Der Pressespiegel

Ausgewähltes aus der Presse:

Bei Staubläusen haben die Weibchen den Penis – mit Widerhaken, damit der Sex länger dauert.

Bei dem bizarren Koitus stößt das Weibchen der in Höhlen lebenden Insekten ein aufblasbares penisartiges Organ mit Widerhaken ins Männchen – so dass der Partner gefangen ist. Anschließend pumpt die rabiate Dame (…) die nächsten zwei bis drei Tage lang Sperma aus ihrem aufgespießten Partner ab. Unklar ist, ob die Erfahrung für die Männchen besonders erfreulich ist.

… lese ich ihn der Redaktion laut vor und der Kollege stellt fest: Und das hast du jetzt zufällig entdeckt, ja? Du machst das Internet an und zack ploppt was mit Penis auf… Alles klar.

War tatsächlich so. Google kennt seine Pappenheimer.

In bis zu elf getrennten Spermakammern kann das Weibchen den Samen mehrerer Partner in recht großen Mengen speichern und später nach Belieben verwenden. Das so abgemolkene Sperma nutzen die Weibchen aber nicht nur für die Befruchtung, berichtet Blanke. Einige Weibchen hätten den Inhalt manch frisch gefüllter Spermienkammer sofort wieder verdaut. »Nahrung ist in der Höhle ein rares Gut und die Weibchen haben hier offensichtlich eine Strategie entwickelt, die Kopulationsprodukte der Männchen als Nahrungsquelle zu nutzen«, so der Zoologe.

Nachvollziehbar.

Und für alle, die das Sperma doch lieber sauber entsorgen, gibt es möglicherweise bald besser flutschende Gummis. Wie der „Fühltest“ genau abgelaufen ist, muss mir aber noch einer erläutern (und warum ich nicht dabei war).

Und dann noch ein ernstes und wichtiges Thema: Wie das Internet die Sexarbeit verändert und dazu dann die Frage: Wenn man ein Prostitutions-Tinder entwickelt und Pia Poppenreiter heißt, dann ist das doch ein Künstlername. Oder?

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Biostunde

Die dicksten Eier hat übrigens der Südkaper. Jedes wiegt bis zu 525 Kilo. Sein Penis ist bis zu 2,7 Meter lang. Bei jeder Ejakulation lässt er bis zu 20 Liter Sperma ab.

Bitte.

Was bleibt, ist die Unterbuxe

Ich sitze im Hotel in Bergen und bin sehr traurig. Nordmeer is alle. 😥

Auch wenn es nicht der Reisemodus war, den ich gewählt hätte, auch wenn es den ein oder anderen Störfaktor gab, auch wenn es mitunter arschkalt war, auch wenn ich tagelang ohne Gepäck war, auch wenn ich die ganze Zeit nix zum Ficken drangekriegt habe (!!!): Es war SO SCHÖN. So unfassbar atemberaubend SCHÖN. Ich hab ja schon viel gesehen, unheimlich schöne Dinge, aber das war wirklich das Allerschönste, was ich je gesehen habe. Und als unfassliches Sahnehäubchen für das unfassbar Schöne gabs auch noch tägliche Tiershow für mich Tierfreak. Das Nordmeer ist so voll Leben. Und das Wetter war auch geil. Zwei Tage büschen Nebel, ein paar Stunden Regen und ansonsten: Sonne Tag und Nacht. Klimawandel lässt grüßen (was auch wieder ganz schön traurig ist.) Und ich habe so irre viel gelernt! Hach, schee.

Wenn es nach mir ginge, ich würde mich sofort auf den Weg zurück nach Norden machen. Ich bin wirklich traurig, dass ich so schnell wohl nicht wieder den Polarkreis kreuzen werde. Früher oder später werde ich das tun. Aber wer weiß, wann das sein wird. (Also, falls jemand mal nen Törn gen Nordkap plant: Ich biete mich an als vollkommen nutzlose, nur so halb seefeste, nicht besonders dekorative Deko, die aufgrund fehlenden räumlichen Sehvermögens bei erster Gelegenheit von irgendeiner Spiere getroffen und über Bord gefegt werden wird.)

Bis es denn so weit ist, zehre ich von Erinnerungen. Und ich hab ja immer noch die Unterbuxen.

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Die Unterhose, das Leidmotiv meiner Norwegen-Reise.

Bett, mon amour

Seit zwei Wochen dauernd auf den Füßen. Arbeiten und noch arbeiten, Flauschige-Tiere-Kurs, Flauschige-Tiere-Kurs und anschließend Party, arbeiten und noch mehr arbeiten, nach der Arbeit noch vier Stunden im Zug, tot ins Hotelbett knallen, zum sinnlosen VorstellungsVerkasperungsgespräch gehen, vier Stunden im Zug und danach noch zur Arbeit, Flauschige-Tiere-Kurs und anschließend Ersatzdroge.

Und JETZT liege ich endlich, endlich im Bett. Werde mich die nächsten 40 Stunden maximal zum Klo begeben. Und NICHT in den Kalender gucken. Denn nach diesem einen freien Sonntag, warten noch mal knapp drei Wochen ohne freien Tag auf mich. Mindestens. So genau will ich es nicht wissen.

TGIF

Puuuh, lange, anstrengende Woche.

Und plötzlich sehr nachrichtenreich. Schlimme Dinge, die auch mich immer wieder betroffen machen – zumal ich den Bildern so gar nicht ausweichen kann. Aber gleichzeitig auch mal dafür sorgen, dass ich bei der Arbeit nicht nur vor mich hinvegetiere und denke: Ein dressierter Affe kann meinen Job machen. Für eine zynische Nachrichtentante sind solche Tage sehr motivierend…

Viel positiver war das Wiederaufleben eines lange sträflich vernachlässigten Kontakts. In einer weniger geschäftigen Stunde bei der Arbeit war ich nämlich über eine Filmkritik gestolpert, sah das Szenefoto dazu und dachte: Wah, die Nase kennste doch! Das is doch der S. aus der Schule! Was die Bildunterschrift dann bestätigte. Ich nahm diesen Zufall als Anlass, ihm mal wieder zu schreiben (ich wusste doch schon immer, dass du der nächste – und viel wunderschönere – Klaus Kinski bist!). Wir knüpften dann direkt an unseren Wahnsinn der Schulzeit an, das war ausgesprochen vergnüglich und sehr schööön. Sollten wir öfter machen.

Und für meine Entspannung ist auch gesorgt, im Flauschige-Tiere-Kurs stellte ich fest, wie beruhigend Herztöne wirken. Meine Mami besorgte mir nun ein Stethoskop, jetz is kein Wauz und erst recht kein Pferd mehr vor mir sicher. Zennn und sehr amaaaaaazing.

In diesem Sinne: Erholsames Wochenende!

Berufliche Neuorientierung die 790.

Von Was-mit-Meeedien hab ich ja so langsam die Schnauze voll.

Was-mit-Sprachen langweilt mich fürchterlich und macht nicht satt.

Was-mit-Tieren-und-frischer-Luft wäre nett.

Deswegen dachte ich, ich könnte ja Koala werden. Schlafen, essen, schlafen, furzen, schlafen, bumsen, schlafen. Klingt nach einem Jobprofil, das ich gut erfüllen könnte.

Alternativ mach ich auch gern den Gartenschläfer. Schlafen, bumsen, lecker Beeren fressen, sieben Monate an meine flauschigen Freunde gekuschelt schlafen – traumhaft. Und ungleich klimaschonender als Koala werden, da man das Umsiedeln nach Australien spart.

Ich fürchte allerdings, diese fantastischen Pläne werden daran scheitern, dass mir in absehbarer Zeit kein flauschiges Fell wachsen wird…

Also fiel meine Wahl auf Performance-Künstlerin. Habe auch schon das erste Projekt im Rohr: Ein überdimensioniertes Bett, ein Laptop und ich. Das läuft dann unter dem Titel:

Schlafende, furzende Bloggerin
(bitte regelmäßig mit Himbeeren füttern)

Für den Was-mit-Tieren-Faktor und den wohltätigen Zweck nehme ich gerne wechselnde, vom Aussterben bedrohte Tiere, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, mit ins Bett. Ich dachte so an Quokkas, Ili-Pfeifhasen, Colocolos, Gartenschläfer…

Das wird der Hit!