Isolation und Hormone

Fünf Nächte, fünf Mal sehr heiße Sexträume. Unterschiedliche Partner unterschiedlichen Geschlechts mit sehr unterschiedlichen Stilen. Und alles sehr, sehr geil.

Selbst für meine Verhältnisse ist das eine ziemliche hohe Frequenz  – und es sorgt für eine enorme Masturbationsfrequenz. Einmal muss ich ja quasi nachm Aufwachen – und eigentlich jedes Mal, wenn ich dran denke.

Gar nicht mal so unanstrengend.

Fragt sich, wies kommt? Bin auch nicht untervögelter als sonst. Und ich mein, hey, Vögeln mit No. 3 war erst Anfang Februar. Nun ja. Befriedigend ist anders.

Sind’s die Hormone? Wer weiß. Mein Zyklus stammt ja von nem Planeten, auf dem Zeit sehr variabel ist. Ich kann es nicht immer eindeutig zuordnen.

Ist es die Isolation? Dabei ist ja gar nicht so viel anders. Aber: Ich kann meine sexuellen Energien nicht mehr so direkt am Arbeitsgatten und am Nerd ablassen.

Man weiß es nicht. Aber sobald die Sofa-Apokalypse beendet ist, muss einer dran glauben!

(Over und Finger in den Schritt.)

Alpwach

Ich träume, dass mein Vater sturzbetrunken versucht, sich umzubringen. Nur halt viel zu betrunken ist. Ich bugsiere ihn die Treppe hoch und ins Bett und wache auf. Unfassbar erschöpft.

Die Erkenntnis, dass die Zeit, in der das die Realität war, vorbei ist, nimmt kein Gramm Last von mir. Der Kampf hat sich nur verschoben. Aber er bleibt da.

Von Dumpfbirnen

Der Kaffee hat mein Hirn weich gemacht. Und meine Muschi feucht. Ich kann immerzu nur an leidenschaftlichen, harten Sex mit No. 3 denken.

Zurechnungsfähigkeit geht gegen 0. Also erhöre ich sein immer mal wiederkehrendes Flehen und schreibe ihm zurück…

Natürlich ist er direkt ganz aus dem Häuschen und fantasiert auch ordentlich von leidenschaftlichem, hartem Sex mit mir. Und wann wir das denn wohl mal wieder en persona machen könnten. Ich denke an unsere letzte Begegnung und lasse das mal offen.

Was ihn nicht davon abhält, gleich GANZ hart in die Fantasiererei einzusteigen. Weil er mir so sehr vertraut – mehr als jeder anderen Frau – sage er manchmal – natürlich im Scherz – dass ich Potenzial als feste Freundin hätte. (Mir kommt das Gesäusel doch wieder sehr bekannt vor, und an seinem Beziehungsstatus hat sich auch nichts geändert– obwohl er mal wieder sicher ist, dass die Trennung imminent ist!)

„Also, ich sehe dich halt so“, schreibt er. „Ich weiß nicht, ob du mich jemals so gesehen hast.“ Weil ich ein viel zu weiches Herz habe, erläutere ich ihm erneut, dass ich mir das NICHT vorstellen kann, weil er einfach zu ehrlich zu mir war und mir Zeug erzählte, dass man einer festen Freundin eher nicht erzählt.

„Traurig“, findet er das und vielleicht wird er mich ja eines Tages überzeugen können. So viel zum Thema Scherz.

Seine Lösung für alles: Wir müssen uns einfach mehr sehen! Schließlich haben wir eine ganz besondere Verbindung!!! (Ja, irgendwie ja, aber ich habe auch ein ganz besonderes Bedürfnis, ihn zu erwürgen. Und mich irgendwie auch.)

Ich mache ihm da keine Hoffnungen, was ihn nicht weiter aufhält. Was interessieren ihn meine mäßigenden Wort von vorgestern, wenn er heute schreiben kann: „Kannst du dir vorstellen, mich deiner Mutter vorzustellen?“

W… Waaa?

Er findet, das sei unvermeidlich. Früher oder später würden wir sowieso zusammenkommen.

Ach sooooo. Na wenn das so ist…

Ich will ja nicht lügen. In meinem Spatzenhirn finden durchaus auch so Zulunftsfantasien mit ihm statt. Allerhand blödsinniges Zeug mit viel befriedigendem Sex.

Aber: 1. Handelt es sich um ganz allgemeine Zukunftsfantasien, die ich eh habe, angereichert um guten Sex, den ich auch mit jemand anders haben könnte, so ich mir mal die Mühe machte, nen Stecher aufzutreiben.

2. Bin ich in der Lage, zu berücksichtigen, was war und was ist.

Conclusio: IN YOUR FUCKING DREAMS!

Wobei ich nicht ausschließen möchte, mich gegebenenfalls doch noch mal auf Rumfickerei mit ihm einzulassen. Weil ich wirklich sehr, sehr untervögelt bin. Aber ausschließlich nach meinen Bedingungen und auf seine Kosten. Heiraten muss er schon ne Andere.

Traumunbedeutung

Während ich mit unbefriedigend mäßig produktivem Husten rumliege und für Sex viel zu schlapp bin, träume ich halt von Sex. Fünf Sexträume in nur einer Nacht, das ist ganz schön anstrengend. Auch nach dem Aufwachen noch.

Interessant dabei: Es war schon sehr, sehr sexy und höchst befriedigend, aber auch viel Zeug dabei, was ich mir in Echt gar nicht vorstellen könnte. So zum Beispiel hübsch zusammengezuppelt (neiß), mit einem sehr heißen Kerl (neiß), mit einer perfekten Dosis Gemeinheit (neiß), sehr arschbetont (neiß), viel Publikum (oh näää!). Wobei mich das im Traum kein bisschen störte, im Gegenteil.

Während ich nach dem Aufwachen darüber nachdenke, dass ich offensichtlich drei Pornos zu viel gesehen habe, fällt mir ein, dass das auch immer wieder mal in meinen wachen Sexfantasien eine Rolle spielt…

Jetzt finde ich mich irgendwie seltsam…

Guter Vorsatz – frommer Wunsch?

Etwas will ich dann doch noch von 2017:

Eine würdige No. 8.

Jemanden, der mich anmacht, mit dem ich mich sexy fühle, den ich sexy finde, der meinen Körper und mein Hirn fickt, der mich aus meiner comfort zone treibt, der meine Kreativität weckt, bei dem ich mich fallen lassen kann.

Weiter nix.

Ich habe wieder Lust auf Lust.

Wenn Sex nur noch im Traum stattfindet…

Ich habe keinen Sex mehr, also träume ich davon.

Sehr seltsam, was sich mein Unterbewusstsein da zusammenfabuliert.

Erst liege ich mit einem mir unbekannten russischen Mitbürger im Bett und lese Tolstois „Anna Karenina“. Er sagt, wenn ich das ernsthaft zu Ende lese, wird er nicht mit mir ficken. Wir hatten dann großartigen Sex…

(Lieber unbekannter Russe: Du hast Recht, wenn man den Tolstoi zu Ende liest, dann ist es allein schon zeitlich nicht mehr möglich, noch Sex zu haben. Außerdem habe ich schon mal versucht, den zu Ende zu lesen… Ich halte mich dann doch lieber an den Film. Den mit Sophie Marceau, nicht den mit dieser nervigen, verhungerten Hollywood-Schranze.)

In der nächsten Traumszene finde ich mich mit No. 3 und einer Prostituierten im pinken Body im Bett meiner Großmutter wieder…

Liegt es an meiner Winterdepression, der Tatsache, dass No. 3 mir bei unserem letzten Kontakt etwas auf die Nerven gegangen ist, oder an dem abwegigen Setting, dass ich nicht mal bei dem Gedanken an ihn tatsächlich Bock auf Sex kriege?

Träume

Jedes Mal, wenn No. 1a neben mir im Bett liegt, träume ich von Sex mit ihr.

Nur, wenn sie da ist, nicht, wenn sie woanders schläft.

Ich träume so real, dass ich morgens erst mal überlegen muss, ob wir’s getan haben oder nicht.

Wir hatten seit zehn Jahren keinen Sex mehr miteinander.

Aber in meinen Träumen wird er immer besser…

Wir sollten damit wieder anfangen…