So you think you know me?

Bekanntlich schreibe ich hier ja nicht über die neueste Augencreme oder dieses süüüße neue Top der Marke ihr-denkt-wohl-ich-mach-Werbung-für-euch, sondern über recht persönliche Dinge.

Das bringt es so mit sich, dass der Leser einen Eindruck von mir gewinnt. Sich ein Bild von mir macht. Das geht mir bei anderen Bloggern auch so, das kann man gar nicht verhindern.

Aber Obacht, lieber Leser!

Dies ist nur ein Ausschnitt aus meinem Leben. Da liegt mein persönlicher Filter drüber. Bei aller Offenheit: Ich erzähl euch doch nicht jeden Quatsch!

Außerdem ist der Blog nicht meine Spielwiese, sondern meine Kotzschüssel. Der hat auch ne therapeutische Funktion. Der ist mein Ventil. Zu schreiben: „Der Tag heute war traumschön, die Blumen blühn, die Vögel singen“, ist nicht wirklich befreiend. Und wohl auch wenig lesenswert. Als Narichtenmensch weiß ich: Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Außerdem funktioniert mein Humor nicht, wenn alles toll ist.

Ja, ich mecker viel. Aber hey, wir sind uns alle einig: Mein Nachbar ist ein gestörtes Arsch! 😉

Ja, es kommt vor, dass ich hier tagelang rumjammere. Alles ist schlecht. Schnüüüff. Das sind so Tage, da will ich mir nur die Decke über den Kopf ziehen und abwarten, bis alles vorbei ist. Dann is grad allerhand doof gelaufen, ich hab PMS und das Wetter is auch kacke. Und sowieso bin ich ja mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Das wirkt dann so, als würd ich mich nächstens von der Brücke stürzen, aber oft genug geht’s mir schon allein dadurch besser, dass ich den ganzen Frust einfach mal aufgeschrieben habe. Das schreibe ich dann aber nicht mehr dazu. Und hier wirkt es so gebündelt, weil ich vielleicht drei Posts hintereinander nur rumheule, in den Tagen zwischen den Beiträgen kann aber durchaus alles in Ordnung gewesen sein.

Generell würde ich mich (zumindest im Sommer) eher als einen fröhlichen Menschen bezeichnen. Ich bin ein fröhlicher Pessimist. Mit Stimmungsschwankungen.

Dazu kommt, dass viele meiner Posts oft sehr kurz nach dem Erleben entstehen. Mit etwas zeitlichem Abstand hätte ich die Sache vielleicht anders eingeschätzt und geschildert.

Was will ich damit sagen?

Ja, mein Blog zeichnet ein Bild von mir. Aber eben nur einen Teil des Bildes. Ich bin nicht nur meine miese Laune, mein Sex, mein seltsames Verhältnis zu Männern. Ich bin noch drölf Millionen andere Dinge.

Weshalb ich die Hobby-Psychologen, Klugscheißer und Besserwisser unter meinen Lesern ganz freundlich bitte, sich ihre Urteile und Weisheiten ganz, ganz tief in den Arsch zu schieben! Und sie dort zu belassen.

Mit allen anderen wünsche ich mir die Fortsetzung unseres freundlichen Austausches, ich schätze eure Kommentare, Nachrichten, Anregungen, Erfahrungen und auch eure Kritik.

Wollte ich mal gemotzt haben.

20 Kommentare zu “So you think you know me?

  1. Ein Gemecker darüber, sonst nur zu meckern? Wieso nicht 😀

    Ich freue mich aber, wenn in den Medien mal gute Nachrichten kommen 😥 (oder wenigstens, wie jetzt in München, nicht sämtliche Medien jedes Scheissgerücht voneinander abschreiben.)

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  2. Pingback: Vier | Begrabt mich mit dem Gesicht nach unten

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