Frage des Tages

Budapest. Gefühlte 1000 Grad, gefühlte 1000 Millionen Touristen.

Darunter mindestens 10 Millionen Mädchen mit hohen Absätzen…

Waaa…?

Ich trage ja für mein Leben gerne Heels, aber doch nicht, wenn ich bei 1000 Grad 1000 Kilometer latsche. Geschwollene Füße, Schweiß, Knie, Rücken, HITZE. Das is doch alles scheiße.

Ich mein, gut, sieht natürlich nicht so schön aus, wenn man wie ich in durchgelatschten FlipFlops die dem Straßenstaub ausgesetzten, dringend einer Pediküre bedürftigen (aber gut belüfteten) Füße zur Schau stellt.

Bin ich im Urlaub oder auf einem Schönheitswettbewerb?!?

Wie viele Frauen in wunderschönen Schuhen habe ich gesehen, die sich verzweifelt Taschentücher und Servietten in den Treter schoben, um die Blasen abzudecken.

Und weil ich so ein guter Mensch bin und wegen meiner Blutgerinnungsstörung immer ein halbes Lazarett dabei habe, habe ich in den vergangenen Tagen zahlreichen wildfremden Menschen meine Großpackung dicker Pflaster unter die Nase gehalten und sie aufgefordert, sich zu bedienen.

Und mich dabei immer wieder gefragt:

Mädchen, warum tut ihr euch das an???

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Boar, jetz brauch ich Urlaub!

Was meine Mutter und ich unter Entspannungsurlaub in den Bergen verstehen:

45 Minuten Schwimmen am Morgen.

Eine Stunde Schlittschuhlaufen.

Etwas Yoga und/oder Tischtennis.

Nachmittags noch einen kleinen Spaziergang – der zum Extremklettern ausartet, weil wir an einem steilen Hang jungen Bärlauch erspähen; eine sichert, eine gibt die Gams. War’s wert. War lecker!

Vorm Schlafen noch ne Stunde Schwimmen.

Der Muskelkater wird sich wohl noch ein paar Tage halten…

Der frühe Vogel…

… gäääähnt ganz laut und rennt dann schnell zum Bahnhof.

Da nimmt er dann den Zug in die Berge.

Da wartet schon die Vogelmama.

Mit folgendem Programm: Pool, Schlittschuhbahn, Sofa und noch mal von vorn. Und noch mal. Und noch mal. Und noch mal. Und noch mal.

Und dann nimmt sie den Vogel mit in den Norden zum Ponys Flauschen.

Endlich Urlaub 🙂

Und zum Schluss ein Fazit

Meine zwei Monate sind – wie erwartet – in rasender Schnelle zu Ende gegangen.

Was soll ich sagen…

Die Seele baumelte. Aber wie. Es war fast zu schön, um wahr zu sein. Ich habe mein Leben zwischenzeitlich so gründlich vergessen… All der Käse, den ich in Deutschland zurückgelassen habe, war sooo weit weg. All der Krach in meinem Hirn – aus.

Darüber habe ich die Jobfindung sträflich vernächlässigt. Auf dem Gebiet bin ich keinen Schritt weiter gekommen!

Aber: Ein neuer Job muss her! So kann das nicht weiter gehen. Nachher fange ich wieder an und nur ein Blick auf’s Programm für heute hat den Krach in meinem Hirn direkt wieder angemacht. *Schnapp nach Luft*. Außerdem wird mich das nie dahin bringen, wo ich hinwill.

Was mich zur Selbstfindung führt. Auch da bin ich nur geringfügig weitergekommen. Dass es irgendwie falsch läuft, war mir ja schon vorher klar. Vielleicht bin ich aber auch ganz falsch. All die Menschen, die mich jahrelang nicht gesehen haben, fanden die Jobwahl zwar cool und ja, entspricht dir irgendwie, aber… hättest du nicht besser was mit Tieren machen sollen???

Und ja, mir fehlt die Frischluft in der Nase und das Fell an den Fingern. Ein Leben ohne Tiere ist möglich, aber sinnlos. Gibt es da nicht einen Mittelweg…? Muss ich mal recherchieren.

Auf in den Krampf!

P.S.: An all die Leser, die fürchteten, ich könnte meinen Blog vernachlässigen, während ich in Kanada bin: Hmmm? 😉

Lassen wir die Katze aus dem Sack! … ?

Mein Urlaub rast unaufhaltsam dem Ende zu 😦 Und damit auch die flattrigen Teenager-Tage…

Finden D und ich blöde. Viel zu wenig Zeit zum Händchen halten, Sterne gucken, Knutschen, Füße im Fluss baden, Knutschen, wilde Tiere gucken, Reden, Knutschen…

Wir wollen ganz viel Zeit und möglichst ohne Ausreden und mit einem Dach überm Kopf, langsam wird’s kühl. Ich will morgens mit meiner Nase an seinem Hals aufwachen…

UND ICH WILL ENDLICH MIT IHM BUMSEN! (Das musste jetzt mal raus…)

Jemand hat da ein Chalet weit draußen in der Wildnis (noch weiter draußen als wir eh schon sind…) Fahren wir hin?

Spätestens DAS fällt dann allerdings auf, wenn wir zwei Wochen verschwinden – wenn uns nicht eh schon längst irgendjemand gesichtet und es direkt per Dorffunk verbreitet hat.

Wir wollen dringend unter uns sein – aber nicht unbedingt, dass es jemand seinen Kindern auf die Nase bindet.

Lassen wir die Katze aus dem Sack?

So ein Scheiß. In Zukunft dann wieder nur kinderlose Unbekannte…