Traumfrau

Da träume ich des nachts, ich mache einen Sex-Podcast mit der Nymphomanen Laterne und weil uns die Themen ausgehen, lassen wir einfach das Mikro laufen, während wir miteinander vögeln.

Ich glaub, das wird ein durchschlagender Erfolg, Baby…

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Moin!

Aus irgendeinem Grund liege ich auf dem Bauch und sabbere verpennt ins Kissen. Ich bin von seinem Gewicht auf mir aufgewacht. Er drückt mein Gesicht noch tiefer ins Kissen und zieht gleichzeitig an meinen Haaren. Er stützt sich mit seinen Unterarmen auf meinen ab, so dass ich mich kaum noch bewegen kann.

Mit seinem steifen Schwanz umspielt er mein Arschloch, dass ich ihm gierig entgegenstrecke. Eine Hand auf meinem Rücken zieht er schließlich meine Arschbacken weit auseinander und ich bin total aufgegeilt. Doch nichts passiert.

Dann packt er mich, dreht mich auf den Rücken und fickt mich hart in den Mund.

Hmmm, guter Mann 🙂

Белые ночи

Ruru

Oder: Amor und Psycho

Rua

Amor und Psyche, Sommergarten, St. Petersburg

Da sitze ich in einem Sankt Petersburger Park und tue schön bin exotisches Buffet für Milliausende Mücken. Und dann kommt da einer dieser etwas schlafmangelig aber ausgesprochen gut aussehenden Russen daher – unter einem Arm einen dicken Wälzer unter dem anderen ein Schachbrett.

Ich kann mir nicht helfen: Angesichts eines derartigen Klischees muss ich einfach lachen. Und fange mir direkt eine Herausforderung zum Schachspiel ein. Angesichts meiner Ungeduld tauge ich kaum als ebenbürtige Gegnerin, aber immerhin hat auch Д. nun was zu lachen.

Eine ganze warme, weiße Nacht lang

 

plaudern wie in einem seltsamen Sprachgemisch aus Englisch, Russisch, Deutsch und Französisch über alles mögliche.

Zum Beispiel über den Sascha1 hier:

Rupoder den Vova2 hier:             Ru,

Und diese Tante3:

RuV

Irgendwie kamen wir auch auf den Fedja4:Ru.

 

 

 

 

 

und diesen anderen Vova5:Ru-

Und den Borja6:  Ru_

Und natürlich sprachen wir auch über die Käthe7:RuK

 

 

 

 

 

Und von der wars dann gar nicht mehr so weit bis zu der Trulla8 hier:

Ru§ Kann man sich ja denken, wo das hinführt.

Rum

Die intellektuelle Elite von heute debattiert nicht mehr bei Rotwein, sondern bei Dosenmais. Niom.

Ja, genau, zum Essen nämlich. Der Д., der weiß, was Frauen wollen. Nackich im Bett liegen, schlau daherreden, Dosenfutter speisen. Und danach Schwänze!

So romantisch.

Doch wie das Leben so spielt, das junge Glück währte kurz: Des Morgens richtete ich mein Haar und er bat mich, ihm seine Medikamente rüberzuschmeißen – kein Ding. Dazu wollte er das Wasser und ich wies ihn darauf hin, dass dieses direkt neben seinem Bett stehe – und damit dichter an ihm als an mir. Er fand das faul, ich fand, ich sei nicht sein Dienstmädchen. Ich widmete mich also wieder meinem Haar und er seinem Handy – und fragte mich nach längerer Pause: Und mein Wasser? Ich war dann näher an der Tür als an seinem Bett…


1. Alexander Sergejewitsch Puschkin, Schreiberling, hier auf dem Platz der Künste, St. Petersburg.

2. Wladimir Wladimirowitsch Putin, verhinderter Zar, hier höchst säxy mit unbekanntem Hottehü, bezeichnenderweise vor der Peter-und-Paul-Kathedrale in St. Petersburg, in der die Zaren beerdigt sind.

3. Veritas, römische Göttin, zuständig für die Wahrheit. Hier im St. Petersburger Sommergarten. Warum es aussieht als habe sie einen Penis, bleibt das Geheimnis des Künstlers. Oder sie hat einfach cojones.

4. Fjodor Michailowitsch Dostojewski, noch ein Schreiberling, hier mit unbekannter Taube vor der Russischen Staatsbibliothek in Moskau. Findet seinen Sitzort möglicherweise beschissen.

5. Wladimir Iljitsch Lenin, na der halt. Hier vor dem Finnischen Bahnhof in Leningrad St. Petersburg

6. Der Mann, der mir einst den Feierabend verdarb: Boris Jefimowitsch Nemzow. An abgebildeter Stelle auf der Großen Moskwa-Brücke in Moskau am späten Abend des 27. Februar 2015 erschossen. An dieser Stelle eine Bitte an Auftragskiller: Prominente Oppositionelle nach Möglichkeit zur vollen Stunde erschießen, dann sind die armen Journalisten schon im Feierabend oder grad halt noch mittendrin, wenn die Nachricht durchsickert. Zynische Schreiberlingsdurchsage Ende.

7. Die Frau, wegen der ich die Eremitage nicht ernst nehmen konnte. Katharina die Große (hier eingesargt in der Peter-und-Paul-Kathedrale in St. Petersburg). Großes Vorbild. Denn – für alle, denen dieser Teil der Geschichte vorenthalten wurde – die gute alte Kati hat sich nicht nur für Mädchenbildung eingesetzt, sondern sich auch fröhlich durch die Gegend gevögelt. Bevorzugt gebildete und gern auch jüngere Typen. Darunter ein gewisser Potemkin (jaja, der mit den Dörfern) und gerüchteweise auch der Physiker Leonhard Euler. Den kennt keiner außer No. 2, der mir vor meiner Abreise auftrug, herauszufinden, wo der Euler die Käthe bestiegen hat. Ich schlappe also in die Eremitage, die ja auf Katis Mist gewachsen ist, betrachte ein ausgestelltes Sofa und sehe einen Fleck. Mein erster Gedanke, natürlich: Sperma vom Leo? – Wie sich herausstellte, befinden sich auf allen Polstermöbeln in der Eremitage Flecken… (Aber keine Penis-Bildchen.)

8. Lusuria, die Wollust. Steht da so unschuldig im Sommergarten in St. Petersburg rum.

Popp-up

Bin ich sowas von für.

Durchbewertet sind die Herren ja alle bereits…

Verzichtbar

Seit über einem Jahr bin ich nicht in Berlin gewesen. Ich hatte die Existenz der Stadt erfolgreich verdrängt…

Kaum steige ich aus dem Zug, kotzt sie mich wieder an. Und das liegt nicht nur an der Kotze vor der Bank am Bahnsteig.

Seine Wohnung ist bis unter die hohen Altbaudecken voll mit seiner kreativen Energie. Nur vereinzelt finden sich klischeehaft mädchenhafte Spuren seiner Freundin. Und es ist ein Häuchlein sauberer als in seiner Junggesellenbude.

Er ist alt geworden. Er ist zwar immer noch schlacksig, aber irgendwie rund im Gesicht, er ist furchtbar kurzsichtig und hat graue Flecken im Bart. Nur seine ein paar Zentimeter zu langen Haare stehen noch wie immer jungenhaft wild auf seinem Kopf herum.

Ich bin müde und prämenstruell und seine Energie und seine Lüsternheit haben diesmal gar keine Wirkung auf mich. Wir ficken schweigend und es ist mir so egal bis widerlich wie die Stadt. Er entschuldigt sich, dass er so schnell gekommen ist, dabei ist es mir ganz recht.

Er findet anerkennende Worte dafür, dass ich den Busch nicht mehr wegepiliere und findet es noch anerkennenswerter, als ich ihm meine Gründe darlege.

Wir essen Pizza, deren Boden nach Dönerfett schmeckt, und dann rolle ich mich lesend auf dem Sofa zusammen, während er mit seiner Tante telefoniert. Auf Spanisch klagt er ihr all sein Leid, die Arbeit, die Freundin, die Behörden, die Freundin…

Erst als er sieht, dass mein Buch auf Spanisch verfasst ist, fällt ihm wieder ein, dass ich auch den schlimmsten Andendialekt mühelos verstehe.

Peinlich berührt lenkt er mit Sex ab und eigentlich ist es mir fast noch unangenehmer als das erste Mal. Ich bin ganz froh, dass er hinterher nicht noch kuscheln will.

Ich bleibe nur, weil ich so müde bin, dass ich trotz der gefühlt alle 30 Sekunden vorbeirauschenden Ringbahn wie tot schlafe. Morgens lausche ich dem duftenden Frühlingsregen und sehe den sich wiegenden, zartgrünen Zweigen der Bäume vor den Fenstern zu und frage mich, warum ich eigentlich nach Berlin gefahren bin.

Wir schlunzen im Bett rum, ich lese, er beschäftigt sich mit seinem Joyclub-Profil und erzählt ein paar Schwänke aus seinem Sexleben.

Aus irgendeinem Grund berichte ich ihm von No. 8 und dass das einzig Gute an der Sache eigentlich war, dass ich endlich mal wieder einen Tag und eine Nacht lang dauernd gevögelt habe.

Er nimmt es als Aufforderung, mich zu vögeln. Das war so nicht gemeint, protestiere ich, aber er findet doch. Ich kann ihn mit einem Blowjob ablenken, aber als er mir hinterher sein Sperma auf die Brüste schmiert, denke ich endlich laut und verkünde: Ich muss dann auch mal los.

Jetzt zwackt wieder die Blase und ich finde, ich sollte mich mal wirklich an den alten nie-wieder-Sex-Vorsatz halten. Masturbieren tuts ja auch. Dann muss man sich nicht mit komischen Typen abkaspern, kommt deutlich häufiger zum Orgasmus und hinterher zwackt die Blase nicht.

Waldschratmodus on…

Präferenzen

No. 2 ist aus dem Sommerurlaub in seiner Heimat zurück.

Er fickt mich in den Arsch.

Er fickt mich in den Mund.

Er lutscht mich zum Orgasmus. Mehrfach.

Er spritzt mir heißes Sperma auf den Rücken und massiert mich dann.

Er hat mir Huesillos und Chancaca mitgebracht.

Für den Bruchteil einer Sekunde will ich ihn heiraten.

Und dann beschließe ich, mich doch lieber mit dem Getränk, das aus Huesillos und Chancaca entstehen wird, zu verheiraten.

*Schlürf*