Sex Values

Geht doch nix über so einen richtig guten, hochseriösen Online-Persönlichkeitstest.

Diesmal also: Meine Sex Values.

Jo. Triffts ziemlich genau. Eine bisexuelle, hypersexuelle, submissive, kinky Hedonistin. Also, wenn man nur auf den Sex guckt.

Coffee or Sex?

Kommen wir nun also zur Auswertung meiner hochrepräsentativen Umfrage in der sorgfältig ausgewählten Zielgruppe. Angesichts der Kommentare dachte ich noch, ich hätte Nicht-Kaffeetrinker ausschließen sollen! Die haben’s ja leicht! Umso überraschender, dass sich dann doch diese eindeutige und überragende Mehrheit für den Sex-Verzicht ausgesprochen hat. Da hab ich meine geschätzte Leserschaft wohl falsch eingeschätzt…

Meine Antwort ist übrigens: Sex. Also, mittlerweile. Ich gehörte lange (auch lange nachdem ich hier anfing zu bloggen) zu den Nicht-Kaffeetrinkern. Und den Vielfickern. Mittlerweile gehöre ich zu den Kaffeetrinkern und den Nichtfickern. Ich möchte gern meinen Kaffeekonsum von skandalösen zwei Tassen am Tag (!!!) wieder ein bisschen runterschrauben auf eine. Auf den Sex kann ich verzichten. Nicht, dass er sich aufdrängte derzeit.

Kaffee ist Teil meiner verschlafenen Morgenroutine. Ich arbeite mittlerweile ausschließlich im Spätdienst, ich kann mich morgens fünfmal umdrehen, mit den Zehen wackeln, in der Nase popeln, noch eben die Waschmaschine anschmeißen und dann in aller Ruhe mehr oder minder bekleidet in die Küche schlurfen. Nicht vor 11! Dann mahle ich den Kaffee per Hand. Ich liebe den Duft und das Geräusch der Kaffeemühle lockt die Katze von sonstwoher an. Sie kommt dann vom Baum gestürmt, stellt die Provokation von Nachbars Hund ein, unterbricht den Catfight und verlässt den Posten vor dem Mauseloch. Kommt in die Küche und ist gut drauf und super flauschig. (Funktioniert leider nur einmal am Tag, wenn die Abends unterwegs ist, krieg ich sie mit der Kaffeemühle nicht gelockt, die ist ja nicht doof.) Das macht direkt gute Laune. Dann krieche ich mit frischem Kaffee und warmer Katze zurück ins Bett und es ist einfach schön.

Kaffee hat mich noch nie enttäuscht. Kaffee hat keine Bedürfnisse, keine sexuell übertragbaren Krankheiten und keine Fortpflanzungsambitionen. Kaffee will nicht hinterher kuscheln, nicht reden und auch kein Sexting. Kaffee ist das egal, ob ich rasiert bin. Von Kaffee bekomme ich keine Blasenentzündung. Für Kaffee muss ich nicht irgendwohin fahren – er kommt ins Haus. Kaffee ist nicht zu alt, zu jung, zu dumm. Kaffee sorgt nicht für unangenehme Situationen, Kaffee manipuliert nicht, Kaffee hat null Ansprüche. Kaffee ist immer geduscht. Kaffee hält die Fresse vorm ersten Kaffee. Ach Kaffee… Er ist einfach der perfekte Partner.

Und deswegen wähle ich Kaffee statt Sex.

Cringe

Cringe ist das Gefühl, das Sie verspüren, wenn Sie das folgende Video sehen:

Ich könnte mich jetzt sehr lang und breit darüber auslassen, was alles falsch und sogar gefährlich ist an dem Geschäftsmodell von Anna Bey, an dem was sie predigt, ihrer Auffassung von Feminismus und so. (Sie ist ein glühendes Beispiel dafür, dass das Patriarchat auch für Männer schlecht ist.) Ich bin ja sonst von Schlage „you do you“, aber boarrr, die triggert mich.

Ich könnte darüber sinnieren, warum der YouTube-Algorithmus mir, der Antithese einer eleganten Dame, ihre Videos in die Vorschläge spült. (Ich nehme an, es hat mit Geld zu tun ^^) Und warum ich daran hängen bleibe wie ein Gaffer an einem Autounfall.

Ich könnte das Video zusammenfassen mit: „Mach nix, was du nicht willst, wasch dich!, beachte wo nötig die Kultur, in der du lebst, und ansonsten mach, worauf du Bock hast – mit Gummi“ und sagen: PREACH! Man sind wir uns ausnahmsweise mal einig.

Aber offensichtlich muss der „eleganten Dame“ erläutert werden, dass man besser nicht mit einem Typen pennt, wenn man daraus keine Vorteile ziehen kann. Spaß im Bett allein ist ja kein ausreichender Vorteil, nech. Son Durchschnittstyp (in ihrer Welt also einer, der keine Millionen scheffelt) kommt keinesfalls in Frage!

Da bleib ich doch lieber unelegant… !

Die Masturbation musste wegen eines altbekannten Fehlers abgebrochen werden

Ich liege im Bett, stöhne und winde mich unter meinem eigenen Finger, es ist geil, aber ich will noch nicht kommen, sondern mich lieber noch eine Weile in der Geilheit suhlen.

Bis ich mich endlich entschließe, es zu Ende zu bringen, ich bin ganz kurz davor – dann plötzlich stechender Schmerz, eine riesige, fette Sehnenscheidenentzündung tritt tösend die Tür ein und macht es sich bequem.

Prozess beendet. Orgasmus konnte nicht durchgeführt werden.

Gnagrmpf.