Was bleibt, ist die Unterbuxe

Ich sitze im Hotel in Bergen und bin sehr traurig. Nordmeer is alle. 😥

Auch wenn es nicht der Reisemodus war, den ich gewählt hätte, auch wenn es den ein oder anderen Störfaktor gab, auch wenn es mitunter arschkalt war, auch wenn ich tagelang ohne Gepäck war, auch wenn ich die ganze Zeit nix zum Ficken drangekriegt habe (!!!): Es war SO SCHÖN. So unfassbar atemberaubend SCHÖN. Ich hab ja schon viel gesehen, unheimlich schöne Dinge, aber das war wirklich das Allerschönste, was ich je gesehen habe. Und als unfassliches Sahnehäubchen für das unfassbar Schöne gabs auch noch tägliche Tiershow für mich Tierfreak. Das Nordmeer ist so voll Leben. Und das Wetter war auch geil. Zwei Tage büschen Nebel, ein paar Stunden Regen und ansonsten: Sonne Tag und Nacht. Klimawandel lässt grüßen (was auch wieder ganz schön traurig ist.) Und ich habe so irre viel gelernt! Hach, schee.

Wenn es nach mir ginge, ich würde mich sofort auf den Weg zurück nach Norden machen. Ich bin wirklich traurig, dass ich so schnell wohl nicht wieder den Polarkreis kreuzen werde. Früher oder später werde ich das tun. Aber wer weiß, wann das sein wird. (Also, falls jemand mal nen Törn gen Nordkap plant: Ich biete mich an als vollkommen nutzlose, nur so halb seefeste, nicht besonders dekorative Deko, die aufgrund fehlenden räumlichen Sehvermögens bei erster Gelegenheit von irgendeiner Spiere getroffen und über Bord gefegt werden wird.)

Bis es denn so weit ist, zehre ich von Erinnerungen. Und ich hab ja immer noch die Unterbuxen.

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Die Unterhose, das Leidmotiv meiner Norwegen-Reise.

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Richtiges Türchen

Sie wissen schon, wo sie auftauchen müssen, wenn es im Bauch grummelt und im Bein ziept und furchtbar kalt ist. Sie wissen schon, wo es Vollpension gibt und den Medizin-Check…

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isse nich amaaaaaazing diese Viertelportion?

Bett, mon amour

Seit zwei Wochen dauernd auf den Füßen. Arbeiten und noch arbeiten, Flauschige-Tiere-Kurs, Flauschige-Tiere-Kurs und anschließend Party, arbeiten und noch mehr arbeiten, nach der Arbeit noch vier Stunden im Zug, tot ins Hotelbett knallen, zum sinnlosen VorstellungsVerkasperungsgespräch gehen, vier Stunden im Zug und danach noch zur Arbeit, Flauschige-Tiere-Kurs und anschließend Ersatzdroge.

Und JETZT liege ich endlich, endlich im Bett. Werde mich die nächsten 40 Stunden maximal zum Klo begeben. Und NICHT in den Kalender gucken. Denn nach diesem einen freien Sonntag, warten noch mal knapp drei Wochen ohne freien Tag auf mich. Mindestens. So genau will ich es nicht wissen.

TGIF

Puuuh, lange, anstrengende Woche.

Und plötzlich sehr nachrichtenreich. Schlimme Dinge, die auch mich immer wieder betroffen machen – zumal ich den Bildern so gar nicht ausweichen kann. Aber gleichzeitig auch mal dafür sorgen, dass ich bei der Arbeit nicht nur vor mich hinvegetiere und denke: Ein dressierter Affe kann meinen Job machen. Für eine zynische Nachrichtentante sind solche Tage sehr motivierend…

Viel positiver war das Wiederaufleben eines lange sträflich vernachlässigten Kontakts. In einer weniger geschäftigen Stunde bei der Arbeit war ich nämlich über eine Filmkritik gestolpert, sah das Szenefoto dazu und dachte: Wah, die Nase kennste doch! Das is doch der S. aus der Schule! Was die Bildunterschrift dann bestätigte. Ich nahm diesen Zufall als Anlass, ihm mal wieder zu schreiben (ich wusste doch schon immer, dass du der nächste – und viel wunderschönere – Klaus Kinski bist!). Wir knüpften dann direkt an unseren Wahnsinn der Schulzeit an, das war ausgesprochen vergnüglich und sehr schööön. Sollten wir öfter machen.

Und für meine Entspannung ist auch gesorgt, im Flauschige-Tiere-Kurs stellte ich fest, wie beruhigend Herztöne wirken. Meine Mami besorgte mir nun ein Stethoskop, jetz is kein Wauz und erst recht kein Pferd mehr vor mir sicher. Zennn und sehr amaaaaaazing.

In diesem Sinne: Erholsames Wochenende!

Berufliche Neuorientierung die 790.

Von Was-mit-Meeedien hab ich ja so langsam die Schnauze voll.

Was-mit-Sprachen langweilt mich fürchterlich und macht nicht satt.

Was-mit-Tieren-und-frischer-Luft wäre nett.

Deswegen dachte ich, ich könnte ja Koala werden. Schlafen, essen, schlafen, furzen, schlafen, bumsen, schlafen. Klingt nach einem Jobprofil, das ich gut erfüllen könnte.

Alternativ mach ich auch gern den Gartenschläfer. Schlafen, bumsen, lecker Beeren fressen, sieben Monate an meine flauschigen Freunde gekuschelt schlafen – traumhaft. Und ungleich klimaschonender als Koala werden, da man das Umsiedeln nach Australien spart.

Ich fürchte allerdings, diese fantastischen Pläne werden daran scheitern, dass mir in absehbarer Zeit kein flauschiges Fell wachsen wird…

Also fiel meine Wahl auf Performance-Künstlerin. Habe auch schon das erste Projekt im Rohr: Ein überdimensioniertes Bett, ein Laptop und ich. Das läuft dann unter dem Titel:

Schlafende, furzende Bloggerin
(bitte regelmäßig mit Himbeeren füttern)

Für den Was-mit-Tieren-Faktor und den wohltätigen Zweck nehme ich gerne wechselnde, vom Aussterben bedrohte Tiere, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, mit ins Bett. Ich dachte so an Quokkas, Ili-Pfeifhasen, Colocolos, Gartenschläfer…

Das wird der Hit!