Keine Zeit

Ich hab keine Zeit für Scheiße. Arbeit, Nummern, Stadt. Nöhööö. Ich hatte amaaaaaazing Urlaub, Lunger jetz noch amaaaaaazing in der Heimat. (Post-Recycling, man ersetze Brombeeren durch Himbeeren).

Sonst nix.

Noch schnell eine Notiz an mich selbst: Personenbezogene Entscheidungen erst NACH einer eventuell irgendwann mal eintretenden Menstruation treffen…

Grenzerfahrungen und Erkenntnisse

  1. Wer stundenlang durch den Regen läuft, muss am nächsten Tag mit marmorierten Füßen an den Strand.                           1
  2. Auf dem Meer sieht man die Dinge klarer. ^1
  3. Elysion:2Ich, voll vernünftig, nehme mir vor, nur zwei Sachen zu kaufen, um Ooooh-wie-niedlich-Impulskäufe zu vermeiden: Einen Thermos-Kaffeebecher und irgendwas mit dem Snorkfräulein. Darauf ein innerer Monolog:
    – Aber wenn ich nur das Snorkfräulein nehme, ist Mumin vielleicht traurig?
    – Boar, Darf man das?, du hast sie ja nich mehr alle!
    – Stimmt. Aber… Was mach ich nur?
    Ich kaufte dann was mit dem Snorkfräulein und eine Tasse, auf der fast alle Mumins und Mumin-Freunde drauf sind. Allerdings fehlt der Hemul. Jetzt brauche ich noch was mit dem Hemul. -.-
  4. Der Grund, aus dem ich eines Tages vergessen werde, aus Skandinavien zurückzukehren (zumindest so bis und Oktober) und irgendwann 150 Kilo wiegen werde.
    1

    #bekloppterhashtag #ichhabegarkeininstagram #ichbineinfachneverfressenesau

    Sind die Dinger eigentlich vegan? (ICH WILL DARAUF KEINE ANTWORT!)

  5. Ich und Automatikgetriebe…
    Die Karre voller Tramper, ein geschotterter Parkplatz und der linke Fuß auf einem Pedal. Yiha.
  6. Der Genosse wird liebevoll verwahrt, falls man ihn noch mal braucht.
    3 Also, da ganz hinten in der Ecke: My beautiful picture
  7. Eine Deutsche mit kaum Russischkenntnissen und einigen in einer solchen Situation so wichtigen, aufgeschnappten Estnischbrocken wie kohv! und seks! kann einen russischsprachigen Mitarbeiter des estnischen Ordnungsamts mit kaum Englischkenntnissen auch mit dem schönsten Augenaufschlag nicht aus einem Strafzettel quatschen.
    Auf dem Schild stand wunderschön erklärt, wie man die Parkgebühren per SMS bezahlt, hab ich alles brav gemacht. Was nicht dabei stand: Man braucht eine estnische Sim-Karte.
    Teurer Spaß.
    спасибо!
    Seks?
  8. Und nun noch der Korrespondentenbericht von der Nato-Ostgrenze (Achtung, kommt seehr flach): Bombenwetter!
    My beautiful picture

Der wahre Grenzgänger war übrigens mein Handy, das war mindestens fünf Mal in Russland.

Tja, und ansonsten… Was die Wand sagt: My beautiful picture

Auf bald.

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In a Freitag state of mind

Die Woche ist immer so alt, wie man sie fühlt.

Habe jetzt Urlaub und deswegen wirds nu schon amaaaaaazing.

Weil ich nämlich meinen Rucksack nehme, in Richtung Baltikum und Skandinavien verschwinde und nicht gedenke, ein internetfähiges Gerät mitzunehmen.

Ein bisschen grummelig machte mich nur kurz No. 3, der nett fragte, ob ich viel zu tun hatte am Wochenende, wegen G20 und so und nach meiner Antwort „boaaar, frach nich, aber zum Glück hab ich jetz freiii“ direkt auf wilden Sex spekulierte – und sofort einschnappte, als ich verkündete: Nö. Berlin liegt nicht auf meiner Route.

Kann aber schon wieder lachen über das Kleinkind. Bububu.

Romandüsch

Mein ICE aus dem Süden kommt zwei Minuten zu früh (!) an Gleis 11 an.

Ich schleppe mein  Gepäck (nur das Nötigste!) zum Gleis 6, wo in 20 Minuten meine Regionalbahn Richtung Norden fährt.

Sein ICE aus dem Norden kommt zehn Minuten zu spät an Gleis 7 an. Seine Regionalbahn Richtung Süden ist ohne ihn abgefahren.

Wir treffen uns am Fuß der Treppe.

13 Minuten knutschen vor der ständig piepsenden Zugtür.

Wie die Teenies.

C’est Fendi

Die Jungs sind schuld!

Sie haben mich in Versuchung geführt. Sie haben mich nicht aufgehalten!

Weil die Jungs (!) an einem Regentag auf den Gedanken kamen, die Galeries Lafayette zu besichtigen und weil mir nix besseres einfiel, ich noch nie dort gewesen bin – auch weil ich nicht besonders gerne shoppen gehe, schon gar nicht dort, wo ich mir kaum was leisten kann und nix leisten will – und weil ich mich also mitschleifen ließ und geistig irgendwie nicht zurechnungsfähig war, besitze ich jetzt ein Kleid von Fendi.

Ich hab’s ja. Gut, man könnte sich auch einen Gebrauchtwagen kaufen, aber ich wohne in einer Stadt, in der man eh keinen Parkplatz kriegt und ein Kleid ist deutlich günstiger im Unterhalt als ein Auto. Zu Fuß gehen ist ja auch viel gesünder.

Man muss sich seine Unvernunft ja auch mal schönreden… Meine Kreditkarte ist immer noch ganz blass um den Mikrochip.

Jedenfalls muss das gute Stück ja ausgeführt werden. Elegant kombiniert mit Schuhen vom Deichmann :S trage ich DAS Kleid also in die Pariser Nacht.

Die Jungs bestehen darauf mich zu begleiten, fuchteln mit Bier, ich quietsche.

Obaaaacht, datt issn Fendi!

Ein watt?

Ein Fendi, sage ich. Das is Italienisch für megaschweineteuer.

Wir stellen fest, dass in Paris so ziemlich alles Fendi is. Vom OrlyBus über das Bier bis zum Ein-Euro-Laden, der hier ein 1,70-Laden is.

Und mir fällt ein, dass ich nich so genau weiß, wie ich den Fetzen nach Hause transportieren soll…

Günstig abzugeben: Fendi-Kleid, einmal getragen, nur wenige Bierspritzer, Größe entspricht XS, nur an Selbstabholer, nur noch heute, 1. Arrondissement.

Das hat jetz aber nix mit der Hautfarbe zu tun…

Ich sitze in Paris auf einer Parkbank und suche im Stadtplan nach Inspiration für unser nächstes Abenteuer. Zu meiner Rechten sitzt der Bodybuilder-Latino und raucht gemütlich. Zu meiner Linken sitzt der Zwei-Meter-Latino, das alte Krümelmonster, und wühlt in meiner Handtasche nach den Keksen.

Zwei Polizisten schlendern vorbei, gucken, schlendern, gucken, einer dreht sich schließlich um und fragt das völlig verdatterte Mich, ob ich Französisch spreche.

Eh, oui…?

Und ob die da zu mir gehören.

Eh… oui?!?

Er erläuterte mir dann, es habe ausgesehen, als wäre man dabei, mich einzuschüchtern und zu beklauen…

Genau, und da bleibe ich ganz gemütlich sitzen und lese den Stadtplan und lasse die Polizei vorbeiziehen.

Es war nicht gerade hilfreich, dass die Spinner von der Südhalbkugel jedes Mal meinen Arm packten und in meiner Tasche rumwühlten, wenn sie irgendwo Flics gesehen haben -.-

Alors… Paris…

Die Wilden von der Südhalbkugel haben mich weichgeklopft, mit ihnen nach Paris zu fahren. Wegen meiner Sprachkenntnisse und Kontakte.

Ich habe schließlich nachgegeben, weil der Flug billig war und die Unterkunft für lau. Und bei Frankreich kann ich allgemein schwer nein sagen..

Aber Paris… Ich finde die Stadt irgendwie… doof.

Wenn es eine französische Großstadt sein muss, dann Marseille. Die liegt immerhin am Meer. Noch viel lieber bin ich in kleinen Städtchen mit verwinkelten Gässchen. Oder Perlen in der Provinz wie Saint-Malo oder Aix-en-Provence. Selbst dieser einzigen Bausünde Brest im Februar, wenn der Regen von der Seite kommt, kann ich mehr abgewinnen als Paris.

Das erste Mal war ich mit No. 1a dort, unsere erste Reise ohne Erwachsene, wir waren cool, abenteuergeil und voller Erwartungen. Wir stolperten morgens um 6 aus dem Nachtzug und waren… unterwältigt. Wir fanden’s so mies, wir sind noch am Nachmittag gen Süden abgefahren. Wir haben dann eine wundervolle Woche in einem niedlichen Château im Loiret verbracht… Romantisch ❤ Auf dem Rückweg haben wir nochmal den Tag in Paris verbummelt… Unsere Meinung hat sich nicht gebessert… Laut, schmuddlig, wenig ambiance und völlig überbewertet.

Ich bin aus verschiedenen Gründen immer wieder dort gewesen. Und ja, es gibt hässlichere Orte als beispielsweise Montmartre. Es gab schöne und witzige Momente, bleibende Erinnerungen.Schampus mit S. auf der Place de la Concorde um Mitternacht, meine ersten Flirtversuche auf Französisch – inklusive des peinlichsten Grammatikfehlers überhaupt (Je suis nue en campagne… hmhmm… gelernt für’s Leben -.- Nicht, dass mich das in seinen Augen unattraktiver gemacht hätte ^^). Wenige Jahre später das erste Mal für eine Muttersprachlerin gehalten worden (aaah, vous êtes de Québec? – es lebe mein breiter Dialekt 😀 ).

So richtig komme ich aber trotzdem nicht auf einen grünen Zweig mit Paris. Ich war tatsächlich nie länger als einen Tag da. Ich bin unzählige Male auf dem Périphérique dran vorbeigedonnert. Möglichst nachts um 2, um dem Verkehr zu entgehen. Das Bedürfnis, da abzufahren, hatte ich nie.

Vielleicht wird’s ja doch noch was mit uns – jetzt, da ich ihr mehr Zeit gebe…

So richtig glaube ich nicht dran – schon gar nicht nach meinem coup de foudre mit Budapest. (Grad schon die Krise gekriegt, als ich mit den Preisen für den Pariser Nahverkehr auseinandersetzte und sie mit den Budapester Preisen verglich.)

Die fabelhafte der Welt der Darf man das? findet woanders statt.

Bref, das Überstundenabbummeling wird fortgesetzt. Besser Paris als gar nicht nach Frankreich…