüfteten) Füße zur Schau stellt.

Bin ich im Urlaub oder auf einem Schönheitswettbewerb?!?

Wie viele Frauen in wunderschönen Schuhen habe ich gesehen, die sich verzweifelt Taschentücher und Servietten in den Treter schoben, um die Blasen abzudecken.

Und weil ich so ein guter Mensch bin und wegen meiner Blutgerinnungsstörung immer ein halbes Lazarett dabei habe, habe ich in den vergangenen Tagen zahlreichen wildfremden Menschen meine Großpackung dicker Pflaster unter die Nase gehalten und sie aufgefordert, sich zu bedienen.

Und mich dabei immer wieder gefragt:

Mädchen, warum tut ihr euch das an???